Das
Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| The Beach Boys: "Holland" (Brother, Jan. 1973) |
|
|
| Frankie Miller: "Once In A Blue Moon" (Chrysalis, Jan. 1973) |
"This
first album by Scotland's Frankie Miller features pub-rock favorites Brinsley
Schwarz as his backup band. That alone is reason enough to own this
record. Add to that a nice batch of songs (mostly originals) and you have
an enjoyable album." (Jim Worbois, All Music Guide) |
| Bruce Springsteen: "Greetings From Asbury Park" (Columbia, Jan. 1973) |
Das Debütalbum von Bruce hatte ich Mitte oder Ende der 70er mit meinem
alten Phillips-Tonbandgerät mitgeschnitten. Die Bänder existieren lange
nicht mehr, sodass ich auch diese akustischen Grüße ewig nicht mehr gehört
habe. Kürzlich kam mir das Album aber im MP3-Format unter die Finger,
wobei mir aufgefallen ist, was für ein tolles Album ich da jahrelang verdrängt
habe. Jedes der Lieder ist anders, jedes ist klasse. Im Nachhinein nicht
nachvollziehbar, warum Bruce nicht bereits mit diesem Album den großen
Durchbruch schaffte. Merkwürdigerweise bin ich trotzdem selber nie zum
großen Springsteen-Fan geworden, obwohl ich "Born
To Run" und besonders "Darkness
On The Edge Of Town" - und im Grunde auch dieses hier - für gr0ßartige
Alben halte. Aber irgend wie war mir der Mann ab den 80ern einfach zu
präsent. Oder seine Alben wurde (aus meiner Sicht) einfach nur schlechter.(12.02.2009) |
| Atlantis (Vertigo, Feb. 1973 |
Atlantis waren im Grunde die runderneuerten Frumpy:
zu Sängerin Inga Rumpf, Keyboarder Jean-Jacques Kravetz
und Bassist Karl-Heinz Schott kamen Gitarrist Frank Diez
und Trommler Curt Cress, die Jahre später dann zur Créme
der Deutschrock-Mucker gehörten und oft bei solchen Herrschaften
wie Udo Lindenberg und Peter Maffay zu sehen und zu hören waren.
Curti hielt es damals aber nicht lange bei Atlantis und war bereits bei
der anstehenden Englandtournee durch niemand anderen als Udo Lindenberg
ersetzt worden, der beim zum Jahresende erscheinenden Nachfolgealbum "It's
Getting Better" aber seinen Platz schon wieder für Ringo
Funk (Ex-Jeronimo, falls das jemanden interessiert) geräumt hatte.
Die Platte verkaufte sich damals kurioserweise schlechter und war weniger
beliebt als das zeitgleich veröffentlichte posthume Livealbum von
Frumpy, was Frau Rumpf und ihren treuen Gesellen sicherlich mit
lachendem (wegen der zusätzlichen Einnahmen) und weinendem Auge (wegen
der offensichtlichen Missachtung der musikalischen Weiterentwicklung der
Band durch die Kundschaft) gesehen haben.Zurück zur Musik: aufgenommen Ende 1972 in England mit dem Produzenten John Burns (Genesis), poppiger und gleichzeitig jazziger (bzw. funkiger!) als Frumpy, wie immer toller Gesang von Inga, tolles Gitarrenspiel, tolle Tastenklänge von Jean-Jacques und Gastmusiker Jean Roussel (sonst bei Cat Stevens, u.a., auch Franzose wie Herr Kravetz?). Teilweise klingt's wie Traffic, was vielleicht auch daran liegt, dass deren Congamann Rebop Kwaku Baah mit im Studio war. |
| The Byrds (Elektra/Asylum, Feb. 1973) |
McGuinns
letzte Byrdsbesetzung hatte gerade ihr Abschiedskonzert gegeben (Clarence
White, der kurz darauf bei einem Autounfall verstarb, Chris Hillman
und Joe Lala als Ersatz für die gekündigten Skip Battin
und Gene Parsons), als durch David Geffen (der damals für
das neue Asylum-Label alle möglichen Leute unter Vertrag nahm - sogar
Bob Dylan) das Angebot für
eine Byrdsplatte in Originalbesetzung (Roger McGuinn, David
Crosby, Gene Clark, Chris Hillman und Michael Clarke)
kam. Obwohl diese Platte sicher nicht den Vergleich mit den alten standhält
und alle bis auf den Trommler Michael Clarke je 2 Songs beitragen, die
meist schwächer als vergleichbare Titel von Soloplatten sind, fallen
3 Coverversionen positiv auf "For Free" von Joni Mitchell,
"Cowgirl In The Sand" und "See The Sky About To Rain"
von Neil Young. Nicht zuletzt wegen der schlechten Kritiken wurde
diese Reunion nicht verlängert. Aus der zeitlichen Distanz finde
ich aber, dass die Platte durchaus ihren Charme hat. |
| Guru Guru (Brain, Feb. 1973) |
Viertes
Album von Deutschlands bestem Gitarrentrio und bereits das zweite für
das Kultlabel Brain. Weil die Band im nächsten Jahr zu Atlantic
wechselte, was wohl als eine große Ehre angesehen wurde, aber kommerziell
gnadenlos in die Hose ging, brachte Brain dann den 1o-DM-Billigsampler
"This Is Guru Guru" als Kombination jeweils der Hälfte
von Album Nr. 3 (dem genialen "Känguru")
und diesem hier heraus, den ich mir stattdessen kaufte: damals kosteten
normale LPs immerhin 22 DM und der "Elektrolurch" war ja schließlich
dabei! Deshalb steht dieses Album mit dem wunderschönen Cover erst
jetzt, mit 30 Jahren Verspätung, als CD-Wiederveröffentlichung
in meinem Plattenschrank! So weit ich weiß haben die drei Atlantic-Platten
von 1974/75 immer noch nicht den Sprung in das CD-Zeitalter geschafft.(April 2004) |
| Gypsy: "Brenda & The Rattlesnake" (United Artists, Feb. 1973) |
Lost
And Found! |
| Little Feat: "Dixie Chicken" (Warner, Feb. 1973) |
|
"Alles fügte sich zusammen bei Little Feats drittem Album. Die erweiterte Besetzung gab der Band ein geschmeidigeres, rhythmisches Fundament, über dem Slide-Gitarrist Lowell George einige seiner stärksten Nummern entfalten konnte. Gemeinsam entwickelten sie diesen maßgeschneiderten erdig-schweren, bluesigen Studiosound. Im Titelstück, aber auch in "Fat Man In A Bathtub" und "Two Trains" verarbeiteten Little Feat komplizierteste Rhythmen mit klagendem Backgroundgesang und scharfzüngigen Wortspielen zu einer absolut überzeugenden Soulrock-Melange. In vielerlei Hinsicht ist Dixie Chicken ein naher Verwandter des ein Jahr älteren Exile On Main Street von den Stones. Wenn auch etwas verschlossener daherkommend als das Stones-Meisterwerk, sind doch die Highlights auf Dixie Chicken ohne weiteres auf gleichem Niveau." (Steve Stolder , Amazon-Redaktion) |
| Traffic: "Shoot Out At The Fantasy Factory" (Island, Feb. 1973) |
Dieses
Traffic-Album scheint außer mir keiner zu mögen - so what. |
| John Martyn: "Solid Air" (Island, Feb. 1973) |
Für
mich eine der besten Martyn-Platten. Vor allem der Titelsong hat es mir
angetan. In der Begleitung überzeugen Danny Thompson am Kontrabass,
sowie Fairport Convention's Dave Pegg (bg)
und Dave Mattacks (dr). Von den Liedern seien noch "May You
Never", "Don't Want To Know About Evil" und "Man In
A Station" erwähnt, die später von Eric Clapton, Dr.
John bzw. Iain Matthews gecovert wurden. |
| Fairport Convention: "Rosie" (Island, März 1973) |
1972
war ein hartes Jahr für die Band. Nach "Babacombe
Lee" hatte das einzige verbliebene Urmitglied Simon Nicol
die Band verlassen und ließ drei frustrierte Daves zurück (Swarbrick,
Mattacks und Pegg), doch schließlich fand man guten Ersatz
mit zwei Nicht-Engländern: dem amerikanischen Gitarrenvirtuosen Jerry
Donahue und dem australischen Sänger und Akustikgitarristen Trevor
Lucas. Lucas war der Ehemann von Ex-Mitglied Sandy
Denny und spielte mit Sandy und Jerry auch schon in der kurzlebigen
Band Fotheringay zusammen. Insgesamt
wurde der Stil der Band wieder etwas offener, mit etwas weniger Folk.
