Das
Album des Jahres
weitere Highlights ...
| Brainstorm: "Second Smile" (Intercord/Spiegelei, Jan. 1974) |
Lost
& Found!(27.06.2008) |
| Herbie Hancock: "Head Hunters" (Columbia, Jan. 1974) |
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| Gram Parsons: "Grievous Angel" (Reprise, Jan. 1974) |
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| Ducks Deluxe (RCA, Feb. 1974) |
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The Ducks Deluxe's debut record may be the pinnacle of the pub rock genre. Its 12 cuts hold up as exciting, textbook rock & roll, released at a time when mainstream rock had forsaken its roots. Ducks Deluxe is filled with minor classics, from the driving "Don't Mind Rockin' Tonite" and "Coast to Coast," to the New Orleans R&B of "Daddy Put the Bomp." (J.P. Ollio) |
| Bob Dylan & The Band: "Planet Waves" (Elektra/Asylum, Feb. 1974) |
Die Reunion von Dylan und seiner besten Begleitband nach einer mehrjährigen
Unterbrechung führte zu diesem Studioalbum und einer sehr erfolgreichen
Tournee mit anschließendem Livealbum. Für mich ist bis heute unerklärlich,
warum diese Platte als eine der schwächeren Dylan-Platten eingeschätzt
wird: "Going, Going, Gone" und "Forever Young" gehören
zu den besten Songs von Dylan. Außerdem spielen Levon Helm, Rick
Danko, Garth Hudson, Robbie Robertson und Richard
Manual wie immer traumwandlerisch zusammen. |
| Humble Pie: "Thunderbox" (A&M, Feb. 1974) |
Dieses
Pie-Album habe ich damals im Weseler Kaufhof für einen 5er vom Wühltisch
ergattert - ich muss zugeben, hauptsächlich wegen des Innencovers
(benutzt eure Maus!), denn Steve Marriott, Clem Clempson
& Co. waren mir damals kaum ein Begriff. Die Musik auf der Platte
ist schwärzester Soulrock von einer weißen Band und war damals eigentlich
überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Erst viel später habe
ich die tollen Soulsongs zu schätzen gelernt: "Groovin' With
Jesus" (Gene Barge), "Anna" (Arthur Alexander), "I
Can't Stand The Rain" und "99 Pounds" (Ann
Peebles), "Drift Away" (Dobie
Gray) etc. |
| Loudon Wainwright III: "Attempted Moustache" (Columbia, Feb. 1974) |
Loudon
wurde in den 70ern als einer der vielen neuen "Dylans" gehandelt,
war aber eigentlich immer nur "Loudon". Dies ist sein 4. Album
und enthält einige seiner bekanntesten Songs: "Swimming Song"
(gab's mal in deutsch von Cochise: wer kennt die noch?), "Down
Drinking At The Bar", "The Man Who Couldn't Cry" (gibt's
'ne tolle Version von Johnny Cash!). Außerdem covert er selber
"Come A Long Way" von seiner damaligen Frau Kate
McGarrigle. In der Begleitung die damalige Nashville-Mafia (Mack
Gayden, Reggie Young, Pig Robbins, Johnny Christopher,
Tommy Cogbill, Kenny Buttrey u.a.), produziert hat der Dylan-Spezi
Bob Johnston. |
| Steely Dan: "Pretzel Logic" (ABC, März 1974) |
Drittes Album einer der wichtigsten Bands der 70er und auch einer meiner
Lieblingsbands! Gleichzeitig ist es auch das letzte Album als "Band
im herkömmlichen Sinne": Nach einer langen, anstrengenden und
frustrierenden Tournee zu diesem Album brach die Truppe auseinander: Gitarrist
Jeff Baxter und Drummer Jim Hodder waren weg, nur der Gitarrist
Dennis Diaz kam auch auf dem nächsten Album "Katy
Lied" (1975) noch gelegentlich zum Einsatz. Danach war Steely
Dan nur noch ein Studioprojekt, bestehend aus den Songschreibern Walter
Becker (Bass, Gitarre) und Donald Fagan (Gesang, Keyboards).
Zu unser aller Glück hatte sich ABC damals darauf eingelassen, weshalb
es in der Zukunft noch viele tolle Steely Dan-Alben geben würde.
"Pretzel Logic" war zu Unrecht für mich lange ein übersehenes
Steely Dan-Album, denn ich hatte die Band erst mit "Katy
Lied" kennen gelernt und kannte von den drei Vorgängern
eigentlich nur das Debüt "Can't
Buy Thrill" (1972) mit den Hits "Do It Again" und "Reeling
In The Years". Im Nachhinein betrachtet ist aber auch dieses Album
nicht zu verachten und enthält ein paar exzellente Songs, z.B. den
Hit "Rikki Don't Lose That Number" und "Barrytown". |
| War: "Live!" (United Artists, März 1974) |
Sie begannen als Begleitband von Eric Burdon, konnten sich aber
ähnlich wie The Band schnell
von ihrem Vorsänger emanzipieren und brachten eine Reihe erfolgreicher
Alben unter eigenem Namen heraus. Auffällig in dieser ansonsten "schwarzen"
Truppe war immer Lee Oskar, ein dänischer (!) Mundharmonika-Virtuose,
der zusammen mit dem Saxofonisten Charles Miller starke "Bläsersätze"
spielte. Dieses Live-Doppelalbum habe ich mir damals nach einem tollen
Auftritt der Truppe im Fernsehen gekauft (muss wohl Beatclub oder Musikladen
gewesen sein). |
| Jesse Colin Young: "Light Shine" (Warner, März 1974) |
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| Joni Mitchell: "Court And Spark" (Elektra/Asylum, April 1974) |
Eines der vielen Klassealben von Joni Mitchell. Hier ist die Jazzorientierung
zum ersten Mal deutlich zu erkennen: die Begleitband wird weitestgehend
von den Crusaders gestellt (Wilton Felder, Joe Sample
und Larry Carlton). |
| Richard & Linda Thompson: "I Want To See The Bright Lights Tonight" (Island, April 1974) |
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| Robert Calvert: "Captain Lockheed & The Starfighters" (United Artists, Mai 1974) |
ACHTUNG! Ein KONZEPTALBUM? Ein neues HAWKWIND-Album? Ein HÖRSPIEL?
