| Kim Richey: "Rise" (Lost Highway, Okt. 2002) |
Schwere Entscheidung: aber für mich das
Album des Jahres! Nachdem ich im Frühjahr bereits das Album "Bitter
Sweet" von 1997 im 2nd-Hand-Laden gefunden habe und schwer
begeistert war ("I'm Alright" ist einer der neuen Highlights
im W4L-Programm!) ist Kim Richey meine persönliche Entdeckung des
Jahres. Ich habe gerade beim surfen im Netz lesen müssen,
dass Kim Richey bei ihrem neuen Label Lost
Highway schon wieder rausgeflogen ist! Das Ganze ist ein absoluter
Hohn, denn "Lost Highway" verkauft sich ja selber als ein
Nashville-Label der etwas anderen Art - und macht dann mal jemand wie
Kim Richey so ein tolles Albums, dass eben nicht in das normale Country-Programm
passt, ist das auch nicht richtig. Hoffentlich war's da nicht mit Kim
Richey's Musik-karriere! |
weitere
Highlights ...
| Kelly Willis: "Easy" (Rykodisc, Aug. 2002) |
|
"Her sinous, sensuos, booming, caressing voice
is as comfortable sliding through slow blues as it is belting hot honky-tonk"
(Playboy) Dass die Beweggründe des Playboys für seine Euphorie vielleicht
nicht rein musikalische sind, kann man(n) gut verstehen. Auch ohne Hormonebleibt
zu sagen: Tolle Platte. Tolle Frau. |
| Peter Wolf: "Sleepless" (Epic/Artemis, Sept. 2002) |
Dieses
Album kommt völlig überraschend! Weder konnte man damit rechnen,
dass der ehemalige Sänger der J.Geils
Band überhaupt eine Platte herausbringt - noch eine dermassen
gute! Der Stil liegt irgendwo zwischen Country, Blues und Soul und hat
kaum was mit den üblen Mainstream-Ergüssen der ehemaligen R&B-Truppe
J.Geils Band aus den 80ern zu tun (Remember "Centerfold"?).
Ich würde das Werk am ehesten mit den Rolling Stones in ihrer frühsiebziger
Country(blues)phase vergleichen - nicht nur, weil Mick
Jagger und Keith Richards mitmischen!(15.10.2002) |
Weitere Highlights...
| Kerri Powers: "You, Me And A Redhead" (Leopard Skin, 2001/2002) |
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Dem kann ich nur zustimmen! Obwohl es müßig ist auszukegeln,
ob Kerri oder Tift die Krone gehört. Erwähnenswert ist vielleicht
noch, dass einer der beiden Gitarrenspieler mit Begeisterung einen dieser
alten Fender-6string-Bässe, durch einen Fender-Vibrato gejagt,
einsetzt. Das hat nix mit diesen saudämlichen 5saitern für
Fachblattmucker zu tun. Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere
von euch noch an "Hank The Knife & The Jets"? |
| "Poet - A Tribute To Townes Van Zandt" (Catfish, Jan. 2002) |
Es gibt inzwischen (zu) viele posthum veröffentlichte Livealben von
ihm und auch mehrere Tribute-Alben über ihn: die meisten sind auch
ganz ordentlich (bei diesen Songs kein Wunder!). Jetzt gibt es aber endlich
ein richtig gutes Tribut, eingespielt von den richtigen Leuten! (07.07.2002)
|
| Chris Cacavas: "Bumbling Home From The Stars" (Normal, Feb. 2002) |
Waren die neuen Lieder auf dem Konzert gestern im Weseler JZ Karo für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig, so klingen sie hier auf der neuen Studioproduktion jetzt absolut überzeugend. Glitterhouse schreibt: "Den Titel seines letzten Albums Anonymous
hat Chris Cacavas etwas zu wörtlich genommen, denn fast 4 Jahre
ist er in der Anonymität eines Day-Jobs verschwunden. Gut das er
wieder da ist, denn kann auch mit seinem 6. Album durchweg überzeugen.
