Das Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| Van Morrison: "Inarticulate Speech Of The Heart" (Vertigo, März 1983) |
Kurz
nach "Beautiful Vision"
gibt's von Van The Man das nächste Album auf allerhöchstem Niveau:
eine Spitzen-Band und Spitze-Songs! |
| The Go-Betweens: "Before Hollywood" (Rough Trade, März 1983) |
Mit
ihrem zweiten Album deuteten die Australier Robert Forster und
Grant McLennan zusammen mit ihrer Schlagzeugerin Lindy Morrison
bereits an, was spätestens beim übernächsten Album "Liberty
Belle And The Black Diamond Express" völlig klar war: eine
der besten Bands der 80er! Leider hat es nicht zum großen kommerziellen
Durchbruch gereicht, oder besser gesagt: Gott sei dank hat es nicht gereicht,
denn solche Schätze teilt man ungern mit jedermann auf der Strasse,
sondern behandelt sie lieber als kleines Geheimnis. |
| David Lindley & El Rayo-X: "El Rayo Live" (Elektra/Asylum, März 1983) |
|
Dabei waren jedenfalls neben dem Meister der exotischen Gitarren: Langzeitmitstreiter Jorge Calderon am Bass, Ex-King Crimson-Trommler Ian Wallace (very strange: Crimso goes Reggae!), Rhythmusgitarrist Bernie Larsen und der schräge Congamann Ras Baboo. |
| Aztec Camera: "High Land, Herd Rain" (Rough Trade, April 1983) |
Ein gelungenes Debüt der jungen schottischen Band, die im
wesentlichen aus dem Sänger/Gitarristen Roddy Frame bestand
(spätere A.C.-Alben sind im Prinzip Roddy Frame-Soloalben). Die
LP habe ich mir mal für 95 Pfennig aus der Grabbelkiste in einem
großen Dinslakener HiFi- und Elektro-Discounter gezogen (das Glück
ist mit den Tüchtigen).
|
| John Hiatt: "Riding With The King" (Geffen, April 1983) |
Eine
von Hiatts zahlreichen guten, aber wenig erfolgreichen Alben in den 80ern
- und das erste, das ich mir direkt bei der Neuerscheinung gekauft habe.
Nach den drei zart-New-Wave-angehauchten Alben 1980-82, das letzte sogar
von Tony Visconti (David Bowie) produziert, wurde der Sound jetzt
wieder etwas bodenständiger: Hiatt versuchte auch nicht mehr wie
Elvis Costello zu klingen. Stattdessen tat er sich auf der A-Seite der
Platte mit dem Multiinstrumentalisten Scott Matthews aus San Francisco
und für die B-Seite mit dem Briten Nick Lowe
zusammen. Letzterer brachte auch seine Stammband mit (Martin Belmont
an der Gitarre, Paul Carrack an den Keyboards und Bobby Irwin
an den Trommeln). Aus der Sicht von heute muss man sagen, dass die A-Seite schwach ist: es gibt keine Band, die organisch zusammenspielt, denn alles außer Gesang und Rhythmusgitarre stammt von Scott Matthews (Keyboards, Saxofon, Bass, Sologitarre, Schlagzeug). Auch hat das Schlagzeug einen schrecklichen 80er Sound. Die B-Seite mit der Nick-Lowe-Band besteht dagegen den Test der Zeit, könnte so auch schon in den 70ern oder erst heute aufgenommen worden sein. Sie hat auch die besseren Lieder, vor allem den Titelsong, der später von B.B. King und Eric Clapton gecovert wurde, aber auch "Love Like Blood" und "Book Lovers". Außerdem wurde hier wohl der Grundstein der erfolgreichen Zusammenarbeit von Hiatt und Lowe auf "Bring The Family" und - mit Abstrichen - beim Allstarprojekt Little Village (mit dabei noch Ry Cooder und Jim Keltner) gelegt. |
| Billy Bragg: "Life's A Riot With Spy Vs. Spy" (Chrysalis/Go! Discs, Mai 1983) |
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| Nick Lowe: "The Abnominal Showman" (WEA/F-Bea, Juni 1983) |
Hässliches
Cover, gute Band (Paul Carrack von Ace,
Martin Belmont von Ducks Deluxe
und Graham Parker an der Twäng-Gitarre,
James Eller am Bass, weil Mr. Lowe sich mal als Gitarrist versuchte,
