| Roadsongs
For The Business Class |
Dezember 2010 |
- Veröffentlichung: Dezember 2010, vierte E=MC²-Platte
- Format: CDR, 12 Titel, 73:50
- Aufnahme: Musikfabrik Dinslaken, 22. Oktober bis 20. November 2010,
Tommy Werlich
- Mix:
20./21. November 2010, Tommy Werlich an den Reglern und Michael
mit dem letzten Wort
- Besetzung:
Detlef Goch (dr,
perc)
Michael Mann
(voc, ag, bj, hp)
Johannes Lehmann
(bg)
Ute Rettler (eg,
ag, md)
- Gäste:
Silke Reinders (bvoc)
Werner Garden (bvoc, voc*)
- Birdsong Pt. I: 04:30
(Michael Mann)
- Sad
Marie (Michael Mann, Susanne Kowalsky)

- Ghost
Of Your Past (Michael Mann)

- Four
Seasons Traveller (Michael Mann, Werner Garden)*

- While
I'm Sleeping (Michael Mann)

- Little
Black Car (Bernd Baumgart, Michael Mann)

- Furious
(Michael Mann)

- Thoughts
To An Old Friend (Michael Mann, Werner Garden)*

- Perfect
Day (Michael Mann)

- Blinking
Sign (Michael Mann)

- Awesome
View (Michael Mann)