Alles irgendwie richtig! Bob Calvert, Teilzeit-Lyriker und -sänger
von Hawkwind, hatte die damals
zahlreichen Starfighter-Abstürze und die Verstrickungen der Politiker
zum Thema seines Solodebüts gemacht. Weshalb auch Franz-Josef
Strauss hier (wahrscheinlich erstmalig) zur Hauptfiguren einer britischen
Rockplatte wurde. Kippt 4 Teile Hawkwind
(bis auf den ausgestiegenen Dikmik sind alle dabei), 4 Teile Hörspiel
und je 1 Teil Pink Fairies (Paul
Rudolph und Twink) und Arthur Brown in einen Topf, rührt
um und würzt das Ganze mit ein bisschen Eno - und Ihr wisst,
wie's klingt! |
| Man: "Rhinos, Winos + Lunatics" (United Artists, Mai 1974) |
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Gerade eben höre ich das Album zum ersten mal wieder nach langer
Zeit - und zwar aus dem leicht peinlichen Grund, dass ich es mir gerade
als MP3s besorgt habe. Tja - der Mensch ist halt faul und schwach. Auf
jeden Fall fällt es mir mal wieder auf, dass das tatsächlich
eines der allerbesten Alben der Band ist. Lichtjahre besser als das,
was Martin Ace und seine Sohnemann da kürzlich unter dem
Etikett Man "verbrochen"
haben. |
| Bad Company (Swan Song, Juni 1974) |
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| Jerry Garcia: "Garcia (Compliments)" (Round, Juni 1974) |
Auch Jerrys zweites Soloalbum heißt wieder einfach nur "Garcia".
Doch diesmal gibt es keine eigenen neuen Songs, die ja sonst in der Zusammenarbeit
mit Texter Robert Hunter entstehen (und oft auch den Weg in das
Dead-Repertoire finden), sondern Jerry Garcia wirkt "nur" als
Sänger und Sologitarrist für eine Reihe mehr ("Let's Spend
The Night Together" von Jagger/Richards) oder weniger (Irving Berlins
"Russian Lullaby") bekannter Fremdkompositionen, die von Stammbassist
John Kahn als verantwortlichem Produzenten vorgeschlagen und nach
Jerry's Zustimmung mit einer großen Gruppe von Studiomusikern (neben Kahn
und Merl Saunders aus der Jerry-Garcia-Band waren
das der Elvis-Trommler Ron Tutt, der danach fest in die JG-Band
einstieg, die Gitarrenlegenden Larry Carlton und Ben Benay,
Pianist Michael Omartian und viele andere) in Los Angeles aufgenommen
wurden, meist in Abwesenheit des derweil mit den Dead tourenden Gitarristen.
Fehlende psychedelische Akzente (10 relativ kurze Lieder mit nur kurzen
Gitarrensoli, Geigen, Holzbläser, etc.), sowie Song- und Musikerauswahl
haben das Album nicht zu den unter den Deadheads besonders beliebten Garcia-Veröffentlichungen
gemacht. Auch war die Platte in den späten 70ern/ frühen 80ern
schwer zu bekommen (ich habe mir mit viel Aufwand eine teure japanische
Importplatte besorgt und war zuerst auch ein bischen enttäuscht!).
Aus der Distanz heraus und inzwischen längst als CD wiederveröffentlicht
muss ich aber sagen: ein sehr schöne Platte mit schönen, meist
sehr altmodischen Songs!(07.07.2004) |
| The Grateful Dead: "From The Mars Hotel" (Grateful Dead Rec., Juni 1974) |
Nicht
mein Lieblinxalbum der Band, aber eigentlich doch ganz schön! Kleine
Besonderheit: es gibt gleich zwei vom Bassisten Phil Lesh komponierte
und gesungene Lieder ("Unbroken Chain" mit Synthesizereinlagen
von Lesh-Spezie Ned Lagin und der bizarre Countrysong "Pride
Of Cucamonga" mit der Pedalsteel des Doobie Brothers John McFee).Zwei Garcia-Beiträge sind sehr gelungen: "Ship Of Fools" und "China Doll", zwei weitere dagegen eher nicht, weil für meinen Geschmack zu plump rockend ("U.S. Blues" und "Loose Lucy"). Der einzige Beitrag von Bob Weir ("Money Money") fällt leider auch in die letzte Kategorie. |
| "Merl Saunders" (Fantasy, Juni 1974) |
Vielleicht
ist das titellose dritte nicht das beste Soloalbum des Organisten aus
dem Grateful Dead Umfeld, aber auf jeden Fall
das erste, das ich damals in den frühen 80ern in der Grabbelkiste eines
Plattenladens finden konnte. Schöner Funk mit guten, alten Keyboardssounds
(Hammond! Hohner D-6! Rhodes!), schöne Flöten und Saxofoneinlagen von
Martin Fierro. Nur Singen kann Saunders leider nicht, was er aber
auch nur einmal versucht. Dieses mal ohne Jerry Garcia
an der Gitarre, was aber nicht wirklich stört.(13.07.2009) |
| Robert Wyatt: "Rock Bottom" (Virgin, Juni 1974) |
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| Kevin Ayers, Eno, Nico, John Cale: "June 1, 1974" (Island, Juli 1974) |
Das
muss damals am 1. Juni ein tolles Konzert gewesen sein. Der Ex-Soft
Machine-Sänger Kevin Ayers lud die verwandten Seelen John
Cale und Nico (Ex-Velvet Underground)
und Brian Eno (Ex-Roxy Music)
ein. Man musizierte getrennt und z.T. zusammen. Sehr schön sind zwei