Bobby Irwin am Schlagzeug), gute Song und guter Sound, mitten in
den schrecklichen 80ern. |
| David Thomas & The Pedestrians: "Variations On A Theme" (Rough Trade/Sixth International, Juni 1983) |
David Thomas ist der Sänger der Avantgard-Rocker
Pere Ubu (obskur-kultig!). Zwischen den mehr oder weniger langen Auszeiten
in seiner Stammband, teilweise auch parallel zu den Bandaktivitäten,
findet er immer wieder Zeit für andere Projekte. Die Pedestrians
waren ein echtes Allstar-Ensemble: Richard Thompson
an der Gitarre, Anton Fier (Golden
Palominos) am Schlagzeug und Paul Hamann am Bass. Chris
Cutler (Schlagzeug) und Lindsay Cooper (Fagott) von Henry
Cow (mega-obskur-kultig!) sind als Gäste dabei. Der Sound: Vielleicht
Avantgard-Folkrock??? |
| The Waterboys (Island, Juli 1983) |
Die
Waterboys sind das Vehikel des Sänger, Gitarristen und Songschreibers
Mike Scott. Auf diesem Debüt wurde Scott von Anthony Thistlethwaite
(Saxofon/Mandoline), Karl Wallinger (später mit World Party
erfolgreich), diversen Schlagzeugern und Bassisten unterstützt. Mit
dem grandiosen Song "A Girl Called Johnny". |
| XTC: "Mummer" (Virgin, Aug. 1983) |
Noch
ein großartiges Album von Andy Partridge und Colin Moulding!
Bekanntester Song : "Love On A Farmboy's Wages". |
| Violent Femmes (Slash, Sept. 1983) |
Ein
grandioses Debüt: nur mit einer Schrammelgitarre, einer akustischen
Bassgitarre und einem halben Schlagzeug bewaffnet wurden die genialen
Songs von Gorden Gano überzeugend
präsentiert. Straßenmusik meets Punkrock. |
| Tom Waits: "Swordfishtrombones" (Island, Sep. 1983) |
Waits
Debüt auf Island war nach langen Jahren bei Elektra/Asylum ein musikalischer
Quantensprung. Nicht dass er vorher nicht schon einer von den besseren
Singer/Songwritern gewesen wäre - jetzt war er plötzlich in
seinem neuen (Krach-) Sound sogar einzigartig. |
| The Rain Parade: "Emergency Third Rail Power Trip" (Enigma, Okt. 1983) |
|
Nun ja - auch in den 80ern gab's viele gute Bands, die unbeirrt auf Gitarren setzten und die Byrds, Jefferson Airplane und ähnliche Bands als Vorbilder hatten. Dazu gehörten auch Rain Parade mit den Brüdern Steve Roback und David Roback und dem Gitarristen Matt Piucci. Piucci durfte später mal (1989) bei Crazy Horse den Ersatzmann für Poncho Sampedro geben, als jene sich mit ihrem Chef zeitweilig verkracht hatten. Dave Roback erlangte einen gewissen Kultstatus in seinen späteren Bands Opal ("Happy Nightmare Baby" mit Kendra Smith von Dream Syndicate!) und vor allem Mazzy Star (mit Hope Sandoval, dem Traum aller Männer!) |
| Dream Syndicate: "The Days Of Wine And Roses" (Slash, Nov. 1983) |
In
etwa die gleiche Ecke wie Rain Parade gehörten
Dream Syndicate, die Band um den Sänger/Gitarristen Steve Wynn.
Auf diesem Debütalbum war sogar Kendra Smith am Bass dabei,
die später mit David Roback bei Opal
zusammenkam. Scheinbar eine große Familie. |
| Bob Dylan: "Infidels" (Columbia, Nov. 1983) |
Nach
den eher schwachen Alben "Sow Train Coming" (1979) und vor allem
"Shot Of Love" (1981) endlich mal wieder ein überzeugendes
Dylanalbum. Bemerkenswert die Begleitband: an den Gitarren Mark
Knopfler und Mick Taylor, als
Rhythmusgruppe Sly & Robbie aus
Jamaika. |
| Johnny Thunders: "Hurt Me" (New Rose, Nov. 1983) |
Johnny
Thunders war eine der tragischen Figuren der Rock'n'Roll. Als Gründungsmitglied
der "New York Dolls" eine kleine Legende, brachte er 1977/78
mit den Heartbreakers (aus New York, nicht die von TomPetty!) Bluesrock,
der unter Punkrock lief, leider ohne großen Erfolg. Bei dem französischen
New Rose-Label fand er eine neue musikalische Heimat und nahm dort z.B.