- Birdsong
Pt. II: Killing
Time (Michael Mann, Johannes Lehmann)
Pt. III: Interlude
(Ute Rettler)
Pt. IV: Secrets
(Michael Mann)
- CD ab dem 06. 12.2010 erhältlich!
Preis: 10€.
Bitte hier über
bestellen
Rezensionen:
- Michael Mann und Detlef Goch sind die Konstanten in der Bandgeschichte von Waiting For Louise, die im Jahre 1992 begann, als sie eine akustische Alternative für ihre Rockformation Rusty Nails suchten. 2003 veröffentlichten sie in Eigenregie die CD „Live In Wesel“ mit Coverversionen. Auch auf der CD „10 Songs“ (2004) wurden Fremdkompositionen neu interpretiert. 2008 lieferten sie auf dem Album „New Tricks For Old Dogs“ neben drei Coverversionen sieben eigene Stücke ab.
Die deutsche Band Waiting For Louise hat schon viele Inkarnationen durchlaufen, die aktuelle Besetzung liest sich so: Detlef Goch am Schlagzeug und Perkussionsinstrumenten, Johannes Lehmann bearbeitet den Bass, Ute Rettler greift in die Saiten (A-Gitarre, E-Gitarre, Mandoline) und Michael Mann ist Sänger sowie Harp-, Banjo- und A-Gitarrenspieler. Letzterer ist auch Mitglied der schon erwähnten Rusty Nails und der Formation Songs To The Siren.
Man muss nicht unbedingt mit der Business Class reisen, um den Eigenkompositionen auf „Roadsongs For The Business Class” zu lauschen, denn mit Vogelgezwitscher entführen Waiting For Louise in ihre zauberhafte Welt, die nach jenem Intro namens „04:30” zu dem eindringlichen „Ghost Of Your Past“ überleitet. Ein Titel, der an The Go-Betweens in ihrer Phase zwischen „Spring Hill Fair“ und „Liberty Belle And The Black Diamond Express“ denken lässt. Manns emotional-eindringliche Flüsterstimme wird von Gastsängerin Silke Reinders wundervoll harmonisiert. Ihre Stimme ist auf dem über neun Minuten intensiv instrumentierten „Four Seasons Travellers“ ebenso präsent wie auf dem zwischen Pentangle und Fairport Convention schwingenden Song „Sad Marie“. Über acht Minuten meditieren Waiting For Louise über das Thema „While I’m Sleeping“ mit wispernd-raunender Stimme, zirpenden Saitenklängen, dunklen Trommeln, sehnsüchtiger Harp und wogendem Bass.
Dem Tanzbodenschleicher „Little Black Car“ folgt die zärtlich vorgetragene, knapp 7-minütige Ballade „Furious“, die in sanftem Schimmer zu glänzen weiß und auch im Kosmos von Songs To The Siren eine Heimat gefunden hätte, was auch für die nachdenklichen „Thoughts To An Old Friend“ gilt. Es folgt der rhythmisch-beschwingte bassbrummende „Perfect Day“ und das zwielichtige „Blinking Sign“. Der fein gesponnene „Awesome View“ reflektiert auch das gelungene Coverartwork. Zum Finale der 10-minütige „Birdsong“, der den Vogel zwitschernden Kreis zum Beginn des Songreigens schließt und auch Zwiesprache mit dem anderen diesjährigen Michael-Mann-Album „Songs To The Siren 2“ hält. „It’s all one song“ hat Neil Young mal gesagt und es ist dieser eine Kopf, der in drei sehr guten Bands steckt: Michael Mann.
Ohne die Qualität des Vorgängers „New Tricks For Old Dogs“ schmälern zu wollen: Waiting For Louise haben mit „Roadsongs For The Busimess Class“ ihr eigenständigstes, vielleicht sogar bestes Album eingespielt. Immer wieder ist es Michael Manns Gesang – der in Silke Reinders’ Stimme einen herrlichen Harmoniepart bekommen hat – und seine Art des Songwritings, das die Vorbilder Go-Betweens, Tim Buckley, Pentangle, Fairport Convention etc. erahnen lässt und doch ganz eigene Wege geht. Sehr gut in Szene gesetzt von Tommy Werlich im Studio B der Musikfabrik Dinslaken. Das Warten auf Louise hat sich wieder mal mehr als gelohnt!
www.suite101.de
(Günter Ramsauer, 13. Dez 2010)
- Deutschlands beste UNSIGNED BAND hat wieder zugeschlagen und mich erneut vollkommen überrascht. Angefangen haben sie als grandiose Country-Folk-Cover Band. Im letzten Jahr kamen eigene Songs dazu und jetzt haben sie völlig auf Cover-Versionen verzichtet und ihr Spektrum um Psychedelic-Rock-Elemente erweitert. Man fühlt sich wohlig in die Endsechziger Jahre zurückversetzt. In eine Zeit, als Bands wie KALEIDOSCOPE oder LOVE Folkrock-Grenzen sprengten. Oder man wird an Wunderwerke wie David Crosby`s IF I COULD ONLY REMEMBER MY NAME erinnert. Meine Platte des Jahres.
shake-baby-shake.blogspot.com
(Heino Walter, 26. Dezember 2010)