Coverversionen: Nico "singt" Jim Morrisons "The
End", John Cale bringt "Heartbreak Hotel" (Elvis Presley)
in neue Dimensionen. |
| Ronnie Lane's Slim Chance: "Anymore For Anymore" (GM, Juli 1974) |
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| John Stewart: "The Phoenix Concert" (RCA, Juli 1974) |
Die
Konzerte, welche John Stewart im März 1974 in Phoenix spielte, gelten
als ein Meilenstein in seiner langjährigen Karriere. Es entstand
ein Konzertmitschnitt, der locker in eine Reihe mit "Running
On Empty" und "Four-Way-Street"
gestellt werden kann. "The Pirates Of Stone County Road", "July
You're A Woman" und "California Bloodlines" gehören
zu den bekannteren Titeln eines durchgängig guten Albums. |
| Brinsley Schwarz: "New Favourites" (United Artists, Juli 1974) |
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| Jan Garbarek & Bobo Stenson: "Witchi-Tai-To" (ECM, Juli 1974) |
Ende
der 70er war ich in einer heftigen Jazzphase, in der ich mit meinen Kumpels
vor allem ECM-Platten gehört habe (und damals den Punk verschlafen
habe - aber das ist eine andere Geschichte). Jan Garbarek und Bobo Stensons
Platte mit dem Titelsong aus der Feder von Jim Pepper und dem Revolutionslied
"Hasta Siempre" ist mir aus dieser Zeit besonders gut in Erinnerung. |
| Neil Young: "On The Beach" (Reprise, Juli 1974) |
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Inzwischen schon! Vielleicht musste ich aber erst meine Privat-CD brennen,
damit die "echte" wiederververöffentlicht
wurde! Was? Ihr kennt doch sicherlich die Geschichte von dem Schlag
eines Schmetterlingsflügels über kosmische Zusammenhänge
... |
| Leonard Cohen: "New Skin For The Old Ceremony" (Columbia, Aug. 1974) |
Dies
ist das erste Album, was ich damals von dem kanadischen Poeten gehört
habe. Da ich auch kein sonderlicher Kenner der Materie bin, weiß ich nicht,
ob das jetzt ein "wichtiges" Cohen-Album ist oder nicht. Es
enthält auf jeden Fall einige gute Songs, die ich nach langen Jahren
des Nichthörens immer noch mehr oder weniger fehlerfrei im Ohr habe:
"Is This What You Wanted", natürlich "Lover, Lover,
Lover" und "Who By Fire", aber auch "Why Don't You
Try". |
| Ian Matthews: "Journeys From Gospel Oak" (Mooncrest, Aug. 1974) |
Ein
unterbewertetes Album, entstanden bereits 1972 zur Erfüllung des
Solovertrags bei Vertigo, während Matthews bereits mit seiner neuen
Band Plainsong beschäftigt
war und dafür auch schon einen Vertrag bei Elektra unterzeichnet
hatte. Das Budget für "Journeys..." war entsprechend klein
und am Ende wurde das Produkt an die kleine Firma Mooncrest verkauft,
die es erst 1974 veröffentlichte. Zu der Zeit war für Matthews
auch Plainsong schon längst
wieder Geschichte und es gab mit "Valley
Hi" und "Someday You Eat The Bear.." bereits 2 neue
Alben von Matthews. Was bleibt? Trotz allem ein schönes Album mit
kleiner, aber feiner Band (Andy Roberts
von Plainsong an der akustischen
und Jerry Donahue von Fotheringay
und Fairport Convention an der elektrischen
Gitarre, Timi Donald am Schlagzeug
und Pat Donaldson von Fotheringay
am Bass) und gutem Songmaterial u.a. von Tim Hardin, Mickey Newbury, Jimmy
Webb, Paul Siebel und Merl Haggard. |
| Hawkwind: "Hall Of The Mountain Grill" (United Artists, Sept. 1974) |
Der
Titel bringt Richard Wagner und eine Imbissstube zusammen: vielleicht
etwas bizarr - aber gar nicht so falsch! Ein eher unbekanntes, aber sehr
schönes Album meiner alten Helden. |
| Little Feat: "Feats Don't Fail Me Now" (Warner, Sept. 1974) |
Bis
auf Little Feat (und vielleicht noch Steely Dan)
müsste man die Mitsiebziger (ca. 1974-75) als das absolute Jammertal
der Rockmusik bezeichnen, was auch dieses Album wieder einrucksvoll bestätigte,
auf dem man eigentlich keinen der tollen Songs besonders hervorheben muss. |
| Robert Palmer: "Sneakin' Sally Thru The Alley" (Island, Sept. 1974) |
Mal wieder ein Fund aus der Grabbelkiste! |
| Carlos Santana & Alice Coltrane: "Illuminations" (Columbia, Sept. 1974) |
Carlos
und die Jazzharfinistin und Witwe des legendären Saxofonisten kamen
sich möglicherweise näher, als beide beim Guru Sri Chinmoy
(oder so ähnlich) abhingen, aber sicherlich eher aus musikalischen
Gründen, denn schon auf "Love,
Devotion & Surrender" seiner Zusammenarbeit mit John McLaughlin,
wurde Santanas Begeisterung für die Musik John Coltranes deutlich.
Und weil die Rockband Santana damals Unmengen von Platten
verkaufte und es noch keine Krise der Musikindustrie gab wurde ihm wohl
von seinen Chefs bei CBS dieses "unkommerzielle" Jazzalbum gestattet.