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| Norah Jones: "Come Away With Me" (Blue Note, Feb. 2002) |
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| Veranda Music: "Look Of Joy" (iXiXeS, Feb. 2002) |
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Oldiebands, die alte Hits in feuchtfröhlicher
Runde und auf Stadt- und Schützenfesten präsentieren ('Spielt
doch mal "Take Me Home Country Roads..."', 'Wir wollen "Sexy"
hören...', "Sweet Home Allabamma!"). Da reicht es oft,
wenn das Publikum die Lieder wieder erkennen kann. Top40-Kapellen, die die aktuellen Charts rauf und runter spielen und manchmal sogar besser sind als das Original. Revivalbands, die sich akustisch und zum Teil auch optisch ganz dem Werk eines Künstlers verschreiben, mal ehrfürchtig, mal parodistisch. Es gibt zahlreiche solcher Truppen für jeden Geschmack und in jeder Spielklasse. Und es gibt, Gott sei Dank, noch andere Bands, die die Songvorlagen anderer Autoren interpretieren, zelebrieren, verfremden und weiterentwickeln. Zu dieser vierten Art gehört das Hamburger Trio Veranda Music,
das auf dieser Platte scheinbar unvereinbare Zutaten zusammenführt.
Etwas neuere Lieder vom Gun Club
(Jeffrey Lee Pierce), Palace Music
(Will Oldham), den Pixies (Frank
Black) und Depeche Mode auf der
einen Seite, aber auch von Matching
Mole (Robert Wyatt), Joan Armatrading
und Caetano Veloso aus den 70ern.
Sogar "Water Of Love" von den
Dire
Straits gelingt (das Lied ist aber auch von deren tollen ersten
Platte und nicht von einer der unsäglichen späteren Bombastproduktionen
Mark Knopflers). Nur "Father And Son" von Cat
Stevens will mir nicht so recht schmecken, da bin ich wohl aus
meiner Jugendzeit vorbelastet. Diese Platte musste ich mal eine Zeitlang
jeden Abend mindestens 10x hören, da eine Lady, die ich damals
sehr verehrt habe, nun mal gerne Cat Stevens hörte (taten damals
fast alle Ladies) und ungern die Platte auf dem Plattenspieler wechselte.
Was tut man(n) nicht alles für ein bisschen Zuneigung... |
| Chris Cacavas: "Kneel" (Return To Sender, März 2002) |
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| Dolly Varden: "Forgiven Now" (Undertow, April 2002) |
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| Wilco: "Yankee Hotel Foxtrot" (Nonesuch, April 2002) |
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Spätestens bei dem vorletzten Lied "Poor Places" mit
der Telefonstimme, die immer "Yankee, Hotel, Foxtrot" wiederholt,
haben sich die Jungs deutlich vom "Americana-Sound der Anfangszeit
abgesetzt. Und dann am Ende diese Piano-Ballade! Was wohl die "No-Depression"-Jünger
dazu sagen? Mir gefällt's auf jeden Fall! |
| Bruce Robison: "Country Sunshine" (Continental Recors Service/Boars Nest, April 2002) |
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| Cassandra Wilson: "Belly Of The Sun" (Blue Note, April 2002) |
![]() |
| Jim Lauderdale & Ralph Stanley: "Lost In The Lonesome Pines" (Dualtone, Mai 2002) |
Gleichzeitig
ist mit "Hummingbirds" ist bereits
Lauderdales zweite Kollaboration mit Banjospieler Ralph
Stanley, dem Altmeister des Bluegrass, und dessen Band "The
Clinch Mountain Boys" erschienen (für die erste Kollaboration
"I Feel Like Singing Today" von 1999 gab's sogar eine Grammy-Nominierung!).
Auch dieses Album ist voller Klassesongs von Lauderdale und mit "Deep
Well Of Sadness" und "Oh Soul" sind auch hier zwei Songs
in Zusammenarbeit mit Grateful Dead-Texter Robert
Hunter dabei. Im Gegensatz zur Klangvielfalt auf "Hummingbirds"
wird hier aber Hardcore-Bluegrass gebracht. Das Album bleibt im (zwangsläufigen)
Vergleich bei mir momentan nur zweiter Sieger, da ich mich noch nicht
ganz an den Gesang von Ralph Stanley gewöhnt habe. (14.09.2002) |
| Jim Lauderdale: "The Hummingbirds" (Dualtone, Mai 2002) |
Zwei Alben gleichzeitig raus bringen - das ist sicherlich etwas extravagant.