Seit dem Jahr 2002 ist Waiting For Louise in meinem Fokus. Die beiden Säulen Michael Mann (Gesang, Saiteninstrumente) und Detlef Goch (Schlagzeug, Perkussion) musizieren bereits seit 1992 gemeinsam und bilden den kleinsten gemeinsamen Nenner der Formation. Dritte Säule und bereits seit 2002 im Line-up ist Basser Johannes Lehmann. Wer meine Reviews verfolgt und im Besonderen die drei Rezis zu dieser Band gelesen hat, weiß, dass ich 2008 'die weibliche Stimme', als Kontrast zu Michaels unnachahmbarem Organ vermisst habe. Und er weiß auch, dass W4L Coversongs der 'sehr selten nachgespielten Art' im Programmheft stehen haben: »Wo W4L draufsteht sind nun mal Coverversionen drin und so langsam mausert sich das Quintett zu meiner Lieblingscoverband«. Stehen 'hatten', denn mit "Roadsongs For The Business Class" gibt es nun ein Album, das ausnahmslos aus Eigenkreationen besteht.
Mit Ute Rettler (Gitarren) und Guido Schuchert (Mandoline, Banjo, Gitarre), der von 1998 bis 2000 schon mal in der Band spielte, wurde die Saitenfraktion enorm verstärkt. Und da man immer noch 'ne Schippe drauflegen kann, sind auf "Roadsongs For The Business Class" noch zwei Stimmen in der erweiterten Besetzung: Silke Reinders und Werner Garden. Aufgenommen wurde das Ganze wieder in der Musikfabrik und zwar innerhalb eines knappen Monats im Herbst des vergangenen Jahres. Spätestens jetzt sollte sich ein Label der Band annehmen. Die Zeit ist reif. Bis das geschieht, ist das Album über die W4Ls-Website (Link siehe unten im Linkblock) zu beziehen.
Die komplette Platte ist sehr dicht und atmosphärisch - auch durch das Wechselbad der Gefühle, das die weiblichen und männlichen Stimmen beim Hörer hinterlassen. Schön zu hören beim "Four Seasons Traveller", diesem durch die bassbetonte, düster wirkende 'Hintergrundlandschaft' sehr intensiven Song. Und intensiv sind weitere Nummern. Mal ist der Gesang fordernd und treibend, dann hat es Michael drauf, seiner Stimme eine scheinbare Zerbrechlichkeit mitzugeben, die an unter Spannung stehendes Glas denken lässt. Dezent die instrumentale Begleitung ... man möchte fliegen können, um auf diesem Track zu reiten. In anderen Frequenzbereichen intonieren die Vocals im zeitlupenhaft groovenden "Thoughts To An Old Friend". Das Songwriting ist vom Allerfeinsten. Abwechslungsreich, auch innerhalb einzelner Tracks, präsentiert sich "Roadsongs For The Business Class" und wenn auch alle Stücke Eigenkompositionen sind, meint man stets, Wohlbekanntes und Vertrautes zu hören. Da ist auf der einen Seite die Spannung, auf welche Tonart nun gewechselt wird und egal, wie sich der Songwriter entschieden hat: es passt. Auf der anderen Seite, neben der Spannung also, ist eine Ruhe in den Kompositionen, die einen ganz lässig packt. Ähnlich wie bei einem der Einflüsse dieser Formation: Tim Buckley.
Stilistisch ist das Album sicherlich dem höherwertigen Singer/Songwriter-Genre zuzuordnen. Allerdings, wenn man dem elektrischen Sechssaiter mal die lange Leine gibt, driften die 'Wartenden' auch ganz locker in jammige Gefilde ("Ghost Of Your Past"). Die eine Frau lässt die Saiten schwingen, die andere die Stimmbänder. Eine ganz starke Nummer!
Waiting For Louise machen alles richtig: Der Gesang wird so eingesetzt, dass man oft meint, verschiedene Bands zu hören. Die Vielzahl an Saiten, die parkettsichere Rhythmusfraktion, punktgenau platzierte Mandolinen-; Banjo- sowie Harp-Passagen lassen das musikalische Herz mit den Klappen schnalzen.
Der Plattentitel "Roadsongs For The Business Class" lässt Raum zum Sinnieren. Wenn das hier die Business Class ist, waren die Interpretationsscheiben Economy Class? Und, wird es auch die nächste Klasse, die First Class geben? Schwer vorstellbar, denn "Roadsongs For The Business Class" macht das 'Warten auf Louise' zu einer äußerst stimmungsvollen, angenehmen und begeisternden Sache.
Chapeau! Meine Damen und Herren! Rocktimes
(Ulli Heiser, 20. Januar 2011)
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(Heino Walter, Roadtracks Heft 33, Juli 2011)
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| New
Tricks For Old Dogs |
September 2008 |
- Veröffentlichung: September 2008, zweite E=MC²-Platte
- Format: CDR, 10 Titel, 59:55
- Aufnahme: Musikfabrik Dinslaken von November 2007 bis Januar 2008
und August 2008, Tommy Werlich
- Mix: August/September 2008 in der Musikfabrik Dinslaken, Tommy Werlich
- Besetzung:
Detlef Goch (dr, perc)
Michael Mann (voc, g, bj, md, dobro, hp)
Johannes Lehmann
(voc*, bg)
- "Small Town Blues" (Michael Mann)

- "No Words" (Michael Mann)

- "Multicoloured
Darkness" (Michael Mann, Bernd Baumgart)*

- "Finding
You" (Robert Forster, Grant McLennan)*
- "Song To A Tattler" (Michael Mann)

- "Jennifer Cool" (Michael Mann)

- "Miracles" (Michael Mann, Bernd Baumgart)

- "Candy Says" (Lou Reed)
- "New Tricks For Old Dogs" (Michael Mann)

- "You Can't Fail Me Now" (Loudon Wainwright III, Joe Henry)
- CD ab dem 20.09.2008 erhältlich! Preis: 10€. Bitte hier
über
bestellen
- Wer die Songtexte und andere Nebensächlichkeiten nachlesen möchte: Lyrics & More
Rezensionen:
»Es würde mich aber doch schon sehr interessieren, zu welchen Eigenkreationen die Band in der Lage ist, denn musikalischen Geschmack haben sie...«, schrieb ich vor ca. viereinhalb Jahren, als ich 10 Songs rezensierte und mit Waiting For Luise die zweite musikalische Bekanntschaft machte. Die erste, From 6 To 5, war bereits im Jahr 2002.
Die Jungs warten also beständig auf ihre 'Louise' und vor allem, sie sind sich musikalisch treu geblieben und zelebrieren eine feine Mischung aus Singer/Songwriter und Folkmusik. Drei Coversongs sind vorhanden, die erstens wunderbar dargeboten werden und den Charakter der Originale schön transportieren. Zum anderen sind die drei Stücke so gewählt, dass sie perfekt zu den Eigenkompositionen passen. Was mir allerdings sofort beim Studieren des Booklets auffiel, ist die Tatsache, dass keine weiblichen Vocals mehr vorhanden sind.
Dem 'Schreck', denn Petras Stimme im Duett mit Michael war schon eine Hausnummer, folgte aber Erleichterung beim ersten Hören von "New Tricks For Old Dogs", weil die Atmosphäre der Vorgängerscheiben auch ohne Frau stets präsent ist.
Dazu trägt zweifellos die Saitenarbeit der von Michael Mann ins Feld geführten Instrumente bei, die das ein oder andere Mal Lust erzeugen, die Akustische in die Hand zu nehmen, um selbst mitzuspielen.
Filigrane Spieltechniken und stimmungsvolle Akkordwechsel erzeugen beim Hörer wohlige Schauer. Das geht bereits beim Einstiegssong, "Small Town Blues", los, der außerdem gleich eine weitere Stärke offenbart und zwar den Einsatz der Blues Harp. Und unterschwellig weht der 'akustische Country-Geist' von Jerry immer mal wieder durch die Tracks.
"No Words" trommelt sich im wahrsten Sinne des Wortes in das Stück, während mich "Finding You" von Foster/McLennan (The Go-Betweens) zu Beginn an den Who-Klassiker "Behind Blue Eyes" (Gell, wir merken uns: "Behind Blue Eyes" ist NICHT von Limp Bizkit) erinnert.
In WFLs Titeln ist eine Art Gemütlichkeit und Vertrautheit, die einfach nur begeistern kann, wenn man auf diese Art Musik steht. Keine effekthascherischen Gimmicks, sondern eine Reduktion auf das Wesentliche: Musik machen, bei der man zu jeder Sekunde merkt, wie viel Spaß das Musizieren den Protagonisten bereitet. Banjo, Dobro und Mandoline verbreiten diese besondere 'Saitenstimmung' und wenn man die Band (oder Michael solo, wie ich vor ein paar Jahren) schon mal live gesehen hat, stellt man sich Michael auf dem Stuhl in seiner Latz-Jeans vor und sagt 'Yeah, groove on man'.