Kein Nachteil. Das Titelstück ist eine der schönsten Lieder,
die Dave Swarbrick je geschrieben hat. |
| "Christmas At The Patti" (United Artists, März 1973) |
|
|
| Gram Parsons: "GP" (Reprise, März 1973) |
|
|
| John Cale: "Paris 1919" (Reprise, März 1973) |
|
Anspieltipps: "Andalucia" (eines seiner besten Lieder!), "Hanky Panky Nohow" und "Half Past France". |
| Terry Callier: "What Color Is Love" (Cadet, März 1973) |
gute
Musik und ein hübsches Covergirl |
| Led Zeppelin: "Houses Of Holy" (Atlantic, März 1973) |
Das
erste Album, das ich von Led Zep damals wahrgenommen habe und deshalb
für mich auch wichtiger als die Alben 1-4. Enthält mit "Rain
Song", "Ocean", "The Song Remains The Same" und
dem Reggae "D'yer Make'er" ein paar echte Killertracks. Außerdem
ist das ein geniales Cover. |
| Terry Reid: "River" (Atlantic, März 1973) |
|
Eine kleine Anekdote am Rande: Jimmy Page wollte Terry Reid als Sänger für die späten Yardbirds gewinnen. Dieser lehnte aber wegen seiner "Solokarriere" ab und empfahl stattdessen den damals völlig unbekannten Robert Plant. Dieser wurde zwar nicht der neue Yardbirds-Sänger, aber ... |
| King Crimson: "Larks' Tongue In Aspic" (Island/E.G., März 1973) |
Auf
dem fünften Album versammelte Robert
Fripp eine komplett neue Truppe um sich: Bill
Bruford (dr), John Wetton (voc,bg),
David Cross (vio) und Jamie
Muir (perc). Auch der Texter Peter
Sinfield war nicht mehr dabei. Diese Besetzung hielt relativ lange
(zumindest der Kern Fripp/Bruford/Wetton war auch auf dem nächsten
Album "Red" zu hören) und produzierte hier ein schräg/schönes
Werk. |
| Pink Floyd: "Dark Side Of The Moon" (EMI/Harvest, März 1973) |
Kürzlich
aus völlig unerfindlichen Gründen für mich wieder entdeckt: Pink Floyd
in den frühen bis mittleren 70ern. Vor allem mein Lieblinxalbum "Wish
You Were Here", das erste, das ich mir damals neu angeschafft
hatte, dann vielleicht etwas überraschend "Relics",
die Resteverwertung von 1971 mit den frühen Singles von Syd Barrett, aber
eben auch diesen ersten "Megaseller". Wenn man das Album nicht
zu oft hört ist es wunderschön. Leider lief es damals permanent und überall
und hat mich, wie ich eben so bin, schnell genervt.(05.01.2009) |
| Eagles: "Desperado" (Elektra/Asylum, April 1973) |
Der
zweite Streich der Adler, immer noch toll (weil immer noch mit Bernie
Leadon!), noch vor ihrer Superstarperiode ab "Hotel California".
Neben dem wunderschönen Titelsong (von Don
Henley gesungen) liebe ich besonders heiß und innig Glenn
Frey's "Tequila Sunrise". |
| Kevin Ayers: "Bananamour" (EMI/Harvest, Mai 1973) |
|
Einziger nervender Punkt und auch eine Premiere: meine erste CD mit Kopierschutz: als wenn mit Kevin Ayers-Raubkopien in großem Stil Geschäfte zu machen wären! Zumindest läuft die CD nach anfänglichem Ruckeln in meinem PC. |
| Paul Kantner, Grace Slick & David Freiberg: "Baron von Tollbooth & The Chrome Nun" (RCA/Grunt, Mai 1973) |
Die
Platte habe ich mir eigentlich nur wegen des tollen Covers und Titels
gekauft, da ich kein so großer Jefferson
Airplane-Fan bin, als dass ich auch alle "Nebenprojekte"
der Leute besitzen muss. Es stellt sich aber heraus, dass es fast ein
"richtiges" Airplane-Album, sogar eins der besseren, ist. Immerhin
war David Freiberg (Ex-Quicksilver
Messenger Service) zuletzt auch JA-Mitglied (als Ersatz für Marty
Balin). Bei einzelnen Songs sind sogar die JA-Kollegen und Hot
Tuna-Separatisten Jorma Kaukonen
und Jack Casady dabei. Die meisten
Gitarrenparts werden aber vom damals hyperfleißigen Jerry
Garcia und dem späteren Jefferson
Starship-Crewmitglied Craig Chaquico
gespielt. |
| Tom Waits: "Closing Time" (Elektra/Asylum, Mai 1973) |
Waits
Debüt hatte noch nichts von dem wüsten Stil der späteren
Jahre (z.B. "Swordfishtrombones"), ist aber trotzdem eine gelungene
Singer/Songwriterplatte mit vielen bekannten Liedern: "Ol' 55"
(von den Eagles gecovert), "Martha"
(einer der wenigen Songs, den Tim Buckley
je gecovert hat!) und "Rosie" (haben die Beat
Farmers mal aufgenommen). |
| "Copperhead" (Columbia, Mai 1973) |
Copperhead
gab's nur eine Saison. Es war der Versuch, um den Gitarrenhexer John
Cippolina eine erfolgreiche Truppe aufzubauen. Woran die ganze
Sache dann trotz dieser einen tollen Platte scheiterte, ist mir unklar:
auf jeden Fall wurden sie vor dem (großen?) Durchbruch von ihrer Plattenfirma
wie eine heiße Kartoffel wieder fallen gelassen und das war's dann. |
| Dr. John: "In The Right Place" (Atlantic, Mai 1973) |
Dr. John aus New Orleans war bekannt als der Voodoo-Priester des Rock,
aber eigentlich ein ziemlich guter Blues- und Soulpianist und -sänger.
Auf dieser Platte war er weg von den Verkleidungsmätzchen der Vorjahre
und lieferte mit dem Produzenten Allen Toussaint
und den Meters (Organist Art Neville, Bassist George
Porter, Gitarrist Leo Nocentelli und Trommler Zigaboo Modeliste)
als Begleitband eine überzeugende Platte mit zwei seiner wichtigsten
heutigen Konzertklassiker ab: "Right Place, Wrong Time" und
"Such A Night". |
| Can: "Future Days" (United Artists/Spoon, Juni 1973) |
Die
dritte Produktion Deutschlands bester Rockband mit dem japanischen "Sänger"
Damo Suzuki war m. E. die letzte Großtat
der Band. Danach ließen sie ein wenig nach (was allerdinx bei Musikern
solchen Kalibers immer noch mehr ist, als andere je schaffen werden!).
|
| Van Morrison: "Hard Nose The Highway" (Warner, Juni 1973) |
Dieses
Morrison-Album hat es mir nicht leicht gemacht! Gekauft habe ich es erst
lange nachdem ich die beiden Killeralben Tupelo
Honey (von 1971) und Veedon Fleece
(von 1974) schon als Doppelalbum hatte (vielleicht kennt der eine
oder andere von euch ja noch diese "Twoofer"-Doppelalben: "Two
Originals Of ..."). Auf jeden Fall schien für mich dazwischen
lange Zeit erstmal kein Platz für mehr Van Morrison zu sein. Als
ich mir die Platte dann irgendwann doch mal billig gekauft habe (wahrscheinlich
bei Zweitausendeins"), schreckte mich zuerst der klassische Chor
in der Eröffnungsnummer "Snow In San Anselmo" ab. Danach
kommt aber die schöne Singleauskopplung "Wild Love", die
auch auf Tupleo Honey gepasst hätte.
Und im Titelstück läuft Van schließlich doch noch zu Höchstform
auf. Insgesamt vielleicht nicht Vans Meisterwerk - aber immer noch besser
als das, was die meisten anderen "Künstler" so rauslassen!
Und wie gefällt euch das schöne Covergemälde? So was gibt's
heute leider nicht mehr! |
| Pink Fairies: "Kings Of Oblivion" (Polydor, Juni 1973) |
Dies ist bereits das dritte Album des britische Heavy-Blues-Rock-Trios,
aber das erste mit dem neuen Sänger/Gitarristen Larry Wallis. Eine
Band, die "Pink F." heißt und auf dem Cover fliegende Schweine
hat: höre ich da jemanden "geistigen Diebstahl" rufen? Bedenke
er doch bitte das Erscheinungsjahr dieser "Könige der Vergessenheit".
Nomen est omen. Leider.(13.07.2008) |
| Carlos Santana & John McLaughlin: "Love Devotion Surrender" (Columbia, Juni 1973) |
Auch
ich konnte damals bei Veröffentlichung mit dem Album nichts anfangen,
denn es geht hier beim gemeinsamen Album der Gitarrenstars aus den Sparten
Rock und Jazz um eine Hommage an den großen John Coltrane,
von dem "A Love Supreme"
und das wunderschöne "Naima"
gespielt werden. Gleich vier Drummer sind zu hören: Billy
Cobham und Jan Hammer vom Mahavishnu
Orchestra, Mike Shrieve von Santana sowie Jazzer Don Alias.
Wer sich jetzt wundert, warum Jan Hammer nicht hinter den Keyboards saß,
der sollte wissen, das die Orgel von einem der allerbesten bedient wird:
Larry Young. Laßt Euch auch nicht von der
Guru-Frömmerlei abschrecken, an der ich selber eigentlich nichts
störendes finde, solange hier nicht bekehrt werden soll, denn es
geht um nichts als Musik. OK - die weißen Anzüge sehen ziemlich
beknackt aus. Aber: was soll's?(04.09.2009) |
| Gila: "Bury My Heart At Wounded Knee" (Warner, Juli 1973) |
Lost & Found!(13.07.2008) |
| Krokodil: "Sweat And Swim" (Bellaphon/Bacillus, Juli 1973) |
Fünftes
und letztes Album der besten Schweizer Rockband. Und wie schon bei "An
Invisible World Revealed", ihrer letzen Arbeit für Liberty,
ein Album ohne Grenzen und kommerzielle Kompromisse, dieses mal sogar
als Doppelalbum. Die Spannbreite ist für Krautrockbands jener Zeit
(wir wollen, weil es Schweizer sind, natürlich nicht von einer Deutschrockband
sprechen!) sehr breit: zwischen 17-minütigen Bluesrockjams und kurzen
Folksongs ist alles möglich. Neben den guten eigenen Songs gibt es
sogar drei Coverversionen, ungewöhnlich sowohl für die Band,
also auch für das ganze Genre damals: man musste ja immer "kreativ"
und "eigenständig" sein. Da durfte man ja schließlich nicht
covern. Auch nicht Elvis Presley ("That's Alright Mama",
eigentlich ein Blues von Arthur Crudup), Bob Dylan ("Talking
World War III Blues") und Kris Kristofferson ("Billy
Dee"). Auf Anraten der Plattenfirma wurde diese Tatsache auf dem
Cover auch etwas "verschleiert": nach dem Hinweis "all
titles written by Krokodil, published by Bellver, except..."
erfolgt für die oben genannten drei Lieder nur der Hinweis auf den
jeweiligen Musikverlag. Es wird also nicht wirklich gelogen!Aufgenommen wurde in Vierkanal-Quadrophonie, 1973 der letzte Schrei und heute im Zeitalter von Dolby-5-Punkt-Dingenskirchen längst vergessen, im damaligen "Hightec" Studio von Dieter Dierks, zur Unterstützung holte man sich den Keyboarder Veit Faiden, den Gitarristen Rainer Marz und auch Ex-Sänger/Geiger Hardy Hepp hinzu. Insgesamt eine schöne Rockplatte, die ich lange nicht mehr gehört habe! (20.01.2005) |
| Deke Leonard: "Iceberg" (United Artists, Juli 1973) |
Der Ausstieg des Man-Gitarristen im
letzten Jahr brachte 2 sehr schöne, aber nicht sonderlich erfolgreiche
Soloalben. Er fehlte deshalb kurioserweise auf den beiden besten Man-Alben:
"Be Good To Yourself, At Least
Once A Day" von 1972 und dem im September 1973 erscheinenden
"Back Into The Future"), was aber keine
falschen Rückschlüsse bedeuten soll, denn diese beiden Soloalben
sind durchaus gelungen. Es gab auch wohl keinen Krach untereinander, denn
die alten Man-Kollegen sind alle mit dabei, genauso wie die Musiker von
Help Yourself, mit denen er
bei der Weihnachtsparty "Christmas At The Patti"
spielte. Im nächsten Jahr brachte das Personalkarussell Deke dann
wieder zurück zu seiner Stammband und er blieb diesmal dabei ... |
| The Allman Brothers Band: "Brothers And Sisters" (Capricorn, Aug. 1973) |
|
|
| "Ougenweide"(Polydor/Zebra, Aug. 1974) |
|
|
| Stevie Wonder: "Innervisions" (Tamla Motown, Aug. 1973) |
|
| Tim Buckley: "Sefronia" (Discreet, Sept. 1973) |
Das
vorletzte Album. Und angeblich nicht mehr so toll. Mir gefällt es
aber immer noch gut genug: besser ein schwächeres Album von Tim Buckley
als ein gutes von so manch anderem "Künstler". Immerhin
mit der Studioversion von "The
Dolphins" von Fred Neil,
das er ja live schon seit längerem im Programm hatte. Und "Martha"
vom damals noch relativ unbekannten Songschreiber Tom Waits. |
| Grateful Dead: "Wake Of The Flood" (Grateful Dead, Sept. 1973) |
Die
erste Veröffentlichung auf dem bandeigenen Plattenlabel - eine wunderbare
Platte (ich bin als verkappter "Deadhead" da aber wohl nicht
besonders objektiv). Deshalb hier nur ein paar Fakten: die erste Platte
nach dem Tod von Pigpen und auch die erste Studioproduktion mit
dem neuen Keyboarder Keith Godchaux, der hier auch zum ersten und
einzigen mal in seiner Deadzeit singt ("Let Me Sing Your Blues Away").
Ebenfalls neu dabei seine Frau Donna Jean Godchaux als Chorsängerin
(sie tritt aber kaum in Erscheinung und war wegen ihrer Rolle in der Band
auch immer ein Diskussionspunkt für Fans). Von Jerry Garcia
gibt es mehrere gute Songs ("Half-Step Missisppi...", "Stella
Blue" und "Row Jimmy"), nur die Single "Eyes Of The
World" ist nach meiner Geschmack etwas schwächer. Von Bob
Weir hören wir eine mehrteilige "Weather Report Suite",
Bill Kreutzmann muss z. Z. ohne seinen Trommelpartner Mickey
Hart auskommen, Phil Lesh ist am Bass wie immer genial, aber
mal wieder ohne eigene Songs und Gesangsversuche. Ungewöhnlich ist
die große Anzahl von Gastmusikern (Doug Sahm, Matt Kelly,
Vassar Clements, Martin Fierro u.a.). Das Album wurde übrigens
von der Band Jazz Is Dead komplett gecovert ("Laughing
Water", Zebra 1999)! |
| Ian Matthews: "Valley Hi" (Elektra, Sept. 1973) |
Nach
der kurzen ersten Plainsong-Episode
zog es Ian nach Kalifornien. Dort nahm er unter der Produktionsaufsicht
von Ex-Monkee Michael Nesmith diese Platte mit einer seiner besten
Eigenkompositionen ("Keep On Sailing") auf. Seine größte
Stärke lag aber in der Interpretation von Liedern anderer Autoren:
"These Days" (Jackson Browne), "Seven Bridges Road"
(Steve Young) und weitere Lieder von Richard Thompson, Randy Newman, Don
Gibson und Michael Nesmith. |
| Man: "Back Into The Future" (United Artists, Sept. 1973) |
Dieses Doppelalbum ist eine der bekanntesten Man-Platten geblieben. Eine
Platte live, die andere im Studio zeigten Micky Jones, Terry
Williams, Phil Ryan, Will Youatt und den Neuzugang Tweke
Lewis (Ex-Wild Turkey) auch
künstlerisch klar im oberen grünen Bereich. Nur Deke Leonard
war nicht dabei (er kehrte aber zum nächsten Album "Rhinos,
Winos + Lunatics" von seinem erfolglosen Soloausflug "Iceberg"
zurück). Von dieser Platte stammt der Konzertklassiker "C'mon". |
| Poco: "Crazy Eyes" (Epic, Sept. 1973) |
|
|
| Lou Reed: "Berlin" (RCA, Sept. 1973) |
Das
Album nach "Transfomer"
- eine schwere Hypothek, da "Walk On The Wild Side" kaum zu
toppen war. Trotzdem eine gute Scheibe. |
| Jesse Colin Young: "Song For Juli" (Warner, Sept. 1973) |
Wenn
ich einem Marsmenschen erklären müsste, was gute Laidback-Musik ist,
würde ich ihm möglicherweise das zweite Soloalbum des ehemaligen
Sängers der Youngbloods
(kennt die überhaupt noch jemand?) vorspielen. |
| Neil Young: "Time Fades Away" (Reprise, Sept. 1973) |
|
Nachtrag: Inzwischen sind das Meisterwerk "On
The Beach", der Flickenteppich "American
Stars 'N Bars" sowie die eher unwichtigen Alben "Reactor"
und "Haws & Doves" als Silberlinge erschienen. Nur "Time
Fades Away" und der krude Soundtrack "Journey Through The
Past" fehlen auch weiterhin! |
| Atlantis: "It's Getting Better" (Vertigo, Okt. 1973) |
Kaum mehr als ein halbes Jahr ist vergangen seit dem Debütalbum "Atlantis"
- und es geht tatsächlich noch besser! Inga Rumpf ist gesanglich
in Topform und nicht nur auf dem Cover in Übergröße neben ihren Jungs.