Und wenn man nicht Bruce Springsteen oder Guns'n'Roses heißt sicherlich
auch kommerziell blödsinnig. Aber bei Herrn Lauderdale kann ich mich
so über zwei schöne Alben freuen. Die Zusammenarbeit
mit Ralph Stanley hat sicherlich mehr Presse bekommen, aber ich ziehe
das Album ohne den Altmeister des Bluesgrass vor. |
| Van Morrison: "Down The Road" (Polydor/Exile, Mai 2002) |
Musik
für die Seele! Altmodischer Blues mit viel Mundharmonika und Hammondorgel,
dazu Bläsersätze und Streicher: völlig unspektakulär und sicherlich nicht
so "wichtig" wie "Astral
Weeks", "Tupelo Honey",
"Veedon Fleece" oder "Common
One". Trotzdem - während ich hier sitze und die Platte zum zweiten
Mal höre - merke ich, wie wunderbar entspannend und schön im wahrsten
Sinne des Wortes diese Musik ist! Da will ich gar nicht weiter analysieren.
Na ja vielleicht zwei Bemerkungen: Van's Version von "Georgia On
My Mind" hält locker mit denen von Willie Nelson auf "Stardust"
(1978) oder von "The Band" auf "Islands" (1977) mit.
Irgendwann fragt Van dann noch, was aus P.J. Proby und Scott Walker geworden
ist: das wollte ich auch schon immer wissen!(14.05.2002) |
| The Flatlanders: "Now Again" (Blue Rose/New West, Juni 2002) |
Was für ein Comeback! Vor 30 Jahren hatten
Jimmie Dale Gimore, Joe Ely
und Butch Hancock, die sicherlich
zu den besten texanischen Singer/Songwritern gehören, schon mal eine
Platte herausgebracht, die aber kein Erfolg wurde.(07.07.2002) |
| Phil Lesh & Friends: "There And Back Again" (Columbia, Juni 2002) |
|
Kurzer Hinweis zu den "Friends": waren das bisher dauernd
wechselnde Musiker aus Phils Freundeskreis, so hat sich inzwischen eine
feste Truppe herausgebildet. Zwei Hexer an den Gitarren: Warren
Haynes (Allman Brothers, Government Mule) und Jimmy
Herring (covert auch in der Band Jazz
Is Dead zusammen mit Billy Cobham, Alphonso Johnson und anderen
Jazzrock-Hochkarätern die Songs der Dead), dazu Schlagzeuger John
Molo (Ex-Bruce Hornsby & The Range) und der mir unbekannte
Keyboarder Rob Barraco. |
| Missouri/Green Apple Sea: "By The Time I Get To Phoenix" (Return To Sender, Juni 2002) |
Missouri stammen aus Nürnberg und spielen als schlagzeug-
und bassloses Trio mit Gitarren und alten Analogkeyboards ihre Version
amerikanischer Country(?)- bzw. Pop(?)-Musik, am ehesten noch mit den
gleichfalls schlagzeuglosen Souled American aus Chicago vergleichbar.
Green Apple Sea sind ebenfalls ein Trio, aber in Köln bzw.
Münster beheimatet. Auch ihr Sound ist sehr amerikanisch (Gitarre/Bass/Schlagzeug).
