Das
Album des Jahres
| Van Morrison: "Tupelo Honey" (Warner Bros., Okt. 1971) |
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weitere
Highlights ...
| Tim Buckley: "Starsailor" (Straight, Jan. 1971) |
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| Janis Joplin: "Pearls" (Columbia, Jan. 1971) |
Ähnlich
wie bei Otis Redding und "Dock
Of The Bay" erschien das beste Album von Janis mit ihrem größten
Hit "Me And Bobby McGee", geschrieben von Kris
Kristofferson, erst nach ihrem frühen Tod. |
| Danny O'Keefe (Atlantic/Cotillion, Jan. 1971) |
Das
Debüt mit seinem einzigen Hit "Good Time Charly Got The Blues". |
| Ian Matthews: "If You Saw Thro' My Eyes" (Vertigo, Jan. 1971) |
Nach
dem Ausstieg bei Fairport Convention
machte Matthews zuerst Countryrock mit der Band Matthews
Southern Comfort und hatte dabei mit Joni Mitchells "Woodstock"
Ende 1970 sogar einen #1 Hit in England. Während "Woodstock"
noch in den Charts stand, waren Southern Comfort für Matthews aber
längst schon wieder Vergangenheit und er hatte sein nächstes
Soloalbum bereits im Kasten. "If You Saw..." präsentiert
eine interessante Begleitband: an den Gitarren der alte Fairport
Convention-Kollege Richard Thompson, Tim Renwick und
Andy Roberts, mit dem Matthews kurz darauf die
Band Plainsong gründet. Die
Rhythmusgruppe, Drummer Gerry Conway (spielt seit 1998 bei Fairport
Convention!) und Bassist Pat Donaldson, kommen von Fotheringay,
deren Sängerin Sandy Denny (Ex-Fairport Convention!) auch
auf einigen Songs am Piano dabei ist. Wir hören hauptsächlich
eigenes Material von Matthews, was bei ihm damals eher die Ausnahme war,
aber auch zwei sehr schöne Lieder von Richard
Farina ("Reno, Nevada" und "Morgan The Pirat"). |
| Quicksilver Messenger Service: "What About Me" (Capitol, Jan. 1971) |
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| Can: "Tago Mago" (Liberty/Spoon, Feb. 1971) |
In
den frühen 70ern gab es nur ganz wenige deutsche Bands, die eigenständig
neben der angloamerikanischen Übermacht bestehen konnten. Eine davon
war Can. Auf dieser Platte wurden die Urmitglieder Holger Czukay,
Michael Karoli, Irmin Schmidt und Jaki Liebezeit
durch den japanischen Sänger Damo Suzuki unterstützt. |
| Crazy Horse (Reprise, Feb. 1971) |
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"In the beginning, there was The Horse. Then Danny Whitten died. And we never got to know what he might have written after such classics as 'I Don't Want To Talk About It'. Yes, that's right, the song that became one of Rod Stewart's greatest hits. Here sung by Danny Whitten in an achingly beautiful way. But there are more hilights: 'Downtown', 'Look At All The Things', 'Dirty, Dirty', 'Dance, Dance, Dance', to name but a few. All performed by a band at its peak. Crazy Horse was a truly amazing American rock band in 1971." |
| Crosby, Stills, Nash & Young: "Four Way Street" (Atlantic, Feb. 1971) |
Auf
diesem Livealbum waren die vier (+ 2 Begleiter) in absoluter Höchstform.
Sowohl akustisch ("Wooden Music"), als auch elektrisch. Eines
meiner Alltime-Fave's unter Livealben. |
| David Crosby: "If I Could Only Remember My Name" (Atlantic, März 1971) |
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| Man (United Artist/Liberty, März 1971) |
Titelloses
drittes Album meiner Helden und erstes Album bei United Artists nach 2
für meinen Geschmack zu unausgegorenen Alben bei Pye. Wegen
des sich dauernd drehenden Besetzungskarussell hier dazu ein Hinweis:
es ist die Premiere der klassischen und bekanntesten Rhythmusgruppe mit
Martin Ace am Bass und Terry Williams am Schlagzeug. Wie
immer mit Mickey Jones und noch immer mit Deke
Leonard an den Gitarren. An der Orgel Clive
John. Enthält den Konzertklassiker "Romain". |
| Caravan: "In The Land Of Grey And Pink" (Decca/Deram, April 1971) |
"In the Land of Grey and Pink" gilt vielen als das beste Caravan-Album.
Das zentrale Stück des Albums ist "Nine Feet Underground",
das die ganze zweite Seite einnimmt, ein echtes Meisterwerk. Dabei ist
es von seinem Aufbau her eigentlich gar nicht besonders komplex, es ist
"nur" ein 23 Minuten dauerndes perfektes Zusammenspiel der vier
Musiker, wobei vor allem David Sinclairs wilde Orgel- und Synthieausbrüche
und der Gesang von Bassist Richard Sinclair hervorstechen, während
die Gitarre von Pye Hastings, wie bei allen frühen Caravan-Werken,
als Soloinstrument keine besondere Rolle spielt. Die Kräfteverteilung
ist für Rockbands zwar ungewöhnlich, aber nicht unangenehm zu
hören.
Aber auch die vier kürzeren Songs sind nicht zu verachten. "Winter Wine" ist ein weiteres Meisterwerk, mit schönem Mellotroneinsatz über treibendem Schlagzeug. "Golf Girl" hat eine witzige Posaunen(!)-Melodie und ist ein echter Ohrwurm. |
| The Doors: "L.A. Woman" (Elektra, April 1971) |
Das
letzte Album mit Jim Morrison mit meinen absoluten Lieblingssongs der
Band ("Riders On The Storm" und dem Titelsong), obwohl Jim
Morrison damals zumindest körperlich schon auf dem absteigenden
Ast war. Auch die Band brilliert: Robbie Krieger an der Gitarre
war danach nie mehr so gut, Ray Manzarek war der König des
E-Pianos! |
| Rolling Stones: "Sticky Fingers" (Rolling Stones, April 1971) |
Die
Platte mit dem Reißverschluss (ich habe leider nur eine billige italienische
Pressung OHNE) und tollen Songs: "Brown Sugar", "Wild Horses",
"Sister Morphine" (Ry Cooder glänzt mit erstklassiger
Slidegitarre und Jack Nietzsche am Piano!) und natürlich "Dead
Flowers". |
| Bridget St. John: "Songs For The Gentle Man" (Dandelion, April 1971) |
Lost & Found!