diese Folkplatte auf. |
| Cyndi Lauper: "She's So Unusual" (Epic, Dez. 1983) |
Ausnahmeweise
findet sich hier eine "Hitplatte" in meiner Liste. Mit "Time
After Time", "Girls Just Wanna Have Fun" und anderen Songperlen
hat sich Miss Lauper unsterblich gemacht, konnte aber leider danach nie
mehr an diesen Erfolg anknüpfen. Nicht zu unterschätzende Beteiligte
an der Platte waren als Musiker und Songschreiber übrigens die beiden
Hooters Eric Bazillian und Rob
Hyman, zusammen mit ihrem Stammproduzenten Rick
Chertoff. |
| Man: "Friday 13th" (Line, Dez. 1983) |
Nach sieben Jahren Pause ein Lebenszeichen von einer meiner Lieblingsbands
- zwar nur ein Livealbum, aber immerhin aus dem Marquee-Club in London
und neben den beiden Gitarristen Mickey Jones (einziges Urmitglied)
und Deke Leonard (bis auf eine solistische Auszeit 1972-73 immer
dabei) endlich wieder mit dem besten Man-Bassisten Martin Ace (von
1969-72 und 1975 schon mal dabei). Mit John Weathers (Ex-Gentle
Giant) gab's zumindest einen neuen Mann hinterm Schlagzeug, weil Terry
Williams ja inzwischen als Dire Straits-rommler das grosse Los gezogen
hatte. |
| Peter Blegvad: "The Naked Shakespeare" (Virgin, 1983) |
Peter
Blegvad ist Amerikaner, lebt aber schon lange in England. Er war zuvor
bei der Avantgarde-Band Henry Cow
und hat sich hier von Andy Partridge
(XTC) begleiten und produzieren lassen. Das Ergebnis
könnte man irgendwo zwischen Singer/Songwriter-Musik, (Punk-)Rock
(á la XTC) und Avantgarde (á la Henry
Cow) einordnen. Gute Platte. |
| T-Bone Burnett: "Proof Through The Night" (Warner, 1983) |
|
|
| Green On Red: "Gravity Talks" (Slash, 1983) |
|
"... bis heute neben der Down There EP mein GOR Lieblingswerk, da ich diese verspielt-drogigen Songs mit Chris Cacavas an der Orgel dem American-Rock mit Gitarrist Chuck Prophet vorziehe. Prophet war hier noch nicht zu hören, so lag die Hauptlast auf Cacavas Keyboards. Man entfernte sich aber langsam vom Paisley Underground in Richtung Prairie."(Glitterhouse) |
| The Jazz Butcher: "In Bath Of Bacon" (Glass, 1983) |
Das
eher unbekannte Debütalbum von Pat Fish, A.K.A. The Jazz
Butcher, der hier noch die meisten Instrumente selber spielt, was
wohl hauptsächlich finanzielle Gründe hatte, bei einem Etat
von 300 Britischen Pfund! Zwischen all dem Müll aus England in diesem
Tagen eine angenehme Platte, obwohl es manchmal zu sehr nach Homerecording
klingt. Richtig gut wird der Mann dann wenig später mit einer richtig
guten Band, nachzuhören unter anderem auf dem tollen Livealbum Hamburg
von 1985. |
| Peter Rowan: "The Walls Of Time" (Sugar Hill, 1983) |
|
|
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| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 17.05.2010 07:55 | 12824 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Dies
ist das erste Album nach der Trennung von seiner Frau Linda - ein WIRKLICH
GROSSES ALBUM. Die Backingband stellen die gerade reformierten Fairport
Convention (Simon Nicol, Dave Pegg und Dave Mattacks), erweitert um einen
Akkordeonspieler und zwei Saxofonisten: Folkrock meets Cajun meets Glenn Miller.
Kurz
nach "
Mit
ihrem zweiten Album deuteten die Australier Robert Forster und
Grant McLennan zusammen mit ihrer Schlagzeugerin Lindy Morrison
bereits an, was spätestens beim übernächsten Album "
Zwar
nur ein sog. "Mini-Album" mit 6 Songs in knapp 30 Minuten
- aber die haben es in sich! Live mitgeschnitten im Juni und Dezember
1982 in ein paar Clubs in Kalifornien mit solch illustren Namen wie
"Hop Singh's", "The Golden Bear" und "Little
Bavaria" - da wäre man gerne dabei gewesen!

Eine
von Hiatts zahlreichen guten, aber wenig erfolgreichen Alben in den 80ern
- und das erste, das ich mir direkt bei der Neuerscheinung gekauft habe.
Nach den drei zart-New-Wave-angehauchten Alben 1980-82, das letzte sogar
von Tony Visconti (David Bowie) produziert, wurde der Sound jetzt
wieder etwas bodenständiger: Hiatt versuchte auch nicht mehr wie
Elvis Costello zu klingen. Stattdessen tat er sich auf der A-Seite der
Platte mit dem Multiinstrumentalisten Scott Matthews aus San Francisco
und für die B-Seite mit dem Briten 
Hässliches
Cover, gute Band (Paul Carrack von
Die
Waterboys sind das Vehikel des Sänger, Gitarristen und Songschreibers
Mike Scott. Auf diesem Debüt wurde Scott von Anthony Thistlethwaite
(Saxofon/Mandoline), Karl Wallinger (später mit World Party
erfolgreich), diversen Schlagzeugern und Bassisten unterstützt. Mit
dem grandiosen Song "A Girl Called Johnny".
Noch
ein großartiges Album von Andy Partridge und Colin Moulding!
Bekanntester Song : "Love On A Farmboy's Wages".
Ein
grandioses Debüt: nur mit einer Schrammelgitarre, einer akustischen
Bassgitarre und einem halben Schlagzeug bewaffnet wurden die genialen
Songs von
Waits
Debüt auf Island war nach langen Jahren bei Elektra/Asylum ein musikalischer
Quantensprung. Nicht dass er vorher nicht schon einer von den besseren
Singer/Songwritern gewesen wäre - jetzt war er plötzlich in
seinem neuen (Krach-) Sound sogar einzigartig.
In
etwa die gleiche Ecke wie
Nach
den eher schwachen Alben "Sow Train Coming" (1979) und vor allem
"Shot Of Love" (1981) endlich mal wieder ein überzeugendes
Dylanalbum. Bemerkenswert die Begleitband: an den Gitarren M
Johnny
Thunders war eine der tragischen Figuren der Rock'n'Roll. Als Gründungsmitglied
der "New York Dolls" eine kleine Legende, brachte er 1977/78
mit den Heartbreakers (aus New York, nicht die von TomPetty!) Bluesrock,
der unter Punkrock lief, leider ohne großen Erfolg. Bei dem französischen
New Rose-Label fand er eine neue musikalische Heimat und nahm dort z.B.
diese Folkplatte auf.
Ausnahmeweise
findet sich hier eine "Hitplatte" in meiner Liste. Mit "Time
After Time", "Girls Just Wanna Have Fun" und anderen Songperlen
hat sich Miss Lauper unsterblich gemacht, konnte aber leider danach nie
mehr an diesen Erfolg anknüpfen. Nicht zu unterschätzende Beteiligte
an der Platte waren als Musiker und Songschreiber übrigens die beiden
Hooters 
Peter
Blegvad ist Amerikaner, lebt aber schon lange in England. Er war zuvor
bei der Avantgarde-Band
Sänger/Gitarrist
Burnett war mal vor einigen Jahren bei der kommerziell erfolglosen,
in Kollegenkreisen aber hochgeachteten Alpha Band. So begleitete
er z.B. mit seinen alten Bandmates David Mansfield und Steven
Soles Bob Dylan auf der "
Nach
der fantastischen
Das
eher unbekannte Debütalbum von Pat Fish, A.K.A. The Jazz
Butcher, der hier noch die meisten Instrumente selber spielt, was
wohl hauptsächlich finanzielle Gründe hatte, bei einem Etat
von 300 Britischen Pfund! Zwischen all dem Müll aus England in diesem
Tagen eine angenehme Platte, obwohl es manchmal zu sehr nach Homerecording
klingt. Richtig gut wird der Mann dann wenig später mit einer richtig
guten Band, nachzuhören unter anderem auf dem tollen Livealbum
Rowan
hat einen sehr umfangreichen Musikerstammbaum: Begonnen hat er in ganz
jungen Jahren mit Bluegrass bei