Quasi, um den Star bei Laune zu halten. Auch ich fand die Platte bei der
Veröffentlichung doof, bzw. hab sie nicht verstanden - ich war dafür
einfach noch zu jung. Kürzlich hab ich sie für den Preis von
etwa zwei Glas Bier bei 2001 entdeckt und gekauft. Jetzt muß ich
klar geststellen: gute Platte. U.a. mit Jack
DeJohnette und Dave Holland, sowie
der Rhythmus & Rasseltruppe von Santana.(ca. 2003) |
| Starry Eyed & Laughing (Columbia, Sept. 1974) |
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Die im Covertext gezeigte Euphorie hat leider zu keiner großen Karriere gereicht. Im Jahr 1975 gab's zwar noch mit "Thought Talk" ein ebenso gutes Nachfolgeralbum und sogar einen Fernsehauftritt im ARD (Musikladen? Musiksack? Oder wie die Sendung als Vorläufer zum Rockpalast auch immer geheißen hat), dann war Schluss. Es hat im Grunde noch nicht mal zu einer Fußnote in der Rockgeschichte gereicht, denn in kaum einem Rocklexikon kommen sie vor - das ist sehr schade und völlig ungerecht. Natürlich gibt's auch bisher keine CD-Wiederveröffentlichung, weshalb ich mir genauso wie bei Neil Youngs "On The Beach" und "Time Fades Away" eine eigene Starry Eyed-CD mit beiden Alben gebastelt habe. Immerhin gibt es aber eine informative Internetseite dazu. |
| Supertramp: "Crime Of The Century" (A&M, Sept. 1974) |
An
dieser Platte kam man 1974 eigentlich nicht vorbei: Supertramp schufen
ein wunderbares Album mit tollen Songs und vor allem einem tollen Sound
(zwei starke Sänger/Songschreiber, die Mundharmonika, aber vor allem
das Wurlitzer-Piano). Danach haben sie diese Erfolgsformel aber zu Tode
geritten und wurden dabei zu Weltstars. Was bleibt, ist dieses eine Album,
das man auch heute noch mit Begeisterung hören kann. |
| Traffic: "When The Eagle Flies" (Island, Sept. 1974) |
Der
Flug des Adler war der Schwanengesang von Traffic: danach startete Steve
Winwood seine Solokarriere, hat dabei aber m. E. nie mehr die Qualität
von Traffic erreicht. "Dream Gerard" mit dem tollen Saxofonspiel
von Chris Wood war damals ein echter
Tanzbodenfeger in unserer Lieblingsrockdisco "Old Daddy" in
Duisburg (die gibt's immer noch!) |
| John Cale: "Fear" (Island, Okt. 1974) |
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| Gene Clark: "No Other" (Elektra/Asylum, Okt. 1974) |
Dies ist ganz eindeutig das beste Album des Ex-Byrd!
Genial überproduziert: wie bei "Sgt. Pepper" stimmt jeder
Song. Und ähnlich wie Jackson Browne's "Late
For The Sky" sollte man dies Platte unbedingt komplett durchhören!
Eine meiner allerliebsten Platten für die einsame Insel. Leider sah
es die Plattenfirma nicht so, machte keine Promotion und schmiss Gene
Clark bald danach raus. Unbegreiflich! |
| Ducks Deluxe: "Taxi To Terminal Zone" (RCA, Okt. 1974) |
Neben
Brinsley Schwarz galten die Luxusenten als
wichtigste Band der englischen Pubrockszene. Ohne selber kommerziell wirklich
erfolgreich zu sein, waren sie aber vor allem das Sprungbrett für
Folgekarrieren: Sänger Sean Tyla (vorher Roadie bei Help
Yourself) konnte mehr oder weniger erfolgreich die Tyla
Gang in's Rennen schicken, Gitarrist Martin Belmont spielte
zuerst lange Jahre für Graham Parker
und anschließend für Nick Lowe.
Am erfolgreichsten waren aber Nick Garvey und Andy Mcmasters,
die mit den Motors mehrere Hits (z.B.
"Airport") landen konnten. |
| Jan Garbarek/Keith Jarrett: "Belonging" (ECM, Okt. 1974) |
Eine
der ersten ECM-Jazzplatten, die ich Mitte der 70er gehört habe und
immer noch einer meiner Favoriten aus dieser Zeit. Der amerikanische Wunderpianist
Keith Jarrett nahm zusammen mit dem norwegischen Saxofonisten Jan
Garbarek und dessen skandinavischer Rhythmusgruppe (Palle Danielsson
am Bass und Jon Christensen am Schlagzeug) einige seiner besten
Stücke auf. Gefällt mir besser als sein viel berühmteres
Solo-Live-Doppelalbum "The Köln Konzert"! |
| Man: "Slow Motion" (United Artists, Okt. 1974) |
Eigentlich war 1974 ja eher ein Tiefpunkt der Rockmusik - und Man haben
mal wieder alles falsch gemacht, indem sie genau in diesem Jahr gleich
zwei Alben - zwei ihrer besten! - veröffentlicht haben. Interessanterweise gab's zur Abwechselung mal keinen Besetzungswechsel, sondern nur einen "Abgang" zu vermelden: Malcolm Morley, der Keyboarder, hatte sie nach dem letzten Album vom Frühjahr ("Rhinos...") bereits wieder verlassen. Das konnte natürlich nicht lange halten: auf der nächsten Tournee in 1975 stand bereits wieder eine andere Besetzung auf der Bühne, dokumentiert auf dem wunderbaren Livealbum "Maximum Darkness". |
| Van Morrison: "Veedon Fleece" (Warner, Okt. 1974) |
Nach
einem kleinen "Durchhänger" (die beiden Vorgängeralben
"Saint Dominic's Preview" und "Hard
Nose The Highway" erreichten nicht ganz die Klasse von "Moondance"
oder "Tupelo Honey", sind
aber immer noch besser als das meiste andere aus dieser Zeit!) war Van
Morrison mit diesem Album wieder voll da. Erstmalig zeichnete sich hier
seine Vorliebe für keltische Themen ab ("Streets Of Arklow",
"County Fair"). |
| Ougenweide: "All Die Weil Ich Mag" (Polydor, Okt. 1974) |
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PS: der restliche deutsche Folk(rock) aus dieser Zeit (Fiedel Michel,
Liederjan, Singspiel, Elster Silberflug,
Zupfgeigenzumsel und wie sie alle hießen) kann mir nach wie vor
gestohlen bleiben! Vor kurzem erschien tatsächlich mit "Herzsprung"
ein neues Ougenweide-Album -und sogar ein richtig gutes! Ich habe jetzt
sogar die alten Platten herausgekramt und muss mein obiges Urteil revidieren:
"All Die Weil Ich Mag" gefällt mir mehr
als "ein wenig": Ich kann sogar alle Alben aus
der Frühzeit der Band (also aus der Zeit von 1973
bis 1976) wieder richtig geniessen!
Es ist schon komisch: vor ca. 35 Jahren fand ich dier Band einma richtig
klasse, vor 30 Jahren war die Liebe deutlich abgekühlt (was nicht
nur an mir sondern an den gleichzeitig modernen und trotzdem zu Zeiten
der NDW anachronistischen Früh80er-Spätwerken der Band liegt!),
vor 20 und auch noch vor 10 haben sie mich überhaupt nicht interessiert,
aber jetzt ist die Band zurück und alles passt wieder gut zusammen.