(02.12.2008)
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| Head, Hands & Feet (Capitol, Mai 1971) |
Hand,
Hands & Feet aus England machten zum falschen Zeitpunkt am falschen
Ort virtuosen Countryrock. Nach drei tollen Platte (hier die erste als
Beispiel) war wieder Schluss. Hervorzuheben ist aus der Band ist Albert
Lee, der als Engländer in Amerika danach als Gitarrist von Emmylou
Harris' Hotband den Amis zeigte, wo der Hammer der Countrygitarre
hängt. |
| Pink Fairies: "Neverneverland" (Polydor, Mai 1971) |
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| Pink Floyd: "Relics" (EMI/Starline, Mai 1971) |
Kürzlich
aus völlig unerfindlichen Gründen für mich wieder entdeckt: Pink Floyd
in den frühen bis mittleren 70ern. Vor allem mein Lieblinxalbum "Wish
You Were Here", das erste, das ich mir damals neu angeschafft
hatte, der Megaseller "Dark Side
Of The Moon", aber eben auch "Relics", die Resteverwertung
von 1971 mit den frühen Singles von Syd Barrett aus der Zeit von
1967 bis 69. Die Platte kam auf einem Billiglabel von EMI heraus und gab
es sogar beim Lebensmittelladen in Friedrichsfeld zu kaufen, der ungefähr
10 Platten á 10 DM zu Auswahl hatte. Daran kann ich mich noch erinnern,
aber nicht warum ich die Platte damals dann doch nicht gekauft habe. Vor
ein paar tagen habe ich das jetzt nachgeholt.(05.01.2009) |
| Hollies: "Distant Light" (EMI, Juni 1971) |
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| Joni Mitchell: "Blue" (Reprise, Juni 1971) |
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| Graham Nash: "Songs For Beginners" (Atlantic, Juni 1971) |
Mit fast der gleichen Mannschaft wie sein Kumpel David
Crosby war auch Graham Nash im Studio (natürlich Crosby, Neil
"Joe Yankee" Young, kein Stills, Jerry Garcia und Phil
Lesh von den Grateful Dead, Dave Mason, David Lindley,
Rita Coolidge, u. a.). Oder war das eine einzige große
Session, die dann getrennt auf zwei Alben verteilt wurde? Völlig
egal, solange dabei solch schöne Dinge entstehen. Graham wird ja
gerne als das Leichtgewicht von CSNY bezeichnet, aber dieses sein Debütalbum
ist auf jeden Fall gelungen, nicht zuletzt Dank erstklassiger Songs ("Simple
Man", "Chicago", etc.) |
| The Allman Brothers Band: "At Fillmore East" (Capricorn, Juli 1971) |
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| The Moody Blues: "Every Good Boy Deserves Favour" (Threshold, Juli 1971) |
Album
#6 der berühmten sieben Klassiker der Moody Blues vom '67 Werk
"Days Of Future Passed" bis
zu "Seventh Sojourn"
im nächsten Jahr, anschließend gab's eine Pause und mehrere Reunions ohne
interessante Ergebnisse. Der Albumtitel ist - so weit ich weiß - ein Merkspruch
für die Töne E, G, B (H im Deutschen), D und F, wobei mir gerade nicht
einfällt, wofür diese Melodie steht. Ohne das F wäre es der E-Moll-7-Akkord,
falls das jemanden interessiert. |
| Procol Harum: "Broken Barricades" (Chrysalis, Juli 1971) |
Eine
meiner ersten selbst gekauften Langspielplatten - und fast wieder vergessen!
Ich kannte damals zwar (wie jeder!) die Single "A Whiter Shade Of
Pale", war aber überhaupt kein Fan der Band, die zu diesem Zeitpunkt
auch schon lange nicht mehr auf ihrem kommerziellen Höhepunkt war.
Außerdem kosteten LPs damals 22 DM und es gab ganz selten billige Pressungen
für 10 DM. Zu denen gehörte eben auch "Broken Barricades",
das 3 Jahre nach Neuerscheinung wohl schon verramscht wurde, unter Verzicht
auf das aufwändige Cover der Originalausgabe (die Köpfe der
Musiker sind auf der Innenhülle, das Außencover hat an dieser Stelle
ausgestanzte Löcher!). Was sich jetzt viele vielleicht nicht vorstellen können, die diese Band nur von ihren "Klassikrockhits" kennen: "Broken Barricades" rockt ganz wunderbar, ist eine Sternstunde des Gitarristen Robin Trower, der kurz danach die Band verließ, um eine Solokarriere mit einem Heavy-Bluesrock Trio im Jimi Hendrix-Stil zu starten. Besonders gelungen finde ich die erste Nummer "Simple Sister" mit einem tollen Gitarrenriff, das von Deep Purple inspiriert war, wie man dem Begleitheft zur neuen CD-Ausgabe entnehmen kann, sowie der Titelsong und "Power Failure". Beim Hören der neuen CD (wieder mit den "Originallöchern" im Cover!) wird mir plötzlich klar, welches Juwel da über 30 Jahren in meinem Plattenregal schlummerte! Erinnert wurde ich kürzlich von einer nächtlichen Beatclub-Wiederholung auf einem der dritten Programme, in der die Band "Salty Dog" und die Songs dieses damals neuen Album brachte. (08.01.2006) |
| Rod Stewart: "Every Picture Tells A Story" (Mercury, Juli 1971) |
Rods
Frühwerk wird gerne unterschätzt. Bevor er Mitte der 70er zum
absoluten Rockstar aufstieg, hat er wunderbare Platten voller Blues, Folk
und Rock mit tollen Eigen- und Fremdkompositionen gemacht. Auf diesem
Album mit dem zugegebenermaßen furchtbaren Cover befindet sich der Megahit
"Maggie May" (gehört neben "Battle Of Evermore"
und "Losing My Religion" zu meinen Lieblingshits mit Mandoline).
Gecovert wird Dylan ("Tomorrow Is A Long Time") und Tim Hardin
("Reason To Believe"). |
| The Beach Boys: "Surf's Up" (Brother, Aug. 1971) |
Dieses
Album wäre nicht in meiner Liste, befänden sich da nicht am
Ende der B-Seite zwei grossartige Brian Wilson-Songs: "'Til
I Die" und "das Titelstück "Surf's Up", das noch
von den 67er Aufnahmesessions zum nie fertig gestellten Album "Smile"
stammt, quasi der Schwanengesang der Beach Boys. Letzteres gibt es übrigens
mit einer überwältigend virtuosen Gesangsleistung von Vince
Gill, David Crosby und Jimmy Webb auf dem letztjährigen
Brian-Wilson-Allstar-Tribute. |
| Gene Clark: "White Light" (A&M, Aug. 1971) |
Nach guten, aber kommerziell erfolglosen Kollaborationen mit den
Gosdin Brüdern und Doug
Dillard im neuen Jahrzehnt endlich das echte
Solodebüt. Eine wunderschöne Countryrockplatte mit exzellenter
Begleitband (Jesse Ed Davis, Ben Sidran, Gary Mallaber,
Mike Utley, Chris Ethridge). Anspieltipps: "With Tomorrow"
oder "Tears Of Rage" von Bob Dylan/Richard Manuel. |
| "Gila" (BASF, August 1971) |
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| Tim Hardin: "Bird On A Wire" (Columbia, Aug. 1971) |
Ein unbekanntes und meiner Meinung nach völlig unterbewertetes Album
des Mannes, der Mitte der 60er mit "Tim
Hardin 1" und "Tim Hardin 2" zwei Klassiker mit Unmengen
großartiger eigener Songs wie zum Beispiel "Reason To Believe"
und "The Lady Came From Baltimore" veröffentlichte. Wahrscheinlich
war das Publikum unzufrieden, dass Hardin sich auf diesem Album, das sein
letztes in den USA aufgenommenes Studioalbum werden sollte, nicht als
Komponist, sondern vor allem als Interpret von Fremdmaterial hervortat,
etwa dem von Leonard Cohen stammenden Titelsong, aber auch Klassikern
wie "Satisfied Mind" oder "Georgia On My Mind". Ich
kenne inzwischen zahlreiche Versionen von "Bird On The Wire",
aber diese hier ist mir am allerliebsten!Ach ja: die Begleitmusiker stammen zum größten Teil aus dem Jazzbereich und sorgen für einen wundervollen Klanghintergrund für Hardins Stimme, die trotz der ganzen Drogenprobleme des Mannes im Mittelpunkt dieser Platte steht, u. a. Ralph Towner, Colin Walcott und Glenn Moore von den damals noch nicht (oder gerade erst?) gegründeten Oregon, sowie Josef Zawinul und Miroslav Vitous von Weather Report. |
| The Mahavishnu Orchestra: "The Inner Mouning Flame" (Columbia, Aug. 1971) |
Als mir ein Freund diese Platte damals vorgespielte, konnte ich
damit zuerst nichts anfangen. Erst später wurde mir klar: eine der
Sternstunden des Jazzrock. Der Engländer John McLaughlin an
der Gitarre, Jan Hammer aus Polen an den Keyboards und der kanadische
Geiger Jerry Goodman: Die drei spielten sich so schnell und gekonnt
die Bälle zu, dass man manchmal nicht wusste, wer da gerade brillierte.