Soweit ich weiss, haben sich beide Kapellen auf der Deutschlandtournee
von Willard Grant Conspiracy als Supportacts kennen- und schätzen
gelernt. Zusammen ging man dann mit dem Pedalsteel-Spieler Mano Nelson
in's Studio, um für die Mailorder-CD-Serie Return To Sender
ein paar eigene Songs und ein paar schöne Coversongs (Nick Drake,
Lou Reed) einzuspielen. Obwohl die Veröffentlichungen in dieser Serie
(bisher 40 CD's) immer eine hohe Qualität haben, war ich dieses mal
doch sehr überrascht: eine richtig, richtig gute Platte, die mich
und vielleicht auch euch auf das sonstige Werk beider Bands neugierig
macht!(14.07.2002) |
| Paul Westerberg: "Stereo"/"Mono" (Interscope/Vagrant, Juni 2002) |
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| Sonya Hunter: "Sun In Mind" (Innerstate, Juli 2002) |
Das
aktuelle Album dieser Sängerin aus San Francisco ist leider gar nicht
mehr in Deutschland veröffentlicht worden. Ich habe meine CD persönlich
von Sonya im Austausch mit einer Waiting For Louise-CD bekommen. Traurig,
dass es für dermaßen schönen Folkpop keine breite Öffentlichkeit
gibt! |
| Tift Merritt: "Bramble Rose" (Lost Highway, Juli 2002) |
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| Railroad Earth: "Bird In A House" (Sugar Hill, Juli 2002) |
![]() |
| Linda Thompson: "Fashionably Late" (Rounder, Juli 2002) |
Mit dieser Platte hat wohl kaum jemand noch gerechnet: 30 Jahre nach ihrer
ersten Zusammenarbeit mit Richard Thompson auf dessen Solodebüt,
20 Jahre nach der letzten Duo-Platte "Shoot
Out The Light" und 17 Jahre nach ihrem letzten Soloalbum knüpft
Linda Thompson nahtlos an "I
Want To See The Bright Lights Tonight" an. Unterstützt wird
sie dabei von ihrem Sohn Teddy Thompson
und bei einem Lied sogar von Ex-Ehemann Richard
Thompson. Dazu kommen viele britische und amerikanische Helden
von Folk und Rock, u. a.: Van Dyke Parks,
Danny Thompson (db), Richard
Greene (vio), Martin Carthy,
Eliza Carthy, Rufus
Wainwright und Chris Cutler
(dr). (12.09.2002) |
| Bright Eyes: "LIFTED or The Story is in the Soil, Keep Your Ear to the Ground" (Wichita Recordings, Aug. 2002) |
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| Solomon Burke: "Don't Give Up On Me" (Epitaph/Fat Possum, Aug. 2002) |
Definitiv
einer der besten Soulsänger auf dem Planeten. Es gibt sicherlich
bekanntere Vertreter des Genres als ihn, aber wenn man Songs von Brian
Wilson, Van Morrison oder anderen Meistern der Liedschreibekunst
geschenkt bekommt - dann sagt das doch wohl eine Menge! Produzent Joe
Henry entwickelt sich immer mehr zu einem Geheimtipp! |
| David Baerwald: "Here Comes The New Folk Underground" (Lost Highway, Sept. 2002) |
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| Dixie Chicks: "Home" (Columbia, Sept. 2002) |
drei
starke Mädels! Und seit längerem mal wieder eine sehr erfolgreiche
Platte, die ich sehr mag. |
| Aimee Mann: "Lost In Space" (V2/Super Ego, Sept. 2002) |
|
Wie man(n) sich doch täuschen kann! Ich hab mir die CD kürzlich
noch mal mit in's Auto genommen und bin auf einmal total begeistert von
Songs, Stimme und Allem! Keine Ahnung, wie ich das bisher nur "ganz
nett" finden konnte! |
| Kathryn Williams: "Old Low Light" (EastWest/Caw, Sept. 2002) |
Diese englische Folksängerin und Songschreiberin habe ich erst recht
spät mit ihrem Coveralbum "Relations"
(vom Herbst 2004) entdeckt und "arbeite" mich nun mit Verspätung
(und Vergnügen!) durch ihr Frühwerk. Besonders überzeugend
finde ich dieses Album, bei dem der von Akustikgitarre, Cello und Kontrabass
getragene Klang von "Relations"
schon voll entwickelt ist. Und dazu kommen jetzt noch diese gelungenen
Eigenkompositionen.(06.04.2005) |
| Johnny Cash: "American IV: The Man Comes Around" (Lost Highway/American, Okt. 2002) |
Der
Schwanengesang des größten Countrysängers aller Zeiten! |
| Kasey Chambers: "Barricades & Brickwalls" (Virgin, Okt. 2002) |
| Thalia Zedek: "You're A Big Girl Now" (Kimchee/Acuarela, Okt. 2002) |
Eine "Zwischendurch"-EP der ehemaligen Sängerin von
Live Skull und
Come mit zwei schönen Coversongs,
die jeweils zu meinen Favoriten bei den Autoren gehören: Lou Reeds
"Candy Says" und Bob Dylans "You're A Big Girl Now".(07.06.2009) |
| Laura Cantrell: "When The Roses Bloom Again" (Diesel Only, Nov. 2002) |
Bei dieser CD weiß ich jetzt nicht so recht, wo ich sie anpreisen
soll: eigentlich ist sie nicht wirklich "frisch", aber auf jeden
Fall noch kein Fall für die Grabbelkiste.