Unheimlich ist ein wenig, dass ich manche Lieder, obwohl teilweise 30
Jahre nicht mehr gehört, noch so gut im Gedächtnis habe, dass
ich auch mittelhochdeutsche Texte noch mitsingen kann und mir ganze
Instrumentalpassagen noch vollkommen vertraut sind. |
| Randy Newman: "Good Old Boys" (Reprise, Okt. 1974) |
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| Ace: "Five-A-Side" (Anchor, Nov. 1974) |
Ace
wurden von Bam King, dem ehemaligen Gitarristen von The Action
und Mighty Baby gegründet
und waren wie Brinsley Schwarz ein Bestandteil
der englischen Pubrockszene, hatten aber mit "How Long", aus
der Feder ihres Sängers Paul Carrack, direkt einen Welthit.
Sie machten danach noch zwei Alben und versuchten, in den USA Fuß zu fassen.
Das gelang leider nicht und sie verloren zusätzlich ihr heimischen
"Kneipenpublikum". Paul Carrack hat später für
viele Bands gesungen und georgelt (Frankie Miller, Roxy Music,
The Smiths, Squeeze, Nick
Lowe, Mike & The Mechanics) und immer mal wieder eine Solokarriere
versucht (und dabei noch mehrmals "How Long" aufgenommen). |
| Bonnie Raitt: "Streetlights" (Warner, Nov. 1974) |
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| Linda Ronstadt: "Heart Like A Wheel" (Capitol, Nov. 1974) |
Linda
Ronstadt galt in den 70ern als die Rocksängerin schlechthin, wenn
ihre Musik auch weniger Rock und mehr Country bzw. Singer/Songwriter ist.
Zwar schreibt sie so gut wie keine eigenen Songs, hat aber wie Tom
Rush oder Judy Collins das
Talent, gute Songs bisher unbekannter Autoren zu entdecken und zu veredeln.
Viele Künstler verdanken ihre Karriere dem Sachverhalt, von Linda
Ronstadt gecovert worden zu sein. Auf dieser, meiner Meinung nach ihrer
besten Platte, machte Linda uns mit dem Titelsong zum ersten mal mit der
Musik von Anna McGarrigle vertraut,
bevor Anna mit ihrer Schwester Kate im nächsten Jahr selber eine
Platte veröffentlichen konnte. Weitere hochkarätige Songschreiber
auf dieser Platte: John David Souther
("Faithless Love"), Paul Anka,
Hank Williams, Dan
Penn, Phil Everly, James
Taylor etc. |
| Roxy Music: "Country Life" (Island/EG, Nov. 1974) |
Grabbelkiste!!(19.07.2009) |
| Santana: "Borboletta" (Columbia, Nov. 1974) |
Meiner
Meinung nach die letzte richtig gute Santanaplatte. Zwar nicht so stark
wie "Caravanserai"
und "Welcome" - aber immerhin
... |
| Dr. Feelgood: "Down By The Jetty" (United Artists, Dez. 1974) |
Das Debüt einer der bester britischen R&B-Bands mit dem Sänger
Lee Brilleaux und dem genialen Gitarristen Wilko
Johnson, von Vic Maile witzigerweise in Mono produziert. Bereits
mit einigen der späteren Konzertklassiker aus der Feder von Wilko
("Roxette", "20 Yards Behind" und "She Does It
Right"), sowie Coverversionen von John Lee Hooker und Mickey Jupp.
Besonders gut gefällt mir der live eingespielte Gassenhauer "Tequila",
bei dem sich Bob Andrews und Brinsley Schwarz kurz nach
dem Split ihrer Stammband Brinsley Schwarz
und noch vor der Gründung von Graham
Parker & The Rumour" als dilettantischer, aber hingebungsvoller
Bläsersatz präsentieren! |
| Asleep At The Wheel (Epic, 1974) |
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"They really pick up the pace on this album, which is a stone cold classic. Almost every song on here is first-rate... maybe even better! Includes their fab version of Louis Jordan's "Choo-Choo Ch'boogie," and another great R&B cover, the astonishingly scathing "Bloodshot Eyes." The Wheel also get in their country licks, although most of the hick tunes are originals, rather than cover tunes. Chris O'Connell's somewhat shaky vocals grace several songs, but they match the material perfectly, and this is one of her best efforts. In fact, this is probably Asleep At The Wheel's best album... Highly recommended!" |
| Chilli Willi & Red Hot Peppers: "Bongos Over Balham" (Mooncrest, 1974) |
Obskure
Pubrockband um Phil Lithman (später als Snakefinger
bekannt durch seine Zusammenarbeit u. a. mit den Residents) und
dem Ex-Mighty Baby Gitarristen
Martin Stone. |
| Commander Cody & His Lost Planet Airmen: "Live From Deep In The Heart Of Texas" (MCA/Paramount, 1974) |
Mit
diesem Livealbum haben es die Jungs um den guten alten Commander geschafft,
Country und Western Swing in die Herzen von Hippies zu bringen. Andererseits
wurden sie in Nashville dafür gehasst: Hippies klauen uns unsere
Musik! |
| Ry Cooder: "Paradise And Lunch" (Reprise, 1974) |
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| Elster Silberflug: "Ich Fahr Dahin" (Hansa, 1974) |
Mitte
der 70er, also noch in jungen Jahren, hatte ich einen kurzen, aber heftigen
Flirt mit deutschsprachiger Folklore. Ougenweide,
Liederjan, Singspiel, Scheytholz und eben auch
Elster Silberflug hiessen diese Bands, die dann gerne auch mit dem
furchtbaren Etikett Deutsch Folk (so steht's sogar auf der
Coverrückseite von "Ich Fahr Dahin") versehen wurden. Lange hielt meine erste "Folkphase" nicht an. Ebenfalls sehr lange habe ich diese Platten schon nicht mehr herausgekramt, aber vor kurzem stiess ich im Internet auf ein paar englischsprachigen Blogs, die u.a. "Female Vocals" oder "Old Rock" zum Thema haben. Dort konnte ich obskure Schäze der 70er entdecken, wie zum Bleistift Comus, Dando Shaft, Kathy McCord, Pamela Polland und Fuchsia, die ich bisher überhaupt nicht kannte. Zu bewundern gab es dort überraschenderweise auch das Debütalbum der Heidelberger Hippiefolker von Elster Silberflug, über die ich in meinen Anmerkungen zu Ougenweide vor einiger Zeit noch pauschal abgelästert hatte. Ich habe mir das Album trotzdem heruntergeladen, ganz ohne sclechtes Gewissen, denn ich besitze es ja bereits auf Vinyl seit über 30 Jahren, und merke beim Hören, dass das eigentlich ein sehr schönes Album ist und sich hinter englischen Folkbands der damaligen Zeit nicht zu verstecken braucht. Dem Berliner Plattenlabel Hansa haben wir neben unfassbar viel schrecklicher Schlagermusik auch ein paar musikalische Schätze zu verdanken. Neben Elster Silberflug fallen mir da noch die Ur-Krautrocker von Xhol Caravan oder das Frühwerk der britischen Waverrocker von Japan ein. (03.05.2010) |
| Art Farmer: "A Sleeping Bee" (Sonet, 1974) |
Ein eher unbekanntes, unspektakuläres Jazzalbum, das der damals in
Österreich lebende amerikanische Flügelhornspieler (das ist
so was wie eine Trompete, aber kein Kornett!) in Schweden (!) aufgenommen
hatte, an das ich aber gute Erinnerungen habe: ein Freund hatte damals
(also Ende der 70er) die Platte und spielte sie auch öfter. Letztes
Jahr stand die CD für kleines Geld in der Grabbelkiste bei 2001 in
Essen - da habe ich voll nostalgischer Gefühle sofort zugeschlagen.
Beim erstmaligen Hören nach ungefähr 25 Jahren kann ich mich
sogar an manche der Lieder noch gut erinnern! Eine wirklich schöne
Platte ist das! Art Farmer hat mithin den schönsten Sound auf dem
Flügelhorn, den ich kenne. OK - so viele Flügelhornspieler kenne
ich nun auch wieder nicht. Im Moment fällt mir gar keiner ein. Wo
war ich gerade stehen geblieben??? |
| Donnie Fritts: "Prone To Lean" (Atlantic, 1974) |
Solodebüt
des Songschreibers und Gelegenheitskeyboarders (u. a. für Kris
Kristofferson, der hier auch mit Jerry Wexler produziert hat).
Wenn jemand den Namen überhaupt kennt, dann aus den Songschreibercredits
von Country- und Soulplatten. Eines seiner bekanntesten Lieder ist neben
"Breakfast In Bed", das er für Dusty
Springfield schrieb, "We Had It All", das bereits 1973 von
Dobie Gray aufgenommen wurde und
danach noch vielen anderen Künstlern gecovert wurde (u. a. Bob
Neuwirth, Scott Walker, Waylon Jennings, Rita Coolidge
und Green On Red - es soll sogar
Versionen von Bob Dylan und den Rolling Stones geben!).
Vom Publikum scheinbar ignoriert hatte er aber doch scheinbar viele Freunde
in Kollegenkreisen, die alle gerne im Studio ausgeholfen haben: neben
den bereits erwähnten Kris Kristofferson samt Ehefrau Rita
Coolidge wären da z.B. noch Tony
Joe White, John Prine, Dan Penn
(auch so eine Südstaaten-Songschreiber-Legende!) und Billy Swan
erwähnenswert. Für Musik und Songs gebe ich die volle Punktzahl,
Mr. Fritts hat nur ein kleines Problem, das ich mal "diplomatisch"
formulieren möchte: selbst sein Kollege Kris Kristofferson ist im
Verhältnis zu ihm ein begnadeter Sänger! Aber eigentlich stört
dieses Manko kaum: es macht eben nur verständlich, warum man seine
Lieder meist nur in der Interpretation von anderen kennt(13.04.2006) |
| Gryphon: "Red Queen To Gryphon Three" (Brain/Transatlantic, 1974) |
Das dritte Album der englischen Band mit der ungewöhnlichen Frontline
bestehend aus Blockflöte und Fagott. Eine der wenigen Platten auf
dem kultigen Brainlabel, die definitiv kein DEUTSCH ROCK war. Eher so'was
wie Prog-Folk-Rock. Vier instrumentale Lieder (vielleicht
besser gesagt: Kompositionen) von jeweils 10 Minuten sind
zu hören. Virtuos, aber trotzdem schön.(16.11.2011) |
| Bryn Haworth: "Let The Days Go By" (Island, 1974) |
Der
Engländer Bryn Haworth gilt als ein Meister der Slidegitarre. Leider
blieb er mit seinen eigenen Platten, von denen mir dieses Debüt am
besten gefällt, ohne großen Publikumserfolg. Dagegen wussten seine
Kollegen diese Künste zu schätzen und luden ihn immer wieder
gern zu ihren Plattenaufnahmen ein (Bryn ist z. B. auf John Cales
"Fear" und Ian Matthews' "Stealin'
Home" zu hören) |
| Bob Neuwirth (Elektra/Asylum, 1974) |
|
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| Dolly Parton: "Jolene" (RCA, 1974) |
Von
Dolly gibt es viele gute Platten. Mit "Jolene" schaffte sie
damals den Durchbruch als Solistin und Songschreiberin, denn das Album
enthält zwei gigantische Songs: Natürlich "Jolene"
selber, aber eben auch "I Will Always Love You" (#1 in den Country
Charts 1974). |
| Stackridge: "Extravaganza" (Rocket, 1974) |
Dieses Album steht schon so lange bei mir im Plattenschrank, dass ich
mich nicht mehr daran erinnern kann, wo, wann und warum ich es gekauft
habe. "Wann" war auf jeden Fall noch im Vinylzeitalter, ca.