In der Rhythmusgruppe stand neben Billy Cobham der irische Bassist
Rick Laird. Letzterer übrigens der einzige in dieser Truppe,
der es danach nicht zu Weltruhm brachte. Hier hatten sich also 5 Virtuosen
gefunden, die eine gewaltige Musik erschufen, welche im Gegensatz zu vielen
anderen Jazzrockproduktionen danach nicht reine Technikdemonstration war
(sagen wir ruhig: instrumentale Wichserei: je schneller, desto besser). |
| The Who: "Who's Next" (Polydor/Track, Aug. 1971) |
Das habe ich gerade erst mit der wiederveröffentlichten CD entdeckt:
nicht "Tommy" oder "Quadrophenia" sind Pete Townsends
Meisterwerke, sondern diese "Verlegenheitsproduktion" mit Songs
eines unvollendeten Film- und Musical-Projekts in der Tommy-Nachfolge.
Roger Daltrey singt genial, Keith Moon trommelt nicht nur
eigenwillig, sondern ebenfalls genial. John Entwhistle an Bass
und Blasinstrumenten spielt wie immer in einer eigenen Liga und Pete
Townsend ist nicht nur einer der besten Rockkomponisten und Rhythmusgitarristen,
sondern erfindet hier so ganz nebenbei mit seinem revolutionären
rhythmischen Einsatz des Synthesizers die Techno-Musik! Denkt an "Baba
O'Riley"! Leider fehlt nur das ähnliche Lied "Join Together",
das ebenfalls ein Überbleibsel des Musicals war und nur als Single
herauskam. Die hatte ich damals mit knapp 12/13 Jahren meinem besten Freund
Peter zum Geburtstag geschenkt und die anderen Gratulanten, die Platten
von "Sweet", "Middle Of The Road" und dergleichen
anschleppten, ganz klar ausgestochen! |
| Sandy Denny: "The North Star Grassman & The Ravens" (Island, Sept. 1971) |
Erstes Soloalbum von Englands bester (Folk-) Sängerin und Songschreiberin
nach ihrem Ausstieg bei Fairport Convention
und dem musikalisch grandiosen, aber (kommerziell?) erfolglosen Fotheringay-Intermezzo.
Da ich das Album aber erst einige Jahre später hörte (Hey Folks:
ich war erst zwölf Jahre alt bei Erscheinen!) und mein Einstieg über
den Nachfolger "Sandy" von
1972 geschah, ist es aber im Gegensatz zu vielen anderen Leuten "nur"
mein 2.Lieblingsalbum von ihr. |
| Frumpy: "2" (Philips, Sept. 1971) |
Das war damals sicherlich eine der besten deutschen Rockband, zwar populär,
aber nicht so kultig, weil sie nicht nach Krautrock, sondern sehr international
klangen und dieses Album #2 war sicherlich ihr bestes Album und enthält
gerade mal vier Lieder, alle so um die 10 Minuten (so machte man das damals!),
darunter mit "How The Gypsy Was Born" einen absoluten Klassiker.
Viele Leute bevorzugen das Live-Doppelalbum (so was machte man damals!),
aber ich mag dessen muffigen Sound nicht so sehr. Inga Rumpf war
(und ist immer noch!) eine der besten deutschen Rocksängerinnen.
Jean-Jacques Kravetz spielt eine der besten Hammonds der damaligen
Zeit (und verdient heutzutage sein Geld bei Udo Lindenberg und Peter Maffay).
Neuzugang Rainer Baumann war ein richtig toller Gitarrist. |
| Guru Guru: "Hinten" (Ohr, Sept. 1971) |
Für viele Leute nicht erste Wahl, wenn's um Guru Guru geht, da auf
der ersten Platte "UFO" noch
experimenteller und später kommerzieller gearbeitet wurde. Ich habe
die Platte mit dem tollen Arsch schon seit 1974: keine Ahnung, wie ich
damals mit 15 auf diese Musik gekommen bin! Trotzdem eine der Sternstunden
des "Space-Gitarren-Trio-Rocks". |
| New Riders Of The Purple Sage (Columbia, Sept. 1971) |
Die
New Riders wurden von Jerry Garcia (Grateful Dead) und seinem alten
Kumpel John Dawson (mit dem er "Friend Of The Devil"
schrieb!) gegründet, um Jerry Garcia, der nie mit einer Band alleine
ausgelastet war, Platz für seine Pedalsteel-Experimente einzuräumen.
Mit dabei war auch der Gitarrist David Nelson. Die Rhythmusgruppe
bestand aus Dave Torbert (später bei Kingfish)
und Spencer Dryden (Ex-Jefferson
Airplane). Der Sound war zwar Country(rock), aber immer aus der Hippie-Perspektive. |
| Judee Sill (Asylum, Sept. 1971) |
Lost And Found!(23.02.2006) |
| Howlin' Wolf: "The London Howlin' Wolf Sessions" (Chess, Sept. 1971) |
Das
war im Jahr 71 ein kleiner Modetrend: Schick' die Blueshelden nach London
und lass sie dort mit den jungen, aufstrebenden Rockstars aufnehmen. Bei
Howlin' Wolf und B.B.King ging das ganz gut. Ähnliche
Versuche von Muddy Waters und Chuck Berry waren nicht so
erfolgreich. Bei dieser Session waren u. a. dabei: Eric Clapton,
Steve Winwood, Bill Wyman, Charlie Watts und Klaus
Voormann, aber auch Wolf's Stammgitarrist Hubert Sumlin. |
| Rita Coolidge: "Nice Feelin'" (A&M, Okt. 1971) |
Das zweite Album von der Frau, die Leon Russell zu "Delta
Lady" inspiriert hat. Später war sie lange mit Kris Kristofferson
sowohl in Lebens- als auch Sangespartnerschaft. Als Begleitband fungieren
die sehr guten "Dixie Flyers" (u.a. Mark Benno, Mike
Utley und Sammy Creason). Auch das Songmaterial ist exquisit
(Frau Coolidge komponierte nicht selber): Neil Young, Bob Dylan, Graham
Nash und Dave Mason. |
| Marvin Gaye: "What's Goin' On" (Motown, Okt. 1971) |
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| The Grateful Dead: "Skull-Fuck & Roses" (Warner, Okt. 1971) |
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| Hawkwind: "In Search Of Space" (United Artists, Okt. 1971) |
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Die zweite Platte von meiner damaligen Lieblingband mit dem tollen Klappcover
und einem kompletten SF-Roman als Beiheft: solche Platten werden heute
nicht mehr gemacht! Keiner meiner Freunde verstand damals, was ich als
Nichtraucher und deshalb auch NICHTRAUCHER GEWISSER ILLEGALER SUBSTANZEN
an dieser abgedrehten Musik nur finden konnte: ich antwortete immer nur
"ich bin naturstoned". Nun ja. Außerdem stehe ich total
auf diesen "Science-Fiction-Kindskram": wunderbarer Trash (z.B.
der heimliche Hit "Master Of The Universe" vom Saxofonisten
Nik Turner , das folkige "We Took The Wrong Step Years Ago"
mit 12saitiger Akustikgitarre). Der 15minütige Opener "You Shouldn't
Do That" könnte, wenn er doch bloss kürzer wäre und
kein Elektronikgefiepe hätte, sogar glatt als Punkrock durchgehen
(den es damals ja noch gar nicht gab!). |
| B.B. King: "In London" (ABC, Okt. 1971) |
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Anspieltipps: "Ghetto Woman" (mit tollen Streichern) und "Caldonia" (haben wir mit den Rusty Nails gerne gecovert) |
| John Lennon: "Imagine" (EMI/Parlophone, Okt. 1971) |
Allein
wegen dem Titelsong und "Jealous Guy" kann diese Lennon-Platte
nicht hoch genug gelobt werden! Nach der eher spröden "Plastic
Ono Band" war er mit Single und Album auf Platz 1 der Charts. |
| Lindisfarne: "Fog On The Tyne" (Charisma, Okt. 1971) |
Englische
Folkrocker um den Songschreiber Alan Hull und den Mandolinen- und
Harpspieler Ray Jackson mit großer Breitenwirkung beim Rockpublikum.