Aber auch die haben es natürlich drauf an ihren Instrumenten. Besonders
schön gefallen mir die fast jazzigen Passagen auf dem Fender-Rhodes
E-Piano von Monsieur Kravetz. Auch Dieter Bornschlegel,
der Nachfolger von Frank Diez an der Gitarre (und bald darauf selber schon
wieder weg vom Fenster...), macht seine Sache sehr gut. Atlantis waren vielleicht sogar besser als ihre Vorgängerband Frumpy, bekamen aber leider nie die gleiche Anerkennung. Vielleicht weil sie ganz bewusst nicht versuchten "deutsch" zu klingen, also "krautrockig", sondern eher "international"? Das höchste Lob von Snobs war damals: "für eine deutsche Band ganz gut!". Auch ich muss zugeben, dass ich mich dieser Haltung nicht ganz entziehen konnte und kann aus der Distanz heraus jetzt klar sagen: tolle Band. Sie hätten richtig groß werden können. (Dez. 2006) |
| Brinsley Schwarz: "Please Don't Ever Change" (United Artists, Okt. 1973) |
Zwar
nicht mein Lieblinxalbum der Pubrockband um den Sänger, Bassisten
und Songschreiber Nick Lowe, aber eben trotzdem ein gutes Album
... |
| Jackson Browne: "For Everyman" (Asylum, Okt. 1973) |
Jacksons
zweiter Geniestreich, besser produziert als der Vorgänger, gute bis
sehr gute Songs (z.B. "Take It Easy", die Kollaboration mit
Eagle Glenn Frey oder "These Days", das Nico
schon ein paar Jahre vorher mit Jackson aufnahm). In der Begleitband erstmalig
sein langjähriger musikalischer Partner David Lindley. |
| Caravan: "For Girls Who Grew Plumb At Night" (Decca/Deram, Okt. 1973) |
Die
einzige englische Band aus der "Progrock"-Ecke neben Van
Der Graaf Generator, für die ich mich wirklich erwärmen
kann. Wahrscheinlich tut man der Band aus Canterbury mit diesem Etikett
aber sowieso nur Unrecht. |
| Genesis: "Selling England By The Pound" (Charisma, Okt. 1973) |
Leute,
bitte nicht wundern! Diese Platte hat nix mit der furchtbaren Hitfabrik
aus den 80ern und 90ern, mit und ohne Phil
Collins, zu tun. Damals sang dort Peter
Gabriel, von dem ich zwar auch kein Fan bin, der aber immerhin
kein Hitparadenfuzzi mit Seichtigkeiten im Programm ist (Phil C.: Eat
your heart out!). Man nennt so was heutzutage Progressive-Rock - und da
kann ich eigentlich auch überhaupt nicht drauf: Trotzdem mag ich
diese Platte, wenn vielleicht auch nur aus nostalgischen Gründen.
Wie auch immer: inzwischen kann ich das zugeben, ohne mich zu genieren. |
| John Martyn: "Inside Out" (Island, Okt. 1973) |
Dieses
schöne John Martyn-Album sollte allmählich mal neu auf CD veröffentlicht
werden, denn meine alte Kassettenkopie gibt langsam aber sicher ihren
Geist auf! |
| New Riders On The Purple Sage: "Panama Red" (Columbia, Okt. 1973) |
Das
"Hitalbum" der Band. Eigentlich war die Band ja nur als Testfeld
für die Pedalsteel-Experimente von Jerry Garcia gedacht, doch
dann kam das beim Publikum so gut an, dass mehr daraus wurde. Der viel
beschäftigte Jerry wurde deshalb auch auf dem nächsten Album
durch Buddy Cage ersetzt. Herausragend zwei Songs, die Peter
Rowan für die Band schrieb: der Titelsong und "Lonesome
L.A. Cowboy". Neben dem Sänger John Dawson taten sich
jetzt auch den anderen Bandmitglieder (Gitarrist David Nelson,
Drummer Spencer Dryden und vor allem Bassist Davd Torbert)
als Songschreiber hervor. |
| Walter Wegmüller/Die Kosmischen Kuriere: "Tarot" (Ohr, Okt. 1973) |
|
|
| Billy Cobham: "Spectrum" (Atlantic, Nov. 1973) |
|
|
| Elliot Murphy: "Aquashow" (Polydor, Nov. 1973) |
Das Debüt eines der unterbewertetsten Singer/Songwriter aus den USA.
Er hatte damals wie viele seiner Kollegen (z.B. Loudon
Wainwright III) den Stress, der neue "Bob Dylan" sein zu
müssen. Was er natürlich nicht war. Seine wahren Fans hat er
inzwischen in Europa gefunden, wo er nun schon lange lebt und regelmäßig
schöne, aber kommerziell unbedeutende Alben herausbringt. |
| Nektar: "Remember The Future" (Bellaphon/Bacillus, Nov. 1973) |
Diese Platte hatte ich lange vergessen und erst kürzlich wieder entdeckt.
Vier in Hamburg ansässige Engländer zeigten mit den beiden ganzseitigen
Teilen der Suite "Remember The Future" (solch überlange
Songmonster galten damals als sehr stilvoll!) ihren bekannteren Kollegen
von Pink Floyd und Yes, wo der Hammer hängt. In Deutschland waren
sie damit die kleinen Könige und konnten in England und den USA zumindest
einen Achtungserfolg erzielen. Bei allen berechtigten Berührungsängsten
gegenüber dem, was man heute "Progrock" nennt, ist das
hier aber trotzdem eine schöne Platte, mit in der großen Suite versteckten
wunderschönen kleinen Popsongs! |
| Bonnie Raitt: "Takin My Time" (Warner, Nov. 1973) |
|
| Santana: "Welcome" (Columbia, Nov. 1973) |
Das
jazzigste Album der Band hatte damals viele "normale" Fans eher
überfordert, dabei ist es doch eine wunderschöne Platte. Fest
dabei als Sänger und Jodler (!) ist Leon Thomas, der schon
auf dem Meisterwerk "Karma"
von Saxophonist Pharoah Sanders seine Stimme erhoben hatte. Weitere
Gäste aus der Jazzecke: John McLaughlin, Airto Moreira,
Flora Purim und Herbie Mann. Da verwundert es vielleicht
auch nicht mehr, dass das Titelstück von John Coltrane stammt. |
| Ringo Starr: "Ringo" (Apple, Nov. 1973) |
In der Grabbelkiste gefunden!(07.07.2009) |
| Embryo: "We Keep On" (BASF, Dez. 1973) |
Jetzt nicht wundern, aber in den frühen 70ern hat sich auch dieser
Chemiegigant aus Ludwigshafen mal für ein paar Jahre als Plattenfirma
versucht! Vielleicht um den eigenen Vinylabsatz zu erhöhen? Oder
weil man sich sagte: "Wir können Vinyl machen, also sind
wir ja auch eine Plattenfirma!"? Keine Ahnung - ist ja auch egal.
Auf jeden Fall gab es damals zum Teil recht obskures Zeug aus Ludwigshafen:
ich erinnere mich an das inzwischen ultra rare, aber nicht unbedingt gelungene
Debütalbum von Conny Veits Band Gila, außerdem hatte man das
Stuttgarter Jazzlabel MPS von Joachim-Ernst Behrend im Vertrieb.
Aber ich schweife ab! Auch die deutschen "Ethno-Jazz-Rocker"
Embryo haben dort mal veröffentlicht. Zwar hab ich "We Keep
On" damals nicht gehört (ich besaß nur 2 Billig-Kompilationen
vom Brain-Label), aber es jetzt als CD-Wiederveröffentlichung
von einem Plattenlabel aus Andorra (!) neu für mich entdeckt.
Wie bei einer "richtigen Jazzplatte" sollte man hier Aufnahmezeitpunkt (Dez. 1972) und Besetzung erwähnen: neben Bandgründer und einzigem Dauermitglied Christian Burchard (Schlagzeug, Vibraphon) sind das Langzeitgitarrist Roman Bunka, Keyboarder Dieter Miekautsch und der damals in Deutschland beheimatete Saxofonist Charlie Mariano. Da alle damaligen Embryoplatten eine hohe musikalische Qualität hatten, ist der "internationale Durchbruch" , den die Band angeblich mit diesem Album schaffte, sicherlich auf dieses prominente (Teilzeit-)Bandmitglied zurückzuführen. Guter Hippie-Kiffer-Jazzrock! (24.06.2004) |
| Gary Burton & Chick Corea: "Crystal Silence" (ECM, 1973) |
Die Platte klingt so, wie sie heißt: wunderbare Piano-Vibraphon-Duette
von zwei Meistern. |
| Commander Cody & His Lost Planet Airmen: "Country Casanova" (MCA/Paramount, 1973) |
Auch
auf ihrem dritten Album brachte diese achtköpfige Hippietruppe wieder
ihre ungewöhnliche Mischung aus Swing, Country und Rock'n'Roll. Wie
immer gab es ein tolles Cover! |
| Country Gazette: "Don't Give Up Your Day Job" (United Artists, 1973) |
Ein
Wühltischentdeckung! Dieses Quartett, entstanden aus den Resten von
"Dillard & Clark",
stand für hochkarätigen Bluegrass kalifornischer Prägung,
also durchaus mit offenen Ohren für Rock und Pop, was sich auch in
der Songauswahl widerspiegelt: Lieder von Stephen Stills, Don McLean,
Elton John (der schrieb damals tatsächlich schöne Lieder!),
aber eben auch vom Meister Bill Monroe. Bekanntestes Bandmitglied dürfte
der Geiger Byron Berline gewesen sein,
neben Banjospieler Alan Munde, Bassist
Roger Bush und Gitarrist Kenny
Wertz. |
| Dobie Gray: "Drift Away" (MCA, 1973) |
Schlimm genug, dass man das extra erwähnen muss: es gibt schwarze
Sänger, die sich sehr kompetent an Countrymusik (i.w.S.) versuchen.
Neben Ray Charles und Charlie Pride muss da unbedingt der
Texaner Dobie Gray genannt werden, der mit dem Titelsong, komponiert
von seinem Produzenten Mentor Williams, einen Welthit landet, der
viel gecovert wurde, u. a. von Humble
Pie und - so weit ich weiß - auch von den Rolling Stones. Irgendwo
habe ich auch mal gelesen, dass mit "Drift Away" eine der ersten
"Americana"-Platten aufgenommen wurde. Ob man diese Album jetzt
tatsächlich so hoch hängen muss, bleibt mal dahingestellt -
Außerdem scheinen die Unterschiede zwischen Country und Soul im Süden
der USA dann doch nicht so gross zu sein, wenn man etwa an solche Sänger
und Songschreiber wie Tony Joe White, Eddie
Hinton und Donnie Fritts denkt
(von dem hier die wunderbare Ballade "We Had It All" gecovert
wird).Begleitet wird Dobie Gray von der Créme de la Créme der Nashville-Musikszene: David Briggs (keyb), Mike Leech (bg), Reggie Young (g), Troy Seals (g), Kenny Buttrey (dr) und Weldon Myrick (pedal steel). Es ist wohl kaum überraschend , dass Briggs, Malone und Young auch bei Ton Joe Whites aktuellem Album zu hören sind! (11.04.2006) |
| Gryphon (Transatlantic, 1973) |
Gryphon waren eine sehr obskure Gruppe. Auf ihrer ersten Veröffentlichung
spielten sie in der Besetzung Richard Harvey
(Blockflöte, Keyboards), Brian Gulland
(Fagott), Graeme Taylor (Gitarre)
und David Oberle (Perkussion) eine
sehr von Klassik (bzw. Barock) und Folk geprägte, aber eigenständige
(meist) instrumentale Musik, in der vor allem der virtuose Blockflötenspieler
herausragte. Es sollten bis 1977 noch 4 weitere Alben folgen, in der sich
die Musik hin zu so etwas wie "Progrock" entwickelte. |
| Claire Hamill: "October" (Island, 1973) |
Bei
den Aufnahmen zu ihrem zweiten und letzten Album für Islands war
Claire Hamill gerade erst 18 geworden. Paul Samwell-Smith (Ex-Yardbirds-Bassist
und Cat Stevens-Erfolgsproduzent sogte für einen Folksound, der etwas
ompakter daherkommt als auf dem Debüt "One
House Left Standing" von 1971. Nur der Bluesrocker "You
Got Me Running" von Jimmy Reed will für mich hier irgendwie
nicht hineinpassen. Nach Ende iher erstenSolo-Karriere, Ende der 70er,
Anfang der 80er, soll sie mal bei Wishbone Ash mitgewirkt haben. Danach
wechselte sie in New-Age-Fach.(22.04.2010)
|
| Heads Hands & Feet: "Old Soldiers Never Die" (Atco, 1973) |
Der
Schwanengesang einer der besten britischen Bands der frühen 70er.
Das wollte damals kaum jemand hören. Sänger Tony Colton
konzentrierte sich fortan wieder auf seine Tätigkeit als Produzent
(er hat auch alle drei HHF-Alben vorzüglich in Szene gesetzt!), Bassist
Chas Hodges wechselte zum Klavier und wurde eine englische Pubrock-Semi-Legende
im Duo Chas & Dave (mit Dave Peacock). Nur den Leadgitarristen,
Keyboarder und zweiten Leadsänger Albert Lee wird der eine
oder andere von Euch durch sein späteres Mitwirken u.a. bei Emmylou
Harris, Eric Clapton, u.v.a., sowie durch gelegentliche Soloalben
kennen.(31.12.2007) |
| Garland Jeffreys (Atlantic, 1973) |
Das
völlig unbekannte und titellose Debütalbum des New Yorker Singer/Songwriters,
der in seiner Heimat weitestgehend unbekannt, in Europa zumindest einem
kleineren Publikum bekannt ist: da gab's mal mit "Matador" einen
kleineren Hit und ein paar Fernsehauftritte, woher ich den Mann dann ja
auch kannte. 1973 gab's aber noch keinen "Matador" und dieser
erste Versuch, Singer/Songwriter-Musik mit Reggae zu mischen, war kommerziell
gesehen ein Fehlgriff. Dabei hatte Atlantic sogar die Produzentenlegende
Michael Cuscuna und die besten Studiocracks der Stadt finanziert
(u. a. Saitenzauberer David Bromberg, Dr. John, Jazzbassist Richard
Davis, Vibraphonist Mike Manieri, Saxofonist David "Fathead"
Newman, Gospelchor The Persuasion, Bassist Chuck Rainey
und Drummer Bernard Purdie), ließ ihn danach aber wieder fallen.
Nach meinem Wissensstand gibt es die Platte auch immer noch nicht auf
CD, sodass ich mir jetzt erstmal eine CDR von meiner alten und schon ein
wenig zerkratzten Vinylplatte gemacht habe, die ich mal Ende der 70er/Anfang
der 80er für lächerliche 3,30 DM aus einer Grabbelkiste gezogen
habe - und erst jetzt weiß ich die Qualität dieser Aufnahmen erst
richtig zu schätzen!(18.02.2006) |
| Antonio Carlos Jobim: "Jobim" (Verve, 1973) |
Warnung:
die Platte ist mit einem Orchester aufgenommen! Sehr viele Geigen. Also
nix für harte Rock'n'Roller. Eher für Freunde schöner Melodien.
Und die gibt's bei Tom Jobim, einem der besten Songschreiber populärer
Musik den es je gab (no kidding!), natürlich en masse! |
| Lava: "Tears Are Goin' Home" (Brain, 1973 ) |
Lost & Found!(15.07.2008) |
| Marshall Tucker Band (Capricorn, 1973) |
|
|
| Maria Muldaur (Reprise, 1973) |
|
An dieser Platte liebe ich das, was ich auch an vielen Emmylou Harris- und Linda Ronstadt-Alben so schätze: Klasse Songs (durchweg Fremdmaterial, meist unbekannt, sodass man neue und unbekannte alte Songschreiber entdecken kann) und virtuose aber sehr relaxte Begleitmusiker, die immer songdienlich spielen. |
| John Prine: "Sweet Revenge" (Atlantic, 1973) |
Bereits
das dritte tolle Album des Mannes, der uns allen den "Angel From
Montgomery" brachte. Wie immer dabei als Gitarrist Steve Goodman,
selber ein vorzüglicher Songschreiber ("City Of New Orleans"),
dieses mal unterstützt von der vorzüglichen Nashville-Mafia
(Reggie Young, David Briggs, Kenny Malone, Grady
Martin, u.a.) , als Produzent wie immer dabei Atlantic-Legende Arif
Mardin. |
| Willie Nelson: "Shotgun Willie" (Atlantic, 1973) |
Das
erste Album, mit dem sich Nelson nach seiner Rückkehr nach Texas
als sog. "Outlaw" einen Namen machen konnte, allerdings nur
ein kurzes Zwischenspiel beim Atlantic-Label, wohl nicht der ideale Ort
für Countrymusik, sei sie auch noch so sehr "outlaw", bevor
er dann bei Columbia mit "Red Headed
Stranger" voll durchstartete. U.a. mit "She's Not For You" und "Whiskey River". |
| Danny O'Keefe: "Breezy Stories" (Atlantic, 1973) |
Ein
schreckliches Cover, aber eines der besten Alben eines der unterbewertetsten
amerikanischen Singer/Songwriter. Dieses mal wurde in New York mit absoluten
Topmusikern aufgenommen: u.a. Dr. John und Donny Hathaway
am Piano, den Gitarristen Hugh McCracken und David Bromberg,
den Schlagzeugern Bernard Purdie und Steve Mosley, den Bassisten
Richard Davis, Kenny Edwards und Hugh McDonald, Perkussionist
Airto Moreira, den Bluegrassspezialisten Kenny Kosek (Fiedel)
und Andy Statman (Mandoline). Produziert wie beim Vorgängeralbum
"O'Keefe" vom legendären Arif Mardin. Trotzdem liess
sich der Erfolg von "Good Time Charlie Got The Blues" nicht
wiederholen. |
| Oregon: "Distant Hills" (Vanguard, 1973) |
Oregon,
die auch heute noch aktiv sind, spielen eine unvergleichliche Musik. Hier
finden Jazz, E-Musik, Weltmusik und was weiß ich noch alles (Europa, Indien,
USA) zu etwas Neuem zusammen. Man kann sich dieser Musik am ehesten mit
der Vorstellung der 4 absolut gleichberechtigten Musiker mit ihrem jeweiligen
Instrumenten nähern. Gleicher unter gleichen ist vielleicht Ralph
Towner (Ak. Gitarre, Piano, Trompete). Collin
Walcott spielt Perkussion und indische Instrumente (Sitar, Tablas).
Glenn Moore bedient den Kontrabass
(und gelegentlich Piano und Flöte). Paul
McCandless spielt Oboe und Bassklarinette. |
| Saunders, Garcia, Kahn, Vitt: "Live At Keystone" (Fantasy, 1973) |
Jerry
Garcia spielte neben den Grateful Dead auch immer in anderen Bands: Bei
den "New Riders Of The Purple Sage"
gab's Countryrock, bei "Old And In
The Way" war es Bluegrass. Mit der Organisten Merl
Saunders spielte er Jazzstandards, Blues und Dylan-Songs. Mit dabei
war damals bereits John Kahn, später
ständiger Bassist in der "Jerry Garcia Band". Wir hören
relaxte, manchmal etwas lang geratene Improvisationen von Orgel und Gitarre
über traditionellem Songmaterial. |
| Judee Sill: "Heart Food" (Asylum, 1973 ) |
Auch Judees zweites Album ist voll brillanter Musik. Eine Schande, dass
die damals kaum jemand gehört hat!!! Für mich ist Judee Sill
ganz klar die Entdeckung des Jahres, auch wenn sie schon lange nicht mehr
unter uns weilt...(23.02.2006) |
| Shel Silverstein: "Freakin' At The Freakes Ball" (Columbia, 1973) |
Lost and Found! |
| Staple Singers: "Be What You Are" (Stax, 1973) |
Viele kennen die Gruppe wahrscheinlich nur von ihrer Beteiligung beim
"Last Waltz", dem Abschiedskonzert
von The Band. Dieses Frühsiebzigeralbum
hat einen schönen Sound (viel E-Piano!) und ist halt eines der wenigen,
das ich von Pops Staples und seinen
drei Töchtern kenne. Mavis Staples
singt wie immer überirdisch gut. |
| String Driven Thing: "The Machine That Cried" (Charisma, 1973) |
Diese "Saitengetriebene Angelegenheit" ist sicherlich nur eine
(eher unbedeutende) Fußnote in der Rockhistorie. Seit dem titellosen
Vorgängeralbum wurde der Folkrock der Geschwister Chris
Adams (Gesang, Gitarre, Songwriting) und Pauline
Adams (Engelsstimme), dem Bassisten Colin
Wilson und dem Geiger Graeme Smith
um einen Trommler erweitert. Die Platte habe ich übrigenz ca. 1975
auf einem Flohmarkt in London erstanden, aber jahrelang nicht mehr gehört.
Kürzlich gab's dann die Reissue-CD bei Zweitausendeins in der Grabbelkiste,
sodass es mir nicht schwer fiel, erneut zuzuschlagen! Ergebnis: ein paar
sehr schöne Songs von Chris Adams, treibende Rhythmen - und diese
manchmal etwas nervige Geige von Mr. Smith, den ich dann später mal
mit Van Der Graaf live an der Essener
PH gesehen habe (Hawkwind und Van der Graaf im Doppelpack!).
Auch da hatte er nicht gerade "zurückhaltend" seine Geige
bedient. Der Mann ist, soweit ich das beurteilen kann, ein echter Könner
auf seinem Instrument, weiß aber scheinbar nicht immer, wann genug ist.
Genau das, was mich auch an vielen Jazzrockgitarrenalben nervt. Trotzdem
eine gute Platte. |
| Sweet Smoke: "Darkness To Light" (EMI/Harvest 1973) |
Sweet
Smoke waren 5 amerikanische Hippies, die in den frühen 70ern
ganz in meiner Nähe in Emmerich (!) gelebt und sogar
beim legendären Harvest-Label von Mutter EMI ein paar Platten
herausgebracht haben. Das Debütalbum "Just
A Poke", aufgenommen im September 1970, bestand aus zwei ganzseitigen
Jams (jeweils über 16 Minuten) und durfte damals in keinem guten
Kifferhaushalt fehlen - und auch wir haben diese Platte damals viel gehört.
Das zweite Album "Darkness To Light" vom Herbst 1972 war damals an mir vorbeigegangen und gibt es zusammen mit "Just A Poke" auf einer CD. Es hat deutlich kürzere Stücke (zwischen 4 und 13 Minuten), klingt weniger nach Grateful Dead und mehr nach Folk und Indien. (23.05.2010) |
| McCoy Tyner: "Enlightenment" (Milestone, 1973) |
Tyner kennen viele nur als den Begleiter von John
Coltrane. Für mich ist er aber einer der besten Jazzpianisten
überhaupt. Unglaublich, welche Kraft und gleichzeitig Feinheit der
Mann in sein Spiel legt! Während sich seine Kollegen Hancock
und Corea in den Spät60ern/Früh70ern vermehrt um Elektrifizierung
kümmerten, blieb Tyner beim Konzertflügel, ohne dabei irgendwie
altmodisch zu klingen."Enlightenment" ist zwar "nur" ein Livedoppelalbum vom piekfeinen Montreux-Jazzfestival, aber es enthält keine netten Standards, sondern eine extra komponierte "Enlightenment Suite". Die Begleitband ist vorzüglich: der damals knapp 20jährige Saxofonist Azar Lawrence in bester Coltrane-Manier, am Bass Joony Booth (kenn ich nicht weiter) und am Schlagwerk der "Jazzrockfusionstar" Alphonse Mouzon. Starkes Teil! |
| Velvet Underground: "Squeeze" (Polydor, 1973) |
Vor einiger Zeit konnte ich eine Kopie dieses extrem obskuren und raren Albums
auftreiben, das gerne in fast allen Geschichten über Velvet Undergriound
vergessen wird. Im Grund ist das auch keine wirkliches Velvet Underground-Album,
sondern eher eine nette Folkrock-Soloplatte von Doug Yule, begleitet
nur von - bitte nicht lachen - Ian Paice - von Deep Purple am Schlagzeug!Wenn man also mal Alles im Zusammenhang mit VU aussen vor lässt - ist das eine kleine, nette, wenn auch sicherlich unwichtige Platte aus den frühen 70ern, der im Grunde viel Unrecht angetan wurde! |
| Tony Joe White: "Homemade Ice Cream" (Warner, 1973) |
Viele
kennen den Mann nur von seinem Hit aus den 60ern "A Rainy Night In
Georgia", den wohl so gut wie jeder Crooner schon aufgenommen hat,
oder von seiner Zusammenarbeit als Autor und Gitarrist mit Tina
Turner in den 80ern: da trägt z.B. das Lied "Steamin'
Windows" sicherlich zu seiner Alterssicherung bei. In den frühen
70ern hat er für Warner drei wunderbar relaxte Alben aufgenommen:
"Tony Joe White." (1971) mit Produzent Peter
Asher (Ex-Peter & Gordon, erfolgreich mit James Taylor und
Linda Ronstadt), "The Train I'm On" (1972) mit den Atlantic-Legenden
Jerry Wexler und Tom Dowd an
den Reglern und eben "Home Made Icecream" (1973), produziert
von White selbst zusammen mit Tom Dowd.
Die Begleitband war zu dieser Zeit das Maß aller Dinge in den Studios
von Memphis und Nashville: Norbert Putnam
am Bass, David Briggs an Hammond-B3
und diesem fantastisch klingenden E-Piano, Reggie
Young an der Gitarre und Kenny Malone
am Schlagzeug. Nicht zu unterschätzen ist natürlich Whites eigenes
Spiel auf der Gitarre (da hat er ganz klar seinen eigenen Ton!) und an
der Mundharmonika. Das Coverfoto mit tierischem Backenbart (steht ihm
besser als den deutschen Fußballern bei der WM 74!) und dem lässig
geknoteten Jeanshemd erinnert mich aber auch ein wenig an die Sex- und
sonstigen Trashfilme aus dieser Zeit, die lange Zeit dauernd nachts bei
den Privaten liefen. Da kann Tony Joe natürlich garnix für. |
| David Wiffen: "Coast To Coast Fever" (United Artists, 1973) |
|
Das Suchen nach dem Debütalbum "David
Wiffen" hat dann doch nicht solange gedauert ... |
| Larry Young: "Lawrence Of Newark" (Perception, 1973) |
Larry Young war einer der besten Orgelspieler des Jazz. Nachzuhören auf
diesem eher unbekannten Album aus den 70ern, das unter der Mitwirkung
des Gitarristen James 'Blood" Ulmer entstand. Bekannt wurde
er neben seinem Blue Note-Meisterwerk "Unity" besonders durch
die Mitwirkung in der ersten Besetzung von Tony Wiliams Lifetime,
sowie auf dem Album "Love Devotion Surrender"
von Carlos Santana und John McLaughlin.(27.06.2009) |
| Townes van Zandt: "The Late Great Townes van Zandt" (Tomato, 1973) |
Das
letzte Studioalbum vor der langen Pause bis 1978 enthält zwei der
bekanntesten Songs von TVZ: "Poncho & Lefty" (1977 von Emmylou
Harris veredelt und 1982 im Duett von Willie Nelson und Merle
Haggard zu Hit-Ehren gekommen) und "If I Needed You" (1981
von Emmylou und 1998 von Lyle Lovett aufgenommen). Dazu kommen
das wunderschöne "No Lonesome Tune", die Coverversion von
Guy Clarks "Don't Let The Sunshine Fool You" und "Heavenly
Houseboat Blues", die Zusammenarbeit mit dessen Frau Suzanna Clark.
|
| << 1972 | Oben | 1974 >> |
| Erstellt: 21.04.2002 | Letzte Aktualisierung: 29.08.2010 10:42 | 33508 Besucher seit dem 01.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |
Mein
erstes selbst gekauftes Album: Weihnachten 1973 bei Radio Bohlen in Dinslaken
für stolze 29 DM erstanden, nachdem ich das Lied "Born To Go"
im Radio gehört hatte (entweder bei Winfried Trenkler oder
Alan Bangs). Auch nach 3 Jahrzehnten finde ich dieses Live-Doppelalbum
immer noch klasse! Irres Klapp-Cover! Eine Nackt-Tänzerin! Synthesizer!
Audio-Generatoren! (wat is dat denn?) Der schlechteste und gleichzeitig
beste Saxofonist des Rock'n'Roll! Science-Fiction-Gedichte live rezitiert!
Lemmy am Bass! Wo aber war bloß die "Silver Machine" abgeblieben?


Das Debütalbum von Bruce hatte ich Mitte oder Ende der 70er mit meinem
alten Phillips-Tonbandgerät mitgeschnitten. Die Bänder existieren lange
nicht mehr, sodass ich auch diese akustischen Grüße ewig nicht mehr gehört
habe. Kürzlich kam mir das Album aber im MP3-Format unter die Finger,
wobei mir aufgefallen ist, was für ein tolles Album ich da jahrelang verdrängt
habe. Jedes der Lieder ist anders, jedes ist klasse. Im Nachhinein nicht
nachvollziehbar, warum Bruce nicht bereits mit diesem Album den großen
Durchbruch schaffte. Merkwürdigerweise bin ich trotzdem selber nie zum
großen Springsteen-Fan geworden, obwohl ich "
McGuinns
letzte Byrdsbesetzung hatte gerade ihr Abschiedskonzert gegeben (Clarence
White, der kurz darauf bei einem Autounfall verstarb, Chris Hillman
und Joe Lala als Ersatz für die gekündigten Skip Battin
und Gene Parsons), als durch David Geffen (der damals für
das neue Asylum-Label alle möglichen Leute unter Vertrag nahm - sogar
Viertes
Album von Deutschlands bestem Gitarrentrio und bereits das zweite für
das Kultlabel Brain. Weil die Band im nächsten Jahr zu Atlantic
wechselte, was wohl als eine große Ehre angesehen wurde, aber kommerziell
gnadenlos in die Hose ging, brachte Brain dann den 1o-DM-Billigsampler
"This Is Guru Guru" als Kombination jeweils der Hälfte
von Album Nr. 3 (dem genialen "
Album
#3 dieser Klasseband hatte ich doch bislang glatt in meiner Favoritenliste
vergessen!
Dieses
Traffic-Album scheint außer mir keiner zu mögen - so what.
Für
mich eine der besten Martyn-Platten. Vor allem der Titelsong hat es mir
angetan. In der Begleitung überzeugen Danny Thompson am Kontrabass,
sowie
1972
war ein hartes Jahr für die Band. Nach "
Eine
wundervoll poetische Platte mit schönen Orchesterarrangements,
die damals dem ehemaligen Bassisten, Pianisten und Bratschenspieler
der schrägen
gute
Musik und ein hübsches
Das
erste Album, das ich von Led Zep damals wahrgenommen habe und deshalb
für mich auch wichtiger als die Alben 1-4. Enthält mit "Rain
Song", "Ocean", "The Song Remains The Same" und
dem Reggae "D'yer Make'er" ein paar echte Killertracks. Außerdem
ist das ein geniales Cover.
Auf
dem fünften Album versammelte
Kürzlich
aus völlig unerfindlichen Gründen für mich wieder entdeckt: Pink Floyd
in den frühen bis mittleren 70ern. Vor allem mein Lieblinxalbum "
Der
zweite Streich der Adler, immer noch toll (weil immer noch mit
Damals
ist dieses doch recht schräge Album noch komplett an mir vorbei
gegangen: somit hier also eine "späte Entdeckung". Ayers
spielte mal Bass bei
Die
Platte habe ich mir eigentlich nur wegen des tollen Covers und Titels
gekauft, da ich kein so großer
Waits
Debüt hatte noch nichts von dem wüsten Stil der späteren
Jahre (z.B. "Swordfishtrombones"), ist aber trotzdem eine gelungene
Singer/Songwriterplatte mit vielen bekannten Liedern: "Ol' 55"
(von den
Copperhead
gab's nur eine Saison. Es war der Versuch, um den Gitarrenhexer
Die
dritte Produktion Deutschlands bester Rockband mit dem japanischen "Sänger"
Dieses
Morrison-Album hat es mir nicht leicht gemacht! Gekauft habe ich es erst
lange nachdem ich die beiden Killeralben
Auch
ich konnte damals bei Veröffentlichung mit dem Album nichts anfangen,
denn es geht hier beim gemeinsamen Album der Gitarrenstars aus den Sparten
Rock und Jazz um eine Hommage an den großen John Coltrane,
von dem "
Fünftes
und letztes Album der besten Schweizer Rockband. Und wie schon bei "
Slidegitarrengott
Das
Debütalbum, noch ohne Minne Graw, aber im Prinzip ist alles
schon da, was diese Band ausmacht: historische Texte, teilweise in Alt-
oder Mittelhochdeutsch, unterlegt mit (damals) zeitgemäßem
Folk und Folkrock. Wichtigste Beteiligte waren damals nach meiner Einschätzung
Sänger, Schlagzeuger und "Übersetzer" Olaf Casalich
und Multiinstrumentalist Frank Wulff, der sich kompetent auf
nahezu allem versucht, was Saiten oder in das man hineinblasen kann.
Das
vorletzte Album. Und angeblich nicht mehr so toll. Mir gefällt es
aber immer noch gut genug: besser ein schwächeres Album von Tim Buckley
als ein gutes von so manch anderem "Künstler". Immerhin
mit der Studioversion von "
Die
erste Veröffentlichung auf dem bandeigenen Plattenlabel - eine wunderbare
Platte (ich bin als verkappter "Deadhead" da aber wohl nicht
besonders objektiv). Deshalb hier nur ein paar Fakten: die erste Platte
nach dem Tod von Pigpen und auch die erste Studioproduktion mit
dem neuen Keyboarder Keith Godchaux, der hier auch zum ersten und
einzigen mal in seiner Deadzeit singt ("Let Me Sing Your Blues Away").
Ebenfalls neu dabei seine Frau Donna Jean Godchaux als Chorsängerin
(sie tritt aber kaum in Erscheinung und war wegen ihrer Rolle in der Band
auch immer ein Diskussionspunkt für Fans). Von Jerry Garcia
gibt es mehrere gute Songs ("Half-Step Missisppi...", "Stella
Blue" und "Row Jimmy"), nur die Single "Eyes Of The
World" ist nach meiner Geschmack etwas schwächer. Von Bob
Weir hören wir eine mehrteilige "Weather Report Suite",
Bill Kreutzmann muss z. Z. ohne seinen Trommelpartner Mickey
Hart auskommen, Phil Lesh ist am Bass wie immer genial, aber
mal wieder ohne eigene Songs und Gesangsversuche. Ungewöhnlich ist
die große Anzahl von Gastmusikern (Doug Sahm, Matt Kelly,
Vassar Clements, Martin Fierro u.a.). Das Album wurde übrigens
von der Band Jazz Is Dead komplett gecovert ("
Nach
der kurzen ersten
Schönes
Album der Band, die in ihrem Marktsegment "Countryrock" immer
im Schatten der
Das
Album nach "
Wenn
ich einem Marsmenschen erklären müsste, was gute Laidback-Musik ist,
würde ich ihm möglicherweise das zweite Soloalbum des ehemaligen
Sängers der
Nach
der kommerziell erfolgreichen "
Kaum mehr als ein halbes Jahr ist vergangen seit dem Debütalbum "
Zwar
nicht mein Lieblinxalbum der Pubrockband um den Sänger, Bassisten
und Songschreiber Nick Lowe, aber eben trotzdem ein gutes Album
...
Jacksons
zweiter Geniestreich, besser produziert als der Vorgänger, gute bis
sehr gute Songs (z.B. "Take It Easy", die Kollaboration mit
Eagle Glenn Frey oder "These Days", das
Die
einzige englische Band aus der "Progrock"-Ecke neben Van
Der Graaf Generator, für die ich mich wirklich erwärmen
kann. Wahrscheinlich tut man der Band aus Canterbury mit diesem Etikett
aber sowieso nur Unrecht.
Leute,
bitte nicht wundern! Diese Platte hat nix mit der furchtbaren Hitfabrik
aus den 80ern und 90ern, mit und ohne
Dieses
schöne John Martyn-Album sollte allmählich mal neu auf CD veröffentlicht
werden, denn meine alte Kassettenkopie gibt langsam aber sicher ihren
Geist auf!
Das
"Hitalbum" der Band. Eigentlich war die Band ja nur als Testfeld
für die Pedalsteel-Experimente von Jerry Garcia gedacht, doch
dann kam das beim Publikum so gut an, dass mehr daraus wurde. Der viel
beschäftigte Jerry wurde deshalb auch auf dem nächsten Album
durch Buddy Cage ersetzt. Herausragend zwei Songs, die Peter
Rowan für die Band schrieb: der Titelsong und "Lonesome
L.A. Cowboy". Neben dem Sänger John Dawson taten sich
jetzt auch den anderen Bandmitglieder (Gitarrist David Nelson,
Drummer Spencer Dryden und vor allem Bassist Davd Torbert)
als Songschreiber hervor. 
Das
jazzigste Album der Band hatte damals viele "normale" Fans eher
überfordert, dabei ist es doch eine wunderschöne Platte. Fest
dabei als Sänger und Jodler (!) ist Leon Thomas, der schon
auf dem Meisterwerk "
Auch
auf ihrem dritten Album brachte diese achtköpfige Hippietruppe wieder
ihre ungewöhnliche Mischung aus Swing, Country und Rock'n'Roll. Wie
immer gab es ein tolles Cover!
Ein
Wühltischentdeckung! Dieses Quartett, entstanden aus den Resten von
"
Bei
den Aufnahmen zu ihrem zweiten und letzten Album für Islands war
Claire Hamill gerade erst 18 geworden. Paul Samwell-Smith (Ex-Yardbirds-Bassist
und Cat Stevens-Erfolgsproduzent sogte für einen Folksound, der etwas
ompakter daherkommt als auf dem Debüt "
Der
Schwanengesang einer der besten britischen Bands der frühen 70er.
Das wollte damals kaum jemand hören. Sänger Tony Colton
konzentrierte sich fortan wieder auf seine Tätigkeit als Produzent
(er hat auch alle drei HHF-Alben vorzüglich in Szene gesetzt!), Bassist
Chas Hodges wechselte zum Klavier und wurde eine englische Pubrock-Semi-Legende
im Duo Chas & Dave (mit Dave Peacock). Nur den Leadgitarristen,
Keyboarder und zweiten Leadsänger Albert Lee wird der eine
oder andere von Euch durch sein späteres Mitwirken u.a. bei
Das
völlig unbekannte und titellose Debütalbum des New Yorker Singer/Songwriters,
der in seiner Heimat weitestgehend unbekannt, in Europa zumindest einem
kleineren Publikum bekannt ist: da gab's mal mit "Matador" einen
kleineren Hit und ein paar Fernsehauftritte, woher ich den Mann dann ja
auch kannte. 1973 gab's aber noch keinen "Matador" und dieser
erste Versuch, Singer/Songwriter-Musik mit Reggae zu mischen, war kommerziell
gesehen ein Fehlgriff. Dabei hatte Atlantic sogar die Produzentenlegende
Michael Cuscuna und die besten Studiocracks der Stadt finanziert
(u. a. Saitenzauberer David Bromberg, Dr. John, Jazzbassist Richard
Davis, Vibraphonist Mike Manieri, Saxofonist David "Fathead"
Newman, Gospelchor The Persuasion, Bassist Chuck Rainey
und Drummer Bernard Purdie), ließ ihn danach aber wieder fallen.
Nach meinem Wissensstand gibt es die Platte auch immer noch nicht auf
CD, sodass ich mir jetzt erstmal eine CDR von meiner alten und schon ein
wenig zerkratzten Vinylplatte gemacht habe, die ich mal Ende der 70er/Anfang
der 80er für lächerliche 3,30 DM aus einer Grabbelkiste gezogen
habe - und erst jetzt weiß ich die Qualität dieser Aufnahmen erst
richtig zu schätzen!
Warnung:
die Platte ist mit einem Orchester aufgenommen! Sehr viele Geigen. Also
nix für harte Rock'n'Roller. Eher für Freunde schöner Melodien.
Und die gibt's bei Tom Jobim, einem der besten Songschreiber populärer
Musik den es je gab (no kidding!), natürlich en masse!


Bereits
das dritte tolle Album des Mannes, der uns allen den "Angel From
Montgomery" brachte. Wie immer dabei als Gitarrist Steve Goodman,
selber ein vorzüglicher Songschreiber ("City Of New Orleans"),
dieses mal unterstützt von der vorzüglichen Nashville-Mafia
(Reggie Young, David Briggs, Kenny Malone, Grady
Martin, u.a.) , als Produzent wie immer dabei Atlantic-Legende Arif
Mardin.
Das
erste Album, mit dem sich Nelson nach seiner Rückkehr nach Texas
als sog. "Outlaw" einen Namen machen konnte, allerdings nur
ein kurzes Zwischenspiel beim Atlantic-Label, wohl nicht der ideale Ort
für Countrymusik, sei sie auch noch so sehr "outlaw", bevor
er dann bei Columbia mit "
Ein
schreckliches Cover, aber eines der besten Alben eines der unterbewertetsten
amerikanischen Singer/Songwriter. Dieses mal wurde in New York mit absoluten
Topmusikern aufgenommen: u.a. Dr. John und Donny Hathaway
am Piano, den Gitarristen Hugh McCracken und David Bromberg,
den Schlagzeugern Bernard Purdie und Steve Mosley, den Bassisten
Richard Davis, Kenny Edwards und Hugh McDonald, Perkussionist
Airto Moreira, den Bluegrassspezialisten Kenny Kosek (Fiedel)
und Andy Statman (Mandoline). Produziert wie beim Vorgängeralbum
"O'Keefe" vom legendären Arif Mardin. Trotzdem liess
sich der Erfolg von "Good Time Charlie Got The Blues" nicht
wiederholen.
Oregon,
die auch heute noch aktiv sind, spielen eine unvergleichliche Musik. Hier
finden Jazz, E-Musik, Weltmusik und was weiß ich noch alles (Europa, Indien,
USA) zu etwas Neuem zusammen. Man kann sich dieser Musik am ehesten mit
der Vorstellung der 4 absolut gleichberechtigten Musiker mit ihrem jeweiligen
Instrumenten nähern. Gleicher unter gleichen ist vielleicht
Jerry
Garcia spielte neben den Grateful Dead auch immer in anderen Bands: Bei
den "
Viele kennen die Gruppe wahrscheinlich nur von ihrer Beteiligung beim
"
Sweet
Smoke waren 5 amerikanische Hippies, die in den frühen 70ern
ganz in meiner Nähe in Emmerich (!) gelebt und sogar
beim legendären Harvest-Label von Mutter EMI ein paar Platten
herausgebracht haben. Das Debütalbum "
Viele
kennen den Mann nur von seinem Hit aus den 60ern "A Rainy Night In
Georgia", den wohl so gut wie jeder Crooner schon aufgenommen hat,
oder von seiner Zusammenarbeit als Autor und Gitarrist mit
Ein
völlig unbekannt gebliebener Singer/Songwriter, für den ich
mich kürzlich zu interessieren begann, weil wir sein bekanntestes
Lied "Lost My Driving Wheel" jetzt bei W4L im Repertoire
haben, das schon von vielen Künstlern gecovert wurde: The Byrds
(auf dem Album "Farther Along" von 1971), Roger McGuinn
(solo),
Das
letzte Studioalbum vor der langen Pause bis 1978 enthält zwei der
bekanntesten Songs von TVZ: "Poncho & Lefty" (1977 von Emmylou
Harris veredelt und 1982 im Duett von Willie Nelson und Merle
Haggard zu Hit-Ehren gekommen) und "If I Needed You" (1981
von Emmylou und 1998 von Lyle Lovett aufgenommen). Dazu kommen
das wunderschöne "No Lonesome Tune", die Coverversion von
Guy Clarks "Don't Let The Sunshine Fool You" und "Heavenly
Houseboat Blues", die Zusammenarbeit mit dessen Frau Suzanna Clark.