späte 70er oder frühe 80er. Es ist das "angeblich nicht mehr so tolle"
vierte Album der Band, wo zu den Urmitgliedern Andy Davis
(Sänger, Songschreiber, Gitarrist & Pianist) und Mutter Slater
(Flötist) eine komplett neue Band dazukam (u. a. Ex-Audience-Saxofonist
Keith Gemmell und Keyboarder Rod Bowkett). Ich mag das Album
mit seiner Mischung aus englischem Humor, Folk- und Progressive Rock inzwischen
sehr, muss aber doch zugeben, das die kürzlich erstmals gehörten Alben
"Friendliness" (1972)
und "The Man With he Bowler
Hat" (1973) noch besser sind. Was will man mehr? Ach ja - Rocket
war in den 70ern das (kommerziell erfolglose?) Hobby-Label von Elton
John. Elton als Mäzen für eher unkommerzielle Popmusik? Das gibt ein
paar Länderpunkte für den kleinen Pianomann!(03.04.2009) |
| "Taggett" (United Artists, 1974) |
Über dieses total obskure Album bin ich vor einigen Monaten im WWW
gestolpert. Da es keine Wiederveröffentlichung gibt habe ich mir
jetzt eine CDR-Kopie der alten Vinylausgabe besorgt. Sänger Colin
Horton-Jennings war zuvor bei der Band The
Greatest Show On Earth und auch als Songschreiber tätig. Sein
offensichtlich den Bandnamen inspirierendes Eröffnungslied "Delaware
Taggett And The Outlaw Boys" fand sich bereits vor zwei Jahren auf
dem Album "Romany" der
Hollies und wird hier erstmals vom Autor selbst gesungen. Tony
Hicks, der Leadgitarrist der Hollies hat produziert und ein gewisser
Alan Parsons saß hinter'm Mischpult. Ach ja - die Musik ...
Folkrock, Pubrock, Westcoast, so was in dieser Richtung. Paßte ganz
gut zu den anderen damaligen Bands auf United Artists (Man,
Brinsley Schwarz, Help
Yourself, etc.), war aber wohl kommerziell ein totaler Flopp. Trotzdem
gute Mucke!!!(12.10.2009)
|
| Jimmy Webb: "Land's End" (Elektra/Asylum, 1974) |
Jimmy
Webb kennt man - wenn überhaupt - eher als Songschreiber denn als
Sänger. Auf sein Konto gehen unter anderem solch hochkarätige
Lieder wie "Wichita Lineman" und "By The Time I Get To
Phoenix" die Glen Campbell in den 60ern zu Welthits machte,
oder "MacArthur Park", das der irische Schauspieler Richard
Harris in die Spät60er-Charts brachte. Seine eigenen Alben haben
leider nie eine ähnliche Aufmerksamkeit erreicht, so auch das Mitt70er-Werk
"Land's End". Webb, begeisterter Segelflieger, war für
das Coverfoto mit Fotograf Henry Diltz in die Lüfte gegangen.
Details dazu in dem informativen Film "Under
The Covers" von Henry Diltz und Coverdesigner Gary Burden. |
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| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 26.12.2011 19:52 | 25509 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Mein
absolutes Lieblingsalbum von Jackson Browne, vielleicht sogar eines meines
Lieblingsalben überhaupt, das ich damals, wie viele andere wunderbare
Musik, in der Radiosendung "Night Flight" von Alan
Bangs kennen gelernt habe. Der Titel "Fountain Of Sorrow"
hat mich damals nachts am Radio total beeindruckt, ist aber nur einer
von vielen sehr guten Songs. Aus der Begleitband muss David
Lindley hervorgehoben werden, der hier absolut göttlich spielt.


Das unübertroffene Debüt der Band! Die Keimzelle der
Die Reunion von Dylan und seiner besten Begleitband nach einer mehrjährigen
Unterbrechung führte zu diesem Studioalbum und einer sehr erfolgreichen
Tournee mit anschließendem Livealbum. Für mich ist bis heute unerklärlich,
warum diese Platte als eine der schwächeren Dylan-Platten eingeschätzt
wird: "Going, Going, Gone" und "Forever Young" gehören
zu den besten Songs von Dylan. Außerdem spielen Levon Helm, Rick
Danko, Garth Hudson, Robbie Robertson und Richard
Manual wie immer traumwandlerisch zusammen.
Loudon
wurde in den 70ern als einer der vielen neuen "Dylans" gehandelt,
war aber eigentlich immer nur "Loudon". Dies ist sein 4. Album
und enthält einige seiner bekanntesten Songs: "Swimming Song"
(gab's mal in deutsch von Cochise: wer kennt die noch?), "Down
Drinking At The Bar", "The Man Who Couldn't Cry" (gibt's
'ne tolle Version von Johnny Cash!). Außerdem covert er selber
"Come A Long Way" von seiner damaligen Frau
Drittes Album einer der wichtigsten Bands der 70er und auch einer meiner
Lieblingsbands! Gleichzeitig ist es auch das letzte Album als "Band
im herkömmlichen Sinne": Nach einer langen, anstrengenden und
frustrierenden Tournee zu diesem Album brach die Truppe auseinander: Gitarrist
Jeff Baxter und Drummer Jim Hodder waren weg, nur der Gitarrist
Dennis Diaz kam auch auf dem nächsten Album "
Eines der vielen Klassealben von Joni Mitchell. Hier ist die Jazzorientierung
zum ersten Mal deutlich zu erkennen: die Begleitband wird weitestgehend
von den Crusaders gestellt (Wilton Felder, Joe Sample
und Larry Carlton).
Nicht
mein Lieblinxalbum der Band, aber eigentlich doch ganz schön! Kleine
Besonderheit: es gibt gleich zwei vom Bassisten Phil Lesh komponierte
und gesungene Lieder ("Unbroken Chain" mit Synthesizereinlagen
von Lesh-Spezie Ned Lagin und der bizarre Countrysong "Pride
Of Cucamonga" mit der Pedalsteel des Doobie Brothers John McFee).
Vielleicht
ist das titellose dritte nicht das beste Soloalbum des Organisten aus
dem 
Das
muss damals am 1. Juni ein tolles Konzert gewesen sein. Der Ex-Soft
Machine-Sänger Kevin Ayers lud die verwandten Seelen John
Cale und Nico (Ex-
Die
Konzerte, welche John Stewart im März 1974 in Phoenix spielte, gelten
als ein Meilenstein in seiner langjährigen Karriere. Es entstand
ein Konzertmitschnitt, der locker in eine Reihe mit "
Ende
der 70er war ich in einer heftigen Jazzphase, in der ich mit meinen Kumpels
vor allem ECM-Platten gehört habe (und damals den Punk verschlafen
habe - aber das ist eine andere Geschichte). Jan Garbarek und Bobo Stensons
Platte mit dem Titelsong aus der Feder von Jim Pepper und dem Revolutionslied
"Hasta Siempre" ist mir aus dieser Zeit besonders gut in Erinnerung.
Dies
ist das erste Album, was ich damals von dem kanadischen Poeten gehört
habe. Da ich auch kein sonderlicher Kenner der Materie bin, weiß ich nicht,
ob das jetzt ein "wichtiges" Cohen-Album ist oder nicht. Es
enthält auf jeden Fall einige gute Songs, die ich nach langen Jahren
des Nichthörens immer noch mehr oder weniger fehlerfrei im Ohr habe:
"Is This What You Wanted", natürlich "Lover, Lover,
Lover" und "Who By Fire", aber auch "Why Don't You
Try".
Ein
unterbewertetes Album, entstanden bereits 1972 zur Erfüllung des
Solovertrags bei Vertigo, während Matthews bereits mit seiner neuen
Band
Der
Titel bringt Richard Wagner und eine Imbissstube zusammen: vielleicht
etwas bizarr - aber gar nicht so falsch! Ein eher unbekanntes, aber sehr
schönes Album meiner alten Helden.
Bis
auf Little Feat (und vielleicht noch
Carlos
und die Jazzharfinistin und Witwe des legendären Saxofonisten kamen
sich möglicherweise näher, als beide beim Guru Sri Chinmoy
(oder so ähnlich) abhingen, aber sicherlich eher aus musikalischen
Gründen, denn schon auf "
An
dieser Platte kam man 1974 eigentlich nicht vorbei: Supertramp schufen
ein wunderbares Album mit tollen Songs und vor allem einem tollen Sound
(zwei starke Sänger/Songschreiber, die Mundharmonika, aber vor allem
das Wurlitzer-Piano). Danach haben sie diese Erfolgsformel aber zu Tode
geritten und wurden dabei zu Weltstars. Was bleibt, ist dieses eine Album,
das man auch heute noch mit Begeisterung hören kann.
Der
Flug des Adler war der Schwanengesang von Traffic: danach startete

Neben
Eine
der ersten ECM-Jazzplatten, die ich Mitte der 70er gehört habe und
immer noch einer meiner Favoriten aus dieser Zeit. Der amerikanische Wunderpianist
Keith Jarrett nahm zusammen mit dem norwegischen Saxofonisten Jan
Garbarek und dessen skandinavischer Rhythmusgruppe (Palle Danielsson
am Bass und Jon Christensen am Schlagzeug) einige seiner besten
Stücke auf. Gefällt mir besser als sein viel berühmteres
Solo-Live-Doppelalbum "The Köln Konzert"!
Nach
einem kleinen "Durchhänger" (die beiden Vorgängeralben
"Saint Dominic's Preview" und "
An
dieser Platte (Album Nr. 2 der Band) hängt mein Herz immer noch
ein wenig, denn es ist die erste, die ich mir damals von der Band gekauft
habe. Mitte der 70er habe ich die Minnerocker dann sehr intensiv gehört,
um sie danach aber ganz aus meinen Hörgewohnheiten zu verdrängen.
Jetzt aus der Distanz kann ich es etwas gelassener betrachten: eigentlich
eine ganz nette Platte!
Ace
wurden von Bam King, dem ehemaligen Gitarristen von The Action
und
Linda
Ronstadt galt in den 70ern als die Rocksängerin schlechthin, wenn
ihre Musik auch weniger Rock und mehr Country bzw. Singer/Songwriter ist.
Zwar schreibt sie so gut wie keine eigenen Songs, hat aber wie
Meiner
Meinung nach die letzte richtig gute Santanaplatte. Zwar nicht so stark
wie "
Neben
Obskure
Pubrockband um Phil Lithman (später als
Mit
diesem Livealbum haben es die Jungs um den guten alten Commander geschafft,
Country und Western Swing in die Herzen von Hippies zu bringen. Andererseits
wurden sie in Nashville dafür gehasst: Hippies klauen uns unsere
Musik!
Mitte
der 70er, also noch in jungen Jahren, hatte ich einen kurzen, aber heftigen
Flirt mit deutschsprachiger Folklore.
Solodebüt
des Songschreibers und Gelegenheitskeyboarders (u. a. für Kris
Kristofferson, der hier auch mit Jerry Wexler produziert hat).
Wenn jemand den Namen überhaupt kennt, dann aus den Songschreibercredits
von Country- und Soulplatten. Eines seiner bekanntesten Lieder ist neben
"Breakfast In Bed", das er für
Der
Engländer Bryn Haworth gilt als ein Meister der Slidegitarre. Leider
blieb er mit seinen eigenen Platten, von denen mir dieses Debüt am
besten gefällt, ohne großen Publikumserfolg. Dagegen wussten seine
Kollegen diese Künste zu schätzen und luden ihn immer wieder
gern zu ihren Plattenaufnahmen ein (Bryn ist z. B. auf John Cales
"
Von
Dolly gibt es viele gute Platten. Mit "Jolene" schaffte sie
damals den Durchbruch als Solistin und Songschreiberin, denn das Album
enthält zwei gigantische Songs: Natürlich "Jolene"
selber, aber eben auch "I Will Always Love You" (#1 in den Country
Charts 1974).
Jimmy
Webb kennt man - wenn überhaupt - eher als Songschreiber denn als
Sänger. Auf sein Konto gehen unter anderem solch hochkarätige
Lieder wie "Wichita Lineman" und "By The Time I Get To
Phoenix" die Glen Campbell in den 60ern zu Welthits machte,
oder "MacArthur Park", das der irische Schauspieler Richard
Harris in die Spät60er-Charts brachte. Seine eigenen Alben haben
leider nie eine ähnliche Aufmerksamkeit erreicht, so auch das Mitt70er-Werk
"Land's End". Webb, begeisterter Segelflieger, war für
das Coverfoto mit Fotograf Henry Diltz in die Lüfte gegangen.
Details dazu in dem informativen Film "