Dieses zweite Album der Band hat übrigens der Amerikaner Bob Johnston
(remember "Blonde On Blonde"
and "Songs From A Room"?)
produziert! |
| Pentangle: "Reflection" (Transatlantic, Okt. 1971) |
Bereits das fünfte Album einer der besten britischen Folkrockbands
- obwohl diese Kategorie eigentlich nicht so richtig passt: im Spannungsfeld
von Folk, Blues, Jazz und (sehr wenig) Rock war diese Band einzigartig
- in einer eigenen Liga! "Reflection" war das letzte Album für
das Transatlantic-Label, danach gab's zwar noch ein Album für Reprise,
das ich aber leider (noch) nicht besitze. Angeblich ist es eines der schwächeren
Alben der Band - totaler Schmarr'n, wie ich finde, denn die Platte ist
RICHTIG GUT, vielleicht nicht besser als "Sweet
Child" oder "Basket Of Light",
aber immer noch viel besser als so manch andere Platte aus der zeit und
aus dem Genre. Aber eigentlich war die Band ja in einer eigenen Liga -
womit soll man also vergleichen? |
| Pink Floyd: "Meddle" (EMI/Harvest, Okt. 1971) |
Man
kann eigentlich nicht sagen, dass ich ein richtiger Floyd-Fan bin (vor
allem von Floyd ohne Barrett), aber Meddle hat zwei Klassenummern: "One
Of These Days" und - jawohl - das ganzseitige "Echoes",
dessen Gesangspassage eigentlich ein schöner (Folk?-)Song für
die akustische Gitarre ist. |
| Seatrain: "The Marblehead Messenger" (Capitol, Okt. 1971) |
Das
bislang drittes Album der Band um den ehemaligen Blues
Project-Bassisten Andy Kulberg und den Geigenvirtuosen Richard
Greene und das zweite mit dem ehemaligen Bill Monroe-Mitstreiter und
Earth Opera-Sänger Peter
Rowan. Wunderschöner "Countryrock" (das war damals
noch eine ganz frische Branche!). Produziert von niemand geringerem als
Sir George Martin! |
| The Doors: "Other Voices" (Elektra, Nov. 1971) |
In der Grabbelkiste! (07.01.2010) |
| Faces: "A Nod Is As Good As A Wink ... To A Blind Horse" (Warner, Nov. 1971) |
Man
hat mir im Rolling-Stones-Forum mal vorgeworfen, daß sich in meinen
Listen zu wenige Platten der "wichtigen" Bands aus den 60ern
befinden würden, etwa von den Kinks (nix), den Who
(gerade mal das 71er-Werk "Who's Next")
oder den Small Faces (auch nix). Das Fehlen von Bands außerhalb
der drei großen B's (Beatles, Byrds, Beach Boys)
hat natürlich damit zu tun, dass ich die Musik der 60er altersbedingt
erst in den 70ern gehört habe - und eben nicht alles davon. Warum
hier dann plötzlich ein Album der Faces auftaucht, die nach "Experteneinschätzung"
ja so viel schlechter waren als ihre Vorgänger? Und nur billige Stones-Epigonen?
Ganz einfach: "A Nod..." ist ein schön-schlampiges Album
und eben nicht schlechter als die meisten Stonesalben dieser Epoche, wie
ich finde (OK, "Sticky Fingers" und "Exile
On Mainstreet" lassen wir mal außen vor). Außerdem waren Rod
Stewart als singender und Ron Wood als Gitarre spielender Nachfolger
von Steve Marriott ja auch nicht die Schlechtesten (denke man z.B.
an Rods kurz zuvor erschienenes Soloalbum "Every
Picture Tells A Story"). Wichtigster Grund für mich ist
aber Bassist Ronnie Lane, der 3 Songs beisteuert und zum Beispiel
in der Ballade "Debris" ganz wundervoll zerbrechlich singt.
Mehr davon auf seinen Soloalben, etwa "Anymore
For Anymore" und dem Duoalbum "Rough
Mix" mit Pete Townsend. |
| Fairport Convention: "John 'Babbacombe' Lee" (Island, Nov. 1971) |
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| Ihre Kinder: "Werdohl" (Kuckuck, Nov. 1971) |
Lost
& Found ...(29.08.2010) |
| Paul Kantner & Grace Slick: "Sunfighter" (RCA/Grunt, Nov. 1971) |
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Die Musik: irgendwie klingt es schon nach den Airplane, alles Andere wäre ja auch überraschend. Grace Slick spielt überraschend viel Klavier (mit einer wuchtigen linken Hand!), Paul Kantner Interessantes auf der 12saitigen. Ansonsten: viel SF-Gedudel (meine ich positiv!) von den üblichen Verdächtigen: Papa John Creach, Jack Casady, Jorma Kaukonen, Joey Covington und Spencer Dryden als aktuelle und Ex-Airplane-Leute, Jormas Bruder Peter Kaukonen, künftiger Jefferson Starship-Gitarrist Craig Chauquico, Crosby & Nash und natürlich Jerry Garcia von den Grateful Dead. Einen ähnlichen Sound, weil gleiche Muckertruppe, bieten auch ein paar andere SF-Alben aus dieser Zeit: David Crosbys Solodebüt "If I Could Only Remember My Name" und Graham Nashs Debüt "Songs For Beginners". |
| John Martyn: "Bless The Weather" (Island, Nov. 1971) |
Die
erste Solo-Platte nach zwei Duoplatten
mit seiner Frau Beverley ist noch weitestgehend im Folkgenre angesiedelt.
Begleitet wird er dabei gelegentlich von Richard Thompson (Gitarre),
Danny Thompson (Bass) und den Mighty-Baby
Musikern Ian Whitman (piano) und Roger Powell (dr). Im vorletzten
Lied "Glistening Glyndborne" deutet sich aber schon seine neue
Vorliebe, das Spiel mit dem Echogerät, an. |
| Led Zeppelin: "Led Zeppelin IV" (Atlantic, Nov. 1971) |
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| Man: "Do You Like It Here Now, Are You Settling In?" (United Artists, Nov. 1971) |
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| Bonnie Raitt (Warner, Nov. 1971) |
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| David Bowie: "Hunky Dory" (RCA, Dez. 1971) |
Bowies
erster Geniestreich, mit "Life On Mars" (war damals eines meiner
Lieblingsstücke, hatte ich aber nur als Single zusammen mit "The
Man Who Sold The World" auf der B-Seite: welch grandiose Kombination!).
Am Piano saß übrigens Rick Wakeman, der damals noch
nicht durch seine Gräueltaten bei "Yes" und als Solist bekannt
war. |
| Miles Davis: "Live Evil" (Columbia, Dez. 1971) |
1970/71
war Miles extrem produktiv, fast schon rastlos: nach "Bitches
Brew", zwei Livealbem aus dem "Fillmore East" und "Fillmore
West" und dem Soundtrack "Jack Johnson" schon wieder eine
dieser merkwürdigen, aber faszinierenden Exkursionen in Rhythmus
und Melodiefetzen. Zur Band gehörten damals Gitarrist John McLaughlin,
Trommler Jack DeJohnette, Pianist Keith Jarrett, Bassgitarrist
Mike Henderson, Perkussionist Airto Moreira und Gary
Bartz am Saxofon. Dieses mal also nichts doppelt oder dreifach besetzt.