Songwriterische Klasse ist neben der Spielweise der Drei eine weitere Bank. "Jennifer Cool", mit dieser Tristesse-Attitüde, "Miracle" mit den gekonnten Bridges oder auch der Titeltrack mit dieser positiven Grundstimmung. Und dann mein absoluter Fav: "Multicolored Darkness" - das ist einfach eine Hammernummer und die wird auf weiteren Outputs der Band sehr schwer zu toppen sein. Wer auf Van Morrison, die akustischen Grateful Dead, oder/und die auf "New Tricks For Old Dogs" bzw. den Vorgängern zitierten Künstler steht, sollte unbedingt ein Ohr riskieren. Bestellen kann man das Album auf der Bandseite.
Heute morgen mailen meine Redaktionskollegen, dass es anscheinend in der kompletten Republik schneit. Hier scheint die Sonne. Ob das an Waiting For Louise liegt? Rocktimes
(Ulli Heiser, 26. November 2008)
- shake-baby-shake.blogspot.com
(Heino Walter, 17. Dezember 2008)
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Dieses Jahr hatte ich es einfach, meine Platte des Jahres zu benennen. And
the winner is: NEW TRICKS FOR OLD DOGS !!! Bisher hat die Band Waiting For
Louise als Cover/Band im erweiterten Country-Folk-Bereich von sich reden
gemacht. Ihr neuestes Werk besteht bis auf drei Fremdtitel ausschließlich aus
Eigenkompositionen. "Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch" möchte man bei
so viel Enthusiasmus und lockerer Musikalität, die einem hier präsentiert wird,
titulieren. Die Band schöpft aus einer vieljährigen Erfahrung mit einer breit
gestreuten Plattensammlung als Quelle der Inspiration im Hintergrund. Diese
formte sicher den Geschmack, man kann aber nicht davon sprechen, dass hier
Vorlagen geplündert, Ideen geklaut oder platt abgekupfert wurde. Ganz im
Gegenteil. Guter Geschmack tötet schlechten Geschmack, hat mal irgendein kluger
Kopf tituliert. NEW TRICKS FOR OLD DOGS lässt erst gar keinen Zweifel aufkommen:
hier wird akustische Musik höchster Qualität - und das im Vergleich mit der
internationalen Konkurrenz - geboten.
Zu Beginn grüßt Vater Rhein mit seinen Wellen und leitet den "Small Town
Blues" ein. Ein Statement, welches genauso vom Mississippi hätte untermalt
werden können. Roots-Music kann durchaus eine globale Kunstform verstanden
werden und ist längst kein "Eigentum" anglo-amerikanischer Musiker mehr.
Entspannt und raffiniert geht es weiter: "No Words" und "Multicoloured Darkness"
setzen Akzente, wenn es darum geht, Country-Folk virtuos und dabei stilsicher zu
interpretieren. Dröge Folkies werden sicher die Nase rümpfen, sucht man aber
nach delikaten Songs mit Langzeitwirkung, liegt man hier goldrichtig. Eine
Lieblingsband von "Louise" sind die Go-Betweens. Folgerichtig hat man deren "Finding
You" gecovert. Das passt auch deshalb gut, weil auch die Go-Betweens eine ganz
spezielle, unkonventionelle, mit kleinen Widerhaken versehene
Kompositionstechnik besaßen. Bei "Song To A Tattler" sorgen ein klappriges Banjo
und akzentuiert eingesetztes Schlagwerk dafür, dass der Song spannend aufgebaut
ist. Die Harmonika in "Jennifer Cool" erzeugt "Crime-Feeling". Erzählt wird die
Geschichte einer Liaison, die nicht von Liebe, sondern eher von Gewohnheit und
Abhängigkeit geprägt ist. Es bleibt aber inhaltlich Einiges im Dunkeln, was die