Vor ein/zwei Jahren hatte ich schon mal versucht, die CD bei Glitterhouse
zu bestellen - sie war aber leider schon ausverkauft. Jetzt gibt es ein
"kleines Hype" um Laura Cantrell, sie gilt als der neue Stern
am "Alternative-Country-Himmel", was immer das auch bedeuten
soll. Es handelt sich aber in jedem Fall nicht um Nashville-Massenware,
sondern um altmodische, handgemachte Musik, also "traditionelle"
Country-Musik, so wie sie auch von Gillian Welch gepflegt wird.
Elvis Costello soll ein Fan sein und die für eine "Nachwuchskünstlerin"
mit über 30 Jahren bereits zu alte Sängerin musste erst von
Nashville nach New York "auswandern" (wo sie beim Radio arbeitet)
um "entdeckt" zu werden. Zwar schreibt Laura Cantrell auch eigene
Lieder, aber es sei besonders eine Coverversion empfohlen, die deutlich
macht, warum ich so viel Spaß an solchen Aufnahmen habe: "Conquerer's
Song" von Dave Schramm! Tja - die Schramms
muss ich mir wohl unbedingt mal wieder anhören! Ebenfalls ein wunderbares
Album!(31.07.2005) |
| Beth Gibbons & Rustin Man: "Out Of Season" (Go Beat, Nov. 2002) |
|
|
| Hank Dogs: "Half Smile" (SpinArt, Nov. 2002) |
|
|
| Nicolai Dunger: "Tranquil Isolation" (Virgin/Dolores, Dez. 2002) |
Ein neues Talent aus Schweden zu Gast bei Will Oldham. Spät entdeckt.(22.08.2004) |
| The Falcons: "Fallen" (Aurora, 2002) |
|
"I have just spent an hour on the waiting4louise site. Brilliant! I guess that you must like the Byrds/Eagles/Parsons as I do. On your website, among the LPs on the 1974 and 1975 pages are the Starry Eyed and Laughing releases. Did you know that Tony Poole playing in a band named the Falcons has released another record in 2002? I bought a copy direct from him - via mail -and can only say that it is really good, and captures the jangle sound but with a good country feel. ... Keep up the good work with the reviews!" Ich habe schließlich ebenfalls über Email mit Tony Poole Kontakt aufgenommen und mir sowohl die um unveröffentlichtes Material und ein schönes Booklet erweiterte Neuauflage der beiden alten Starry Eyed & Laughing-Alben und natürlich auch die neue CD besorgt. Zu den alten SEAL-sachen brauche ich wohl nichts mehr sagen. Bei den Falcons knüpft Tony Poole zusammen mit dem alten SEAL-Sänger und Bassisten Ian Whitmore nahtlos an die alten Zeiten an. Das will heißen: Gesang und vor allem die 12saitige Ricky klingen so schön wie gehabt oder sogar noch besser. Der Byrds-Einfluss ist immer noch unüberhörbar. Manchmal erinnert es mich aber auch ein wenig an die Schotten von Del Amitri, bei denen ja auch der Bassist singt. Wie schon Jim Wood sagte klingt es ein klein wenig mehr nach Country als damals: Poole und Whitmore hatten eigentlich vor, sich über Demoaufnahmen als Nashville-Songwriter zu etablieren, Aus diesen