Und wie schon bei "Bitches Brew"
ein wunderschönes Gemälde von Marti Klarwein als Covermotiv. |
| Isaac Hayes: "Black Moses" (Stax, Dez. 1971) |
Mit
diesem Doppelalbum durchbrach Hayes konsequent die Schallmauer der 2 ½
minütigen Soul-Singles und schrieb, arrangierte und interpretierte
üppig orchestrierte Soul- und Funkopern. Black Moses
ist wahrscheinlich eines der ersten "Konzept-Alben". |
| Claire Hamill: "One House Left Standing" (Island, Dez. 1971) |
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"Bit pretentious arrangements but quite a good effort for a seventeen year old girl." (von einem John Martyn-Fan) |
| King Crimson: "Islands" (Island/E.G., Dez. 1971) |
Diese
Platte gilt zwar nicht als das Meisterwerk der Band, enthält aber
zwei beachtenswerte Lieder: "Formentera
Lady" und das beste Beatles-Stück, was nicht von den Beatles
oder Crowded House stammt: "Ladies Of The Road". Die damalige
Besetzung: neben Mastermind Bob Fripp spielten Mel Collins
(sax), Ian Wallace (dr, später bei David
Lindley!) und Boz Burrell (voc,bg). Am Piano sorgte, wie schon
bei den Alben zuvor, der Jazzer Keith Tippett für Verwirrung. |
| Carole King: "Music" (Epic/Ode, Dez. 1971) |
Der Nachfolger zum Megahit Tapestry,
gegen den Music erstmal verblasste. Der Großteil der
Songs wurde mit Toni Stern geschrieben und nicht mit Gerry
Goffin aus der zeitlichen Distanz betrachtet hat sich das Album
sehr gut gehalten und gehört zu ihren besten! |
| Beggars Opera: "Waters Of Change" (Vertigo, 1971) |
Nostalgie
mit Gänsehaut! Diese Platte war Mitte der 70er eine meiner allerliebsten
Rockplatten - und ich hatte sie fast vergessen! Jetzt läuft sie zum
ersten mal wieder mir seit mindestens 20 Jahren - und ich find's richtig
schön! Sicherlich gab's in dieser Zeit wichtigere und bessere Bands,
aber Lieder wie "Time Machine" und "Silver Peacock"
bedeuten mir immer noch eine ganze Menge. Die schottische Band hatte mit
Virginia Scott sogar eine hauptamtliche Mellotronspielerin. Gitarrist
Ricky Gardiner wurde Ende der 70er durch seine Mitarbeit auf dem
Album "Lust For Life" von Iggy Pop und als Co-Autor von
"The Passenger" ein klein wenig bekannter.(08.04.2010) |
| David Blue: "Stories" (Asylum, 1971) |
Singer/Songwriter
aus New York, leider nie über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen.
Mein Lieblingslied hier: "Sister Rose". Solltet ihr wie ich
eine seiner Platten irgendwo in einer Grabbelkiste finden: SOFORT ZUSCHLAGEN! |
| Anne Briggs: "The Time Has Come" (Columbia, 1971) |
Lost And Found! |
| Bronco: "Ace Of Sunlight" (Island, 1971) |
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"Ace Of Sunlight" ist das zweite Album und gleichzeitig das letzte mit Roden und Blunt. Unter der Führung vom zweiten Gitarristen Kevyn Gammond gab's dann in 1973 noch ein weiteres Album bei der Polydor - und das war's dann. |
| Karen Dalton: "In My Own Time" (Paramount/Just Sunshine, 1971) |
|
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| Flamin' Groovies: "Teenage Head" (Kama Sutra, 1971) |
Die Groovies aus San Francisco sind eines der bestgehütetsten Geheimnisse
des Rock'n'Roll. Auch dieses, ihr viertes Album fand damals leider kaum
Käufer. Das lag vielleicht daran, dass sie mit ihrem krachigen und
punkigen Rock'n'Roll nicht in das Flowerpower-San Francisco von 68/69
passten. Dafür gelten sie in Insiderkreisen und besonders in Europa
als absolute Kultband. Das Titelstück ist von vielen Bands (z.B.
Ducks Deluxe) gecovert worden. |
| Golden Earring: "Seven Tears" (Polydor, 1971) |
Lost
And Found!(März 2007) |
| John Hartford: "Aereo-Plain" (Warner, 1971) |
John
Hartford kennen manche von euch nur von seinem Hit "Gentle On My
Mind" für Glen Campbell. Nach wechselhaften Jahren bei
RCA unterschrieb der exzentrische und für seinen schrägen Humor
bekannte Musiker 1971 bei Warner Brothers und erschuf mit Aereo-Plain
ein Meisterwerk des Progressive Bluesgrass. Zur Seite standen ihm dabei
Vassar Clements (Fiddle), Norman Blake (Gitarre), Randy
Scruggs (Bass) und Tut Taylor (Dobro), die den traditionellen
Rahmen für Hartford´s Eskapaden bildeten. |
| "Help Yourself" (United Artists, 1971) |
Das ausgezeichnete Debütalbum einer der bestgehütetsten Geheimnisse
des britischen Pubrocks in den frühen 70ern. Meist taucht die Truppe
nur als Fussnote in Artikeln über zwei andere Bands auf, die damals
ebenfalls bei United Artists waren und ein wenig erfolgreicher
waren, auch wenn das aus kommerzieller Sicht nicht viel heißen mag:
mit Brinsley Schwarz teilten sie
sich das Management und wohl die Vorliebe für amerikanischen Countryrock
im Stil von The Band und CSN&Y. Mit Man teilten
sie die Begeisterung für amerikanischen Kifferrock im Stil von den
Grateful Dead und Quicksilver Messenger Service. Ausserdem
fanden zwei der Musiker (Sänger, Gitarrist, Keyboarder & Songschreiber
Malcolm Morley und Bassist Ken Whaley) nach dem Ende der
Band bei Man ein neues Zuhause, und zwar auf deren besonders gelungenen
74er-Alben "Rhinos, Winos + Lunatics"
(Morley und Whaley) und "Slow
Motion" (nur Whaley). Ein wenig bekannt wurden eigentlich nur
ihr Drummer Dave Charles (spielte lange für Dave Edmunds
und ist ein gefragter Toningenieur und Produzent) und ihr Teilzeit-Roadie
Sean Tyla.(19.04.2010) |
| "Joy Of Cooking" (Capitol, 1971) |
Lost And Found! |
| Krokodil: "An Invisible World Revealed" (United Artists/Liberty, 1971) |
Das
dritte Album der Schweizer Band gilt als ein Meilenstein des "Krautrocks"
der frühen 70er. Wegen der gemeinsamen Muttersprache und der intensiven
Touren der Band in Deutschland galten die Jungs damals wohl als "Deutschrocker
ehrenhalber". Was die Band hier in enger Zusammenarbeit mit Tonmeister
Dieter Dierks zuwege gebracht hatte klingt absolut gelungen: tolles
Songwriting, völlig abgefahrene Arrangements, fantasievolle Gitarrensoli
und Sitarklänge von Walti Anselmo, virtuose Bluesharp und
schöne Querflötentöne von Mojo Weideli (klasse Name!),
interessantes Schlagzeugspiel von Bandleader Düde Dürst
(schon wieder ein klasse Name!) und psychedelische Mellotronsounds vom
Bassisten und einzigem Nichtschweizer der Truppe Terry Stevens.
Insgesamt ein breites Spektrum von eher kurzen Folksongs ("Lady Of
Atraction" mit schöner Open-Tuning-Zwölfsaitiger) bis hin
zu langen "Progessive"/Bluesrock-Improvisationen. Ich bin auf
das Album durch Frank Buske von der Berliner Band Steelyard
Blues aufmerksam gemacht worden, der in meinem Plattenarchiv selber
auf das Album "Swamp" gestossen
war, lange Zeit das einzige Album, das ich neben einer Single von der
Band aus meinen frühen Plattensammlertagen besaß. Ein nettes Sahnehäubchen
dabei: jene alte Single "Pollution/Lady Of Attraction" befindet
sich als Bonustrack auf meiner frisch erworbenen Reissue-CD! |
| L. A. Getaway (Elektra, 1971) |
Lost
And Found! |
| Mighty Baby: "A Jug Of Love" (Blue Horizon, 1971) |
Zweites, letztes und auch einziges in meinem Besitz befindliches Album
dieser zu Unrecht unbekannt und obskur gebliebenen englischen Hippieband
(das nannte man damals "Progressive"), hervorgegangen aus der
Beatband The Action, von der man auch nur weiß, dass sie die zweitbekannteste
Entdeckung von George Martin waren. Statt langer Beschreibung hier
nur der kurzer Hinweis, auf das, was die beteiligten Musiker nach Auflösung
der Band so machten: Sänger/Gitarrist Bam King gründete
Ace (über diese Verbindung bin ich
auch erst auf Mighty Baby aufmerksam geworden!), Sologitarrist
Martin Stone tat sich wieder mit seinem alten Kumpel Snakefinger
zu Chilli Willi & The Red Hot
Peppers zusammen (noch so'ne obskure Truppe!), Pianist/Flötist
Ian Whiteman, Trommler Roger Powell und Bassist Michael
Evans wurden zu (mehr oder weniger) gefragten Studiomusikern (u. a.
für John Martyn, Andy Roberts,
Sandy Denny, Iain
Matthews, Gary Farr sowie Richard
& Linda Thompson). |
| Charlie Musselwhite: "Takin' My Time" (Arhoolie, 1971) |
Neben
Paul Butterfield ist Charlie Musselwhite sicherlich einer der bedeutendsten
weißen Harmonikaspieler des Blues. "Takin' My Time" ist das
Debüt des damals 27jährigen beim legendären Arhoolie-Label
aus Berkeley. Den Kern der Begleitband stellen zwei Jungspunds von der
"Charles Ford Band"
gestellt: Robben Ford (Gitarre, 19 jahre alt) und sein "älterer"
Bruder Pat Ford (Schlagzeug, 21 Jahre alt), am Bass Gerald Pedersen
und am Piano Skip Rose. |
| Mickey Newbury: "Frisco Mabel Joy" (Elektra, 1971) |
Eingespielt mit den Top-Leuten der Nashville Szene (Kenny Buttrey,
Chet Atkins, Wayne Moss, Norbert Putnam, Buddy
Spicher, David Briggs, Charlie McCoy u. a.), sowie dem
Nashphilharmonic Orchester & Chor.Elvis Presley hatte mit dem Song "An American Trilogy", einer Verbindung von drei amerikanischen Traditionals, später einen Riesenhit, dazu gibt´s das bluesige Mobile Blue, das ganz leise/traurige Frisco Depot und der Country-Walzer The Future´s Not What It Used To Be, ebenfalls in seiner Tristesse nicht von dieser Welt. Zwischen den Songs gibt es Regen-, Sturm- und Zuggeräusche, die sehr zur düsteren Atmosphäre beitragen. Eine kluger Schachzug, obwohl Newbury diese `Noises´ nur einbaute, weil er auf bereits benutztem Band aufnahm, welches in den Pausen extrem rauschte. Außerdem interessante Insrumentaltracks, die natürlich "normale" Countryhörer verschreckt haben. Keiner verstand diese Songepen damals. Sowohl für Country als auch für Rock war das viel zu abgefahren. Einfach gigantisch! 2001 erschien auf Glitterhouse mit "Frisco Mabel Joy Revisted" eine wunderbare Hommage an dieses Album. Die Walkabouts, Kris Kristofferson, Bill Frisell und andere Künstler covern jedes Lied der grandiosen Vorlage. |
| John Prine (Atlantic, 1971) |
|
|
| Andy Roberts: "Home Grown" (Philips, 1971) |
Andy
Roberts war Gitarrist der "Liverpool Scene" und präsentierte
hier sein Debut als Solist. Tolle Songs, tolle Stimme, wunderbare Instrumentalarbeit
zwischen Folk und Rock. Allerdings war es nicht sein Ding, im Mittelpunkt
zu stehen. Deswegen arbeitete er danach lieber wieder im zweiten Glied,
begleitete viele Künstler, schrieb Filmmusik und gründete u.
a. mit Iain Matthews 1972 Plainsong. |
| Linda Ronstadt (Capitol, 1971) |
Drittes,
titelloses Soloalbum einer der wichtigsten amerikanischen Sängerinnen
zwischen Country, Rock & Pop (inzwischen ist sie ja auch in der Jazzwelt
zuhause) mit ihrem vielleicht am stärksten von der Countrymusik geprägten
Album. "Linda Ronstadt" gilt als ein Meilenstein des Countryrocks
und präsentiert erlesenes Songmaterial der alten Garde, z.B. Johnny
Cashs "I Still Miss Someone" und Patsy Clines "I
Fall To Pieces" und "Crazy Arms", sowie Lieder damals noch
nicht so bekannter Autoren: "Birds" von Neil Young, sowie
Lieder von Eric Kaz, Eric Anderson und Livingston Taylor.
In der Begleitband spielten damals Bernie Leadon, Glenn Frey
und Don Henley, die sich bald darauf als Eagles
selbständig machten und ebenfalls sehr erfolgreich wurden |
| Pharoah Sanders: "Thembi" (Impulse!, 1971) |
Zwischen
1968 und 1971 hat der Saxofonist eine große Zahl guter Platten beim feinen
Impulse-Label veröffentlicht, auf dem auch schon das Spätwerk
von Coltrane herauskam. Was ist dieses mal anders als etwa bei "Karma"
oder "Jewels Of Thought"?
Leon Thomas jodelt nicht mehr, Lonnie Liston Smith setzt
sogar einmal ein Rhodes-E-Piano ein (steh ich SEHR drauf!). Insgesamt
kürzere Lieder mit einer grösseren stilistischen Breite. Nach
wie vor eine tolle Musik! |
| The Savage Rose: "Your Daily Gift" (Polydor, 1971) |
Album #4 von Dänemarks bester Rockband, aufgenommen in Italien, mehr
Folk- und Gospelelemente, aber wenige "Progrock" als auf dem
erst kürzlich von mir entdeckten und hochgeschätzten Vorgänger
"Travelin'". Zum ersten
Mal kann man auch die Pedalsteel von Nils Tuxen wahrnehmen, der
bald darauf leider aber die Band verlässt, um zu Hamburgs bestem
Steeler zu werden. Im Mittelpunkt steht aber noch mehr als bisher Sängerin
Annisette, die immer besser wird. Klanglich wie immer ein Genuss
ist das Doppel an Orgel und Piano der Koppel-Brüder, während
der Abgang der dritten (!) KeyboarderinMaria mit ihrem Spinett
kaum auffällt. Auf ein oder zwei Songs wird dieses für Rockmusik
(zu recht?) eher ungewöhnliche Instrument von ihrem Ex-Mann Thomas
Koppel gespielt.(12.08.2009) |
| Paul Siebel: "Jack-Knife Gypsy" (Elektra, 1971) |
...
und ein weiterer der vielen vergessenen Singer/Songwriter dieser Zeit,
auf den man eigentlich nur aufmerksam werden kann, wenn man sich die Credits
auf Platten von Tom Rush, Linda Ronstadt oder Bonnie
Raitt mal etwas genauer anschaut. Auf diese Art und Weise habe ich
z.B. Chris Smither für mich
entdeckt, bei dem sich Bonnie Raitt mehrfach mit Liedmaterial versorgt
hat. Von Paul Siebel hat Mrs. Raitt ebenfalls zwei Lieder aufgnommen:
"Any day Woman" auf ihrem Debütalbum
vom gleichen Jahr und "Louise" auf "Sweet
Forgivness" von 1977. Letzteres Lied dürfte am bekanntesten
in der Version von Leo Kottke sein.Keines dieser Lieder befindet sich leider auf "Jack Knife Gypsy", dem einzigen Album von Paul Siebel, das bisher den Weg aus einer Grabbelkiste in meine Plattensammlung finden konnte. Viele Alben gibt's von dem Mann sowieso nicht - eine gute Gelegenheit, um mal wieder was schönes und doch obskures auszugraben. Hier noch der Hinweis auf die - wie immer bei Elektra - vorzüglichen Begleitmusiker: u.a. hört man David Grisman an der Mandoline, Buddy Emmons an der Pedal Steel, und Clarence White an der E-Gitarre! (12.02.2006) |
| David Wiffen (Fantasy, 1971) |
Die Platte klingt genauso, wie der Mann aus der Wäsche guckt. Guter
Singer/Songwriter-Stoff, leider völlig untergegangen damals. Wenn
nicht einige andere Sänger sein "Lost My Driving Wheel"
gecovert hätten, wäre er sicherlich völlig in Vergessenheit
geraten. Was sehr schade wäre ... |
| Townes van Zandt: "Delta Momma Blues" (Tomato, 1971) |
Ende der 60er/Anfang de 70er brachte TVZ eine handvoll ausgezeichneter
Alben heraus, die sich damals aber mehr recht als schlecht verkauften.
Auf dem vierten Album, diesmal in New York produziert, gibt es wieder
geniale Songs, u.a.: "Rake" und "Nothin'" (von Calvin
Russell, Eric Taylor u. a. gecovert). |
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| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 29.08.2010 22:20 | 23096 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Ähnlich
wie bei Otis Redding und "
Das
Debüt mit seinem einzigen Hit "Good Time Charly Got The Blues".
Nach
dem Ausstieg bei
In
den frühen 70ern gab es nur ganz wenige deutsche Bands, die eigenständig
neben der angloamerikanischen Übermacht bestehen konnten. Eine davon
war Can. Auf dieser Platte wurden die Urmitglieder Holger Czukay,
Michael Karoli, Irmin Schmidt und Jaki Liebezeit
durch den japanischen Sänger Damo Suzuki unterstützt.
Heutzutage
kennt man die Band hauptsächlich als Begleitgruppe von
Auf
diesem Livealbum waren die vier (+ 2 Begleiter) in absoluter Höchstform.
Sowohl akustisch ("Wooden Music"), als auch elektrisch.
Titelloses
drittes Album meiner Helden und erstes Album bei United Artists nach 2
für meinen Geschmack zu unausgegorenen Alben bei Pye. Wegen
des sich dauernd drehenden Besetzungskarussell hier dazu ein Hinweis:
es ist die Premiere der klassischen und bekanntesten Rhythmusgruppe mit
Martin Ace am Bass und Terry Williams am Schlagzeug. Wie
immer mit Mickey Jones und noch immer mit
Das
letzte Album mit Jim Morrison mit meinen absoluten Lieblingssongs der
Band ("Riders On The Storm" und dem Titelsong), obwohl Jim
Morrison damals zumindest körperlich schon auf dem absteigenden
Ast war. Auch die Band brilliert: Robbie Krieger an der Gitarre
war danach nie mehr so gut, Ray Manzarek war der König des
E-Pianos!
Die
Platte mit dem Reißverschluss (ich habe leider nur eine billige italienische
Pressung OHNE) und tollen Songs: "Brown Sugar", "Wild Horses",
"Sister Morphine" (Ry Cooder glänzt mit erstklassiger
Slidegitarre und Jack Nietzsche am Piano!) und natürlich "Dead
Flowers".
Hand,
Hands & Feet aus England machten zum falschen Zeitpunkt am falschen
Ort virtuosen Countryrock. Nach drei tollen Platte (hier die erste als
Beispiel) war wieder Schluss. Hervorzuheben ist aus der Band ist Albert
Lee, der als Engländer in Amerika danach als Gitarrist von Emmylou
Harris' Hotband den Amis zeigte, wo der Hammer der Countrygitarre
hängt.
Psychedelischer
Blues-Pop-Heavyrock aus England. Dieser Beschreibungsversuch klingt
irgendwie blöde, die Musik ist es aber nicht. Trommler/Sänger
Twink hatte zu Beginn des Jahres 1969 kurz bei den Pretty
Things ausgeholfen und danach mit Hilfe der Deviants-Musiker
(Sänger Mick Farren, Gitarrist Paul Rudolph, Bassist
Duncan Sanderson und Trommler Russell Hunter) sein Soloalbum
"Think Pink" aufgenommen. Im Sommer 1969 trennte sich Mick
Farren nach einer chaotischen Kanadatournee von seinen Mitspielern,
die dann in San Francisco hängen blieben. In England erinnerte
sich Twink an seine alten Bekannten und wollte Rudolph und Sanderson
dazu überreden, nach England zurückzukommen, um ihn bei der
Livepräsentation seines Soloalbums zu unterstützen. Die Rest-Deviants
waren aber nur komplett zu bekommen, sodass die neu entstandene Band
jetzt zwei Trommler hatte. Als neuer Name wurde "Pink Fairies"
gewählt. Im Sommer 1970 war die Band zusammen mit
Kürzlich
aus völlig unerfindlichen Gründen für mich wieder entdeckt: Pink Floyd
in den frühen bis mittleren 70ern. Vor allem mein Lieblinxalbum "
Unzweifelhaft
eines der besten Livealben, das je erschienen ist. Dicky Betts
und Duane Allman an den Gitarren in Höchstform. Zwei Drummer
mit einem Mördergroove (kennt man sonst nur von den Grateful
Dead und als Lightversion bei den Doobie Brothers) und Greg
Allman gesanglich in Bestform. Fast nur Bluesstücke und alle
ziemlich lang - trotzdem (oder deshalb) eine klasse Platte.
Album
#6 der berühmten sieben Klassiker der Moody Blues vom '67 Werk
"
Eine
meiner ersten selbst gekauften Langspielplatten - und fast wieder vergessen!
Ich kannte damals zwar (wie jeder!) die Single "A Whiter Shade Of
Pale", war aber überhaupt kein Fan der Band, die zu diesem Zeitpunkt
auch schon lange nicht mehr auf ihrem kommerziellen Höhepunkt war.
Außerdem kosteten LPs damals 22 DM und es gab ganz selten billige Pressungen
für 10 DM. Zu denen gehörte eben auch "Broken Barricades",
das 3 Jahre nach Neuerscheinung wohl schon verramscht wurde, unter Verzicht
auf das aufwändige Cover der Originalausgabe (die Köpfe der
Musiker sind auf der Innenhülle, das Außencover hat an dieser Stelle
ausgestanzte Löcher!).
Rods
Frühwerk wird gerne unterschätzt. Bevor er Mitte der 70er zum
absoluten Rockstar aufstieg, hat er wunderbare Platten voller Blues, Folk
und Rock mit tollen Eigen- und Fremdkompositionen gemacht. Auf diesem
Album mit dem zugegebenermaßen furchtbaren Cover befindet sich der Megahit
"Maggie May" (gehört neben "Battle Of Evermore"
und "Losing My Religion" zu meinen Lieblingshits mit Mandoline).
Gecovert wird Dylan ("Tomorrow Is A Long Time") und Tim Hardin
("Reason To Believe").
Dieses
Album wäre nicht in meiner Liste, befänden sich da nicht am
Ende der B-Seite zwei grossartige Brian Wilson-Songs: "'Til
I Die" und "das Titelstück "Surf's Up", das noch
von den 67er Aufnahmesessions zum nie fertig gestellten Album "Smile"
stammt, quasi der Schwanengesang der Beach Boys. Letzteres gibt es übrigens
mit einer überwältigend virtuosen Gesangsleistung von Vince
Gill, David Crosby und Jimmy Webb auf dem letztjährigen


Die
New Riders wurden von Jerry Garcia (Grateful Dead) und seinem alten
Kumpel John Dawson (mit dem er "Friend Of The Devil"
schrieb!) gegründet, um Jerry Garcia, der nie mit einer Band alleine
ausgelastet war, Platz für seine Pedalsteel-Experimente einzuräumen.
Mit dabei war auch der Gitarrist David Nelson. Die Rhythmusgruppe
bestand aus Dave Torbert (später bei
Das
war im Jahr 71 ein kleiner Modetrend: Schick' die Blueshelden nach London
und lass sie dort mit den jungen, aufstrebenden Rockstars aufnehmen. Bei
Howlin' Wolf und

Die zweite Platte von meiner damaligen Lieblingband mit dem tollen Klappcover
und einem kompletten SF-Roman als Beiheft: solche Platten werden heute
nicht mehr gemacht! Keiner meiner Freunde verstand damals, was ich als
Nichtraucher und deshalb auch NICHTRAUCHER GEWISSER ILLEGALER SUBSTANZEN
an dieser abgedrehten Musik nur finden konnte: ich antwortete immer nur
"ich bin naturstoned". Nun ja. Außerdem stehe ich total
auf diesen "Science-Fiction-Kindskram": wunderbarer Trash (z.B.
der heimliche Hit "Master Of The Universe" vom Saxofonisten
Nik Turner , das folkige "We Took The Wrong Step Years Ago"
mit 12saitiger Akustikgitarre). Der 15minütige Opener "You Shouldn't
Do That" könnte, wenn er doch bloss kürzer wäre und
kein Elektronikgefiepe hätte, sogar glatt als Punkrock durchgehen
(den es damals ja noch gar nicht gab!).