Fantasie anregt. "Miracles" besticht durch sehnsüchtiges Dobro und "Candy Says"
ist eine Lou-Reed-Nummer vom 3. Velvet Underground-Album. Eine bessere
Coverversion dieses Songs habe ich bislang noch nicht gehört. Der Song, der dem
Album seinen Namen gegeben hat, transportiert Gedanken über das Älterwerden und
Weitermachen. Danach noch eine Coverversion: "You Can't Fail Me Now" von Loudon
Wainwright III und Joe Henry. Eine filigrane Ballade, deren intimer Aufbau hier
kongenial nachempfunden wird. Gänsehautgarantie. Zum Abschluss folgt noch ein
ungelisteter instrumentaler Bonus-Track. Nur Gitarre und die Wellen vom Rhein.
The circle is complete.
(Heino Walter, Roadtracks
Heft 27, Frühjahr 2009)
- Deutsche Bands, die im Americana Umfeld agieren sind keine Seltenheit mehr. Dass sie es schwer haben entsprechend wahrgenommen zu werden ist Fakt. Waiting For Louise vom Niederrhein ist so eine Band, die aber alle Aufmerksamkeit verdient. Wie sie an Folk, Country etc. herangehen und ihre Songs umsetzen hat hierzulande immer noch Seltenheitswert. Feingefühl, außerordentliche kompositorische Fähigkeiten und handwerkliches Geschick wird dem Hörer auf „New Tricks For Old Dogs“ geboten. Keine faulen Tricks, vielmehr zehn Songs, die beim ersten Durchlauf noch sehr zurückgenommen klingen, aber ihre wahre Pracht in der Wiederholung offenbaren. Dann fängt man an die zerbrechlichen Melodien mitzusummen, sich zurückzulehnen zu den Klängen, die Michael Mann (Vocals, Guitars, Banjo, Dobro, Mandolin & Harp), Johannes Lehmann (Bass & Vocals) und Detlef Goch (Drums & Percussion) mit Stimme und ihren Instrumenten herbeizaubern. Neben sieben Eigenkompositionen covern sie „Finding You“ von den Go-Betweens, Lou Reeds „Candy Says“ und den Loudon Wainwright/Joe Henry Song „You Can’t Fail Me Now“. Das zeugt nicht nur von gutem Geschmack, sondern auch von eigenständiger Umsetzung ohne den Songs ihren Charakter zu nehmen. Ganz besonders ist Michael Manns Dobro-Spiel hervorzuheben, das immer wieder herrliche Figuren ins Klangbild malt. Eine sanfte Akustikgitarre, hin und wieder Banjo, Mandoline und Harp sowie Manns leicht zittrige, immer mit Feingefühl eingesetzte Stimme. Nicht zu vergessen das federleichte Spiel der Rhythmusgruppe. Alles sehr luftig eingespielt, so dass man das Wasser und die Landschaft des Coverartworks einzuatmen glaubt. „New Tricks For Old Dogs“ ist ein wunderbares Album, das viele Hörer verdient.
MySpace
(Günter Ramsauer, 28. Mai 2009)
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| 10
Songs (Demo #3) |
Mai 2004 |
- Veröffentlichung: Mai 2004
- Format: CDR, 10 Titel, 43:15
- Aufnahme: Homerecording in Spellen von Februar 2001 bis Mai 2004 (Michael Mann),
ausser Schlagzeug auf #1-4 und #8 (24.02.2001 in der Musikfabrik Dinslaken, Tommy Werlich)
- Mix: April/Mai 2004 in der Musikfabrik Dinslaken, Tommy Werlich
- Besetzung:
Detlef Goch (dr, perc)
Michael Mann
(voc, g, bj, md, dobro#)
Petra Schüller (voc, hp, acc)
Johannes Lehmann (bg, db, voc)
Rainer S. Müller
(weissenborn, dobro*, pedalsteel)
- "More Than I Can Do" (Steve Earle)
- "Under The Milky Way" (Steve Kilbey/Karin Jansson)
- "Tupelo Honey" (Van Morrison)
- "Nowhere Man" (Lennon/McCartney)
- "Speed Of The Sound Of Loneliness" (John Prine)#
- "Sugaree" (Jerry Garcia/Robert Hunter)
- "Face Of Appalachia" (Lowell George/John B. Sebastian)
- "What Do You Say To That" (Jim Lauderdale/Melba Montgomery)*
- "I´m Alright" (Kim Richey/Larry Gottlieb/Angelo)
- "Slowpoke" (Neil Young)
- CD ab dem 13.05.2004 erhältlich! Preis: 10€. Bitte hier
über
bestellen
- oder im Onlineshop
von Rocktimes.de
Rezensionen:
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| Live
In Wesel 2001/2003 (Live-Stuff #1) |
Dezember 2003 |
- Veröffentlichung: Dezember 2003
- Format: CDR, 10 Titel
- Aufnahme #1-7: Jugendzentrum Karo, Wesel, am 24.01.2003 von Reinhard Wilczewski
- Aufnahme #8-10: Lutherhaus, Wesel, am 14.07.2001 von Michael Mann
- Mix: Michael Mann, Dezember 2003
- Besetzung:
Detlef Goch (dr)
Michael Mann (voc, g, bj)
Petra Schüller (voc, hp)
Johannes Lehmann (bg,voc)
Rainer Müller (weissenborn,md)
- Ex:
Olaf Hermann (md+, dobro#)
Heinz Hülshorst (db+#)
- "I´m Alright" (Kim Richey/Larry Gottlieb/Angelo Petraglia)
- "More Than I Can Do" (Steve Earle)
- "Gravity Of The Situation" (Vic Chesnutt/Rob Veal)
- "Tupelo Honey" (Van Morrison)
- "Femme Fatale" (Lou Reed)
- "Slowpoke" (Neil Young)
- "Black Muddy River" (Jerry Garcia/Robert Hunter)
- "Sugaree" (Jerry Garcia/Robert Hunter)#
- "I Won´t Back Down" (Tom Petty/Jeff Lynne)+
- "Weather With You" (Neil & Tim Finn)+
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| From
6 To 5 (Demo #2) |
August 2000 |
- Veröffentlichung: August 2000
- Format: CDR, 13 Titel, 54:45
- Aufnahme: Homerecording Spellen und Wesel, Januar 1999 bis Juli 2000 (Michael Mann)
- Mix: Soundfabrik Dinslaken, 23.07.2000 von Tommy Werlich
- Besetzung:
Detlef Goch (dr, perc)
Olaf Hermann (md, dobro, g+)
Heinz Hülshorst (bg)
Michael Mann (voc, g, hp, dobro++, bg#)
Petra Schüller (voc, acc)
- Ex:
Guido Schuchert (bj*, g**, md***)
- "Sophie´s Tune" (Michael Mann)++#
- "Georgia Rae" (John Hiatt)
- "Side Of The Road" (Lucinda Williams)**
- "Tuesday Morning" (Spider Stacey)*
- "Guess Things Happen That Way" (Jack Clement)
- "Walls Of Time" (Bill Monroe/Peter Rowan)++
- "Dawg After Dark" (David Grisman)
- "The Weight" (Robbie Robertson)*
- "Femme Fatale" (Lou Reed)
- "Black Muddy River" (Jerry Garcia/Robert Hunter)**
- "Into The Mystic" (Van Morrison)+***
- "A Song For You" (Gram Parsons)
- "Sophie´s Tune" - Soloversion (Michael Mann)++
- bei uns vergriffen, aber vielleicht gibt es noch Exemplare
...
- ... im Onlineshop
von Rocktimes.de
Rezensionen:
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| Waiting
For Louise (Promotion-CD) |
März 2000 |
CD, 3 Titel
- Besetzung: Detlef
Goch (dr), Olaf Hermann (md),
Heinz Hülshorst (bg), Michael
Mann (voc, g), Guido Schuchert
(bj, g), Petra Schüller (voc)
- Aufnahme: Michael
Mann, Homerecording in Spellen und Wesel, Januar-Dezember 1999
- Roughmix: Michael Mann, März
2000
- "Black Muddy River" (Garcia/Hunter)
- "Side Of The Road" (Lucinda Williams)
- "Tuesday Morning" (Spider Stacey)
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Mr. Morning