Plänen wurde zwar nichts, aber es entstand diese neue Band. Nur im Opener "The Devil Made Me Do It" wird etwas zu sehr zum Nashville-Mainstream á la Garth Brooks und Konsorten geschielt, ohne deren produktionstechnische Möglichkeiten zu haben: entsprechend unangenehm klingen Schlagzeug und Keyboards bei dem Stück. Der Rest der CD ist Gott sei Dank wunderschön, sodass man Track #1 wohl als Ausrutscher abhaken kann. Wenn ich jetzt den einen oder anderen neugierig gemacht habe: wendet
Euch direkt an Tony Poole (
). Im übrigen ist Tony ein sehr netter Mensch, mit dem ich mich
sehr schnell und freundlich via Internet ausgetauscht habe. |
| Loretta: "La Capitale Des Douleurs" (Naïv, 2002) |
|
Laut Info auf der Webseite von Naïv ist das Album vom britischen
Meister Roger Willoughby produziert worden, der auch schon
die Weather Prophets und Badly
Drawn Boy betreut haben soll. Im Netz lässt sich aber über
diesen Mann aber leidern nichts ergoogeln: vermutlich soll das wieder
ein kleiner Insiderwitz sein, denn der einzige Herr Willoughby, den
ich finden konnte, ist der Name von Rock Hudson in einem Film
aus lang vergangenen Zeiten, in dem er einen Mann spielt, der als Verkäufer
für Angelbedarf einen Bestseller über den Angelsport schreibt,
ohne selber Angeln zu können, worauf dann die typischen komödiantischen
Verwicklungen beginnen. Ich kann mich - glaube ich - sogar noch an den
Film erinnern. |
Nada Surf: "Let Go" (Virgin/Labels, Okt. 2002) |
Gefunden in der Grabbelkiste!(14.10.2005) |
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| Erstellt: 22.12.2002 | Letzte Aktualisierung: 29.08.2010 10:41 | 11096 Besucher seit dem 22.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |
Das Album des Jahres

"2002er
Album, ihr zweites für Ryko, nach dem denkwürdigen und über
und über (und immer wieder zu Recht) gelobten
Dieses
Album kommt völlig überraschend! Weder konnte man damit rechnen,
dass der ehemalige Sänger der
"das
ist eine der aufregendsten neuen Entdeckungen im Frauen-Americana-Lager
der jüngeren Zeit! Powers legt mit diesen fulminanten 11 Tracks
ein geradezu überragendes Album hin, das man sich zum Beispiel
von einer Tift Merritt sehnlichst gewünscht hätte! Stimmlich
und stilistisch begibt sich die junge Frau aus Boston auf die Spuren
von Shelby Lynne und Mary Chapin Carpenter, Rory Block und Kelly Willis,
mit klaren Spuren von Tammy Wynette und Patsy Cline, die sich eindrucksvoll
durch Gesang und Texte ziehen. Kraftvoll und verwundbar zugleich besteht
sie mit Bravour ihre Frauensicht der Dinge in Songs wie 'Hard Road I
Ride', 'Battle Row', 'Don't Tell Me', '4 Wheel Drive'. Ihre cajun-getränkte
"mein-Truck-ist-mir-näher-als-meine-Liebe"-Hymne 'F-150'
ist der perfekt inszenierte Rollentausch - immerhin aus eigener Erfahrung!