Allein
wegen dem Titelsong und "Jealous Guy" kann diese Lennon-Platte
nicht hoch genug gelobt werden! Nach der eher spröden "
Englische
Folkrocker um den Songschreiber Alan Hull und den Mandolinen- und
Harpspieler Ray Jackson mit großer Breitenwirkung beim Rockpublikum.
Dieses zweite Album der Band hat übrigens der Amerikaner Bob Johnston
(remember "
Man
kann eigentlich nicht sagen, dass ich ein richtiger Floyd-Fan bin (vor
allem von Floyd ohne Barrett), aber Meddle hat zwei Klassenummern: "One
Of These Days" und - jawohl - das ganzseitige "Echoes",
dessen Gesangspassage eigentlich ein schöner (Folk?-)Song für
die akustische Gitarre ist.
Das
bislang drittes Album der Band um den ehemaligen
Man
hat mir im Rolling-Stones-Forum mal vorgeworfen, daß sich in meinen
Listen zu wenige Platten der "wichtigen" Bands aus den 60ern
befinden würden, etwa von den Kinks (nix), den Who
(gerade mal das 71er-Werk "
Das
waren damals harte und turbulente Zeiten für die Band: einen dermaßen
hohen Aderlass an Kreativpersonal hätte auch wohl kaum eine andere
Band überlebt: Sänger Ian Matthews strich nach "
Lange
Jahre nur als einfache Kassettenkopie in meinem Regal, aber immer gerne
gehört. Wegen des schönen Covers hatte ich auch immer mal
überlegt, mir die Originalplatte der beiden
Die
erste Solo-Platte nach

Bowies
erster Geniestreich, mit "Life On Mars" (war damals eines meiner
Lieblingsstücke, hatte ich aber nur als Single zusammen mit "The
Man Who Sold The World" auf der B-Seite: welch grandiose Kombination!).
Am Piano saß übrigens Rick Wakeman, der damals noch
nicht durch seine Gräueltaten bei "Yes" und als Solist bekannt
war.
1970/71
war Miles extrem produktiv, fast schon rastlos: nach "
Mit
diesem Doppelalbum durchbrach Hayes konsequent die Schallmauer der 2 ½
minütigen Soul-Singles und schrieb, arrangierte und interpretierte
üppig orchestrierte Soul- und Funkopern. Black Moses
ist wahrscheinlich eines der ersten "Konzept-Alben".
Diese
Platte gilt zwar nicht als das Meisterwerk der Band, enthält aber
zwei beachtenswerte Lieder: "
Nostalgie
mit Gänsehaut! Diese Platte war Mitte der 70er eine meiner allerliebsten
Rockplatten - und ich hatte sie fast vergessen! Jetzt läuft sie zum
ersten mal wieder mir seit mindestens 20 Jahren - und ich find's richtig
schön! Sicherlich gab's in dieser Zeit wichtigere und bessere Bands,
aber Lieder wie "Time Machine" und "Silver Peacock"
bedeuten mir immer noch eine ganze Menge. Die schottische Band hatte mit
Virginia Scott sogar eine hauptamtliche Mellotronspielerin. Gitarrist
Ricky Gardiner wurde Ende der 70er durch seine Mitarbeit auf dem
Album "Lust For Life" von Iggy Pop und als Co-Autor von
"The Passenger" ein klein wenig bekannter.
Singer/Songwriter
aus New York, leider nie über den Status eines Geheimtipps hinausgekommen.
Mein Lieblingslied hier: "Sister Rose". Solltet ihr wie ich
eine seiner Platten irgendwo in einer Grabbelkiste finden: SOFORT ZUSCHLAGEN!
Bronco
versuchten sich in den frühen 70ern in England -ähnlich wie

John
Hartford kennen manche von euch nur von seinem Hit "Gentle On My
Mind" für Glen Campbell. Nach wechselhaften Jahren bei
RCA unterschrieb der exzentrische und für seinen schrägen Humor
bekannte Musiker 1971 bei Warner Brothers und erschuf mit Aereo-Plain
ein Meisterwerk des Progressive Bluesgrass. Zur Seite standen ihm dabei
Vassar Clements (Fiddle), Norman Blake (Gitarre), Randy
Scruggs (Bass) und Tut Taylor (Dobro), die den traditionellen
Rahmen für Hartford´s Eskapaden bildeten.
Das
dritte Album der Schweizer Band gilt als ein Meilenstein des "Krautrocks"
der frühen 70er. Wegen der gemeinsamen Muttersprache und der intensiven
Touren der Band in Deutschland galten die Jungs damals wohl als "Deutschrocker
ehrenhalber". Was die Band hier in enger Zusammenarbeit mit Tonmeister
Dieter Dierks zuwege gebracht hatte klingt absolut gelungen: tolles
Songwriting, völlig abgefahrene Arrangements, fantasievolle Gitarrensoli
und Sitarklänge von Walti Anselmo, virtuose Bluesharp und
schöne Querflötentöne von Mojo Weideli (klasse Name!),
interessantes Schlagzeugspiel von Bandleader Düde Dürst
(schon wieder ein klasse Name!) und psychedelische Mellotronsounds vom
Bassisten und einzigem Nichtschweizer der Truppe Terry Stevens.
Insgesamt ein breites Spektrum von eher kurzen Folksongs ("Lady Of
Atraction" mit schöner Open-Tuning-Zwölfsaitiger) bis hin
zu langen "Progessive"/Bluesrock-Improvisationen. Ich bin auf
das Album durch Frank Buske von der Berliner Band 
Neben
Paul Butterfield ist Charlie Musselwhite sicherlich einer der bedeutendsten
weißen Harmonikaspieler des Blues. "Takin' My Time" ist das
Debüt des damals 27jährigen beim legendären Arhoolie-Label
aus Berkeley. Den Kern der Begleitband stellen zwei Jungspunds von der
"
Andy
Roberts war Gitarrist der "Liverpool Scene" und präsentierte
hier sein Debut als Solist. Tolle Songs, tolle Stimme, wunderbare Instrumentalarbeit
zwischen Folk und Rock. Allerdings war es nicht sein Ding, im Mittelpunkt
zu stehen. Deswegen arbeitete er danach lieber wieder im zweiten Glied,
begleitete viele Künstler, schrieb Filmmusik und gründete u.
a. mit Iain Matthews 1972
Drittes,
titelloses Soloalbum einer der wichtigsten amerikanischen Sängerinnen
zwischen Country, Rock & Pop (inzwischen ist sie ja auch in der Jazzwelt
zuhause) mit ihrem vielleicht am stärksten von der Countrymusik geprägten
Album. "Linda Ronstadt" gilt als ein Meilenstein des Countryrocks
und präsentiert erlesenes Songmaterial der alten Garde, z.B. Johnny
Cashs "I Still Miss Someone" und Patsy Clines "I
Fall To Pieces" und "Crazy Arms", sowie Lieder damals noch
nicht so bekannter Autoren: "Birds" von Neil Young, sowie
Lieder von Eric Kaz, Eric Anderson und Livingston Taylor.
In der Begleitband spielten damals Bernie Leadon, Glenn Frey
und Don Henley, die sich bald darauf als
Zwischen
1968 und 1971 hat der Saxofonist eine große Zahl guter Platten beim feinen
Impulse-Label veröffentlicht, auf dem auch schon das Spätwerk
von Coltrane herauskam. Was ist dieses mal anders als etwa bei "
...
und ein weiterer der vielen vergessenen Singer/Songwriter dieser Zeit,
auf den man eigentlich nur aufmerksam werden kann, wenn man sich die Credits
auf Platten von Tom Rush, Linda Ronstadt oder Bonnie
Raitt mal etwas genauer anschaut. Auf diese Art und Weise habe ich
z.B.