Aber nicht nur wegen solcher Stories überzeugen ihre Songs, sie
sind clever und punktgenau, wiedererkennbar und sehr erdnah - mit ganz
viel Southern Flair. Genau wie die exzellente Produktion von Crit Harmon,
der bereits mit Arbeiten für Martin Sexton, Catie Curtis und besonders
an der Seite von Mary Gauthier auffiel. Feat. Harmon (E-Gitarre) und
Steve Sadler (akustische, elektrische, Lap Steel Gitarren, Dobro) an
den Saiten, dazu ein Keyboarder/Akkordionspieler sowie die Rhythm Section
der Swinging Steaks!" (Glitterhouse)
Was
für einige merkwürdige Veröffentlichungspolitik? Kurz
nach "


Gleichzeitig
ist mit "
Musik
für die Seele! Altmodischer Blues mit viel Mundharmonika und Hammondorgel,
dazu Bläsersätze und Streicher: völlig unspektakulär und sicherlich nicht
so "wichtig" wie "
Hier
kommt mein Outing: Natürlich nicht, dass ich ein großer Dead-Fan
bin- warum sollte man das auch verbergen? - sondern dass ich auf die
TV-Serie "Nash Bridges" stehe. Mit den Hauptdarstellern
Missouri stammen aus Nürnberg und spielen als schlagzeug-
und bassloses Trio mit Gitarren und alten Analogkeyboards ihre Version
amerikanischer Country(?)- bzw. Pop(?)-Musik, am ehesten noch mit den
gleichfalls schlagzeuglosen Souled American aus Chicago vergleichbar.
Green Apple Sea sind ebenfalls ein Trio, aber in Köln bzw.
Münster beheimatet. Auch ihr Sound ist sehr amerikanisch (Gitarre/Bass/Schlagzeug).
Soweit ich weiss, haben sich beide Kapellen auf der Deutschlandtournee
von Willard Grant Conspiracy als Supportacts kennen- und schätzen
gelernt. Zusammen ging man dann mit dem Pedalsteel-Spieler Mano Nelson
in's Studio, um für die Mailorder-CD-Serie Return To Sender
ein paar eigene Songs und ein paar schöne Coversongs (Nick Drake,
Lou Reed) einzuspielen. Obwohl die Veröffentlichungen in dieser Serie
(bisher 40 CD's) immer eine hohe Qualität haben, war ich dieses mal
doch sehr überrascht: eine richtig, richtig gute Platte, die mich
und vielleicht auch euch auf das sonstige Werk beider Bands neugierig
macht!
`Stereo´,
die Rückkehr ins Gehörtwerden, bietet absolute Authenzität:
So wie er früher trank und rockte und es auch danach klang, steht
für ihn nun das Alltagsleben im Vordergrund. Kommt dann eine Songidee,
geht es nachts ab in den Keller. Überwiegend solo mit akustischer
Gitarre, ohne Overdubs, und wenn das Band zu Ende ist, dann endet eben
auch schon mnal abrupt der Song. Westerbergs Lieder geraten so weniger
spektakulär als früher: `Baby Learns To Crawl´, `Boring
Enormous´ ... einer von uns und damit inzwischen leichter zu überhören.
Wäre da nicht auch noch die Bonus-CD `Mono´: Elf Tracks seines
alter Egos Granpaboy. Elfmal Paule, wie er herzrefrischend rockt und
rüpelt, als zöge es ihn wieder mit den Replacements auf die
Bühne die wahre Schokoladenseite des Albums. (TIP
Berlin)
Das
aktuelle Album dieser Sängerin aus San Francisco ist leider gar nicht
mehr in Deutschland veröffentlicht worden. Ich habe meine CD persönlich
von Sonya im Austausch mit einer Waiting For Louise-CD bekommen. Traurig,
dass es für dermaßen schönen Folkpop keine breite Öffentlichkeit
gibt!

Definitiv
einer der besten Soulsänger auf dem Planeten. Es gibt sicherlich
bekanntere Vertreter des Genres als ihn, aber wenn man Songs von Brian
Wilson, Van Morrison oder anderen Meistern der Liedschreibekunst
geschenkt bekommt - dann sagt das doch wohl eine Menge! Produzent Joe
Henry entwickelt sich immer mehr zu einem Geheimtipp!
drei
starke Mädels! Und seit längerem mal wieder eine sehr erfolgreiche
Platte, die ich sehr mag.
Der
Schwanengesang des größten Countrysängers aller Zeiten!
Wie schon auf ihrem ersten Werk 'Bareback' von 1998 hält der legendäre
Produzent
Diese
CD ist natürlich nicht neu, aber fand ihren Weg erst vor kurzem
zu mir. Ein Dankeschön an das WorldWideWeb. Aber lest selbst, was
mir Jim Wood neulich geschrieben hat: