Das
Album des Jahres
| Sonic Youth: "Daydream Nation" (Blast First, Okt. 1988) |
Eine absolut geniale Krachplatte!
|
weitere
Highlights ...
| Cowboy Junkies: "The Trinity Sessions" (RCA, Jan. 1988) |
Mit
ihrem zweiten Album gelang dem kanadischen Quartett um die Geschwister
Margo (v), Michael (g) und Peter Timmins (dr) und
dem Bassisten Alan Anton völlig überraschend der Durchbruch.
Live in einer Kirche mitgeschnitten werden extrem langsame Songs gespielt,
meist aus der Feder des Gitarristen Michael Timmins. Auch Fremdkompositionen
wie Lou Reeds "Sweet
Jane" oder "Blue Moon" von Elvis Presley klingen völlig
verwandelt. |
| Hothouse Flowers: "People" (London/FFRR, Jan. 1988) |
Das
Album und vor allem die Single "Don't Go" brachten frischen
Wind aus Irland in das Jahr 1988. Die Band habe ich auf einer "After
School Party" in Oberhausen entdeckt - soweit ich mich da richtig
erinnern kann. |
| Robyn Hitchcock & The Egyptians: "Globe Of Frogs" (A&M, Feb. 1988) |
|
| McCarthy: "This Nelson Rockefeller" (Sept, Feb. 1988) |
Eine
rare 12"-EP von der Band, bei der Tim Gane vor Stereolab
gespielt hat. Im Prinzip ist das typischer britischer Gitarrenpop der
"C86"-Generation. Der zurückhaltende Einsatz von Keyboards
und Drumcomputern lässt aber schon erahnen, daß das Stereolab-Konzept
nicht "aus dem Nichts" entstanden ist. Im Mittelpunkt stand
damals aber noch Sänger & Texter Malcolm Eden. Besonders
schön finde ich das scheinbar schlichte & bilige, aber doch sehr
künstlerische Cover mit dem Loch in der Mitte und seiner kaum lesbaren
silbernen Schrift auf grauem Karton.(08.09.2009) |
| The Weather Prophets: "Judges, Juries & Horsemen" (Creation, Feb. 1988) |
Auch
mit dem dritten regulären Album (wenn man die Kompilation "Diesel
River" mitzählt) gelang Peter Astor nicht der große
Durchbruch. Das war viel zu unspektakulärer Gitarrenrock, aber eben
ganz nach meinem Geschmack. Mit der Single "Always A Light"
gibt es auf jeden Fall noch mal einen schönen Ohrwurm - es hat bloß
nicht gereicht. |
| The Church: "Starfish" (Arista, März 1988) |
Die
australische Band um den Sänger, Bassisten und Songschreiber Steve
Kilbey auf ihren künstlerischen und kommerziellen Höhepunkt.
"Under
The Milky Way" ist eines meiner absoluten Lieblingslieder. Das
Album hält sogar noch mehr Songs (fast) aus dieser Preisklasse bereit. |
| Nanci Griffith: "Little Love Affairs" (MCA, März 1988) |
Meine
erste Affäre mit Nanci. Hier hat MCA zwar versucht, sie als neuen Star
für die breite Masse aufzubauen - und die Musik doch nicht kaputt
gekriegt. Neben den vorzüglichen eigenen Songs, etwa "Anyone
Can Be Somebody's Fool" oder die Kooperation mit Tom Russell
"Outbound Plane" finde ich besonders das Duett mit John Stewart
bei dessen Song "Sweet Dreams Will Come" gelungen. Auch die
Liste der Gäste ist erlesen: zwar irgendwie eine Art "Nashville-Mafia"
- aber sie sind halt die besten: Mark O'Connor (vio), Sam Bush
(mand), Bela Fleck (bj), Roy Huskey (bass) und Lloyd
Green (pedal steel). Nur Jerry Douglas war wohl verhindert... |
| Microdisney: "39 Minutes" (Virgin, März 1988) |
Der
Schwanengesang einer der besten und unbekanntesten britischen Popgruppen.
Sänger Cathal Coughlan gründete danach die bizarren Fatama
Mansions, Gitarrist Sean O'Hagen wandelte mit den High
Llamas auf dem Spuren von Brian Wilson. |
| Pixies: "Surfer Rosa" (4AD, März 1988) |
Wenige
Monate nach der Debüt-EP "Come
On Pilgrim" erschien endlich das erste Album und erfüllte
alle Erwartungen, die gesetzt waren. |
| The Godfathers: "Birth, School, Work, Death" (Epic, März 1988) |
Eine
gewaltige Platte, irgendwo zwischen Punk und R&B. Der Sänger
Peter Coyne, sein Bruder Chris Coyne am Bass und ihre drei
Mitstreiter brachten im Titelsong mit 2 Akkorden und 4 Worten alles über
das Leben eines Menschen auf den Punkt: "Birth, School, Work, Death".
Brillant. |
| Iain Matthews: "Walking A Changing Line" (Windham Hill, April 1988) |
Das
Comeback nach mehrjähriger Pause wirkt auf den ersten Blick wie ein Konzeptwerk
bzw. eine reine Kopfgeburt: alle Songs sind von dem genialen Songschmied
Jules Shear, gesungen von Matthews mit seiner Ausnahmestimme, begleitet
von wechselnden Duettpartnern, fast durchweg Keyboarder (z.B.: Patrick
O'Hearn, Van Dyke Parks und Mark Hallman). Und dann
noch bei dem eher esoterisch angehauchten und auf Instrumentalmusik spezialisierten
Label Windham Hill (Alex DeGrassi, William Ackerman, George Winston)!
Das hätte alles furchtbar in die Hose gehen können, tat es aber
nicht. Dank Ians Stimme und Jules' Songs. |
| Mekons: "So Good It Hurts" (Sin, April 1988) |
Meine
erste Bekanntschaft mit dieser fantastischen Band aus Leeds, die es bereits
seit Ende der 70er gibt und auch im Jahre 2004 als (loses) Kollektiv mit
Wahlheimat Chicago noch existiert. Angeblich ein schwächeres Album (so
manche Kritiken), aber eines meiner liebsten, das mit "Ghost Of American
Astronauts" eines meiner Lieblingslieder enthält, damals von
mir gerne auf Mixkassetten gepackt.(09.09.2004) |
| Neil Young & The Bluenotes: "This Note's For You" (Reprise, April 1988) |
|
|
| Thin White Rope: "In The Spanish Cave" (Demon/Frontier, Mai 1988) |
Eine Zufalls Entdeckung aus der (damals noch dünn gefüllten)
CD-Grabbelkiste!. Thin White Rope gab es von ca. 1983 bis 1992, kamen
aus einem Wüstenkaff in Kalifornien und waren mit ihrem "Wüstenrock"
leider nie so erfolgreich, wie sie es verdient gehabt hätten. Den
Kern der Band bildeten Guy Kyser (Gesang/Gitarre/Songwriting) und
Russ Kunkel (Gitarre), mit wechselnden Rhythmusgruppen. Neben der
ungewöhnlichen Gesangsstimme von Kyser war vor allem das doppelte,
ineinander verwobene Leadgitarrenspiel der beiden Markenzeichen der Band,
vergleichbar also mit der Aufgabenverteilung bei Television
und Eleventh Dream Day. "Spanish Cave"
ist als das erste von mir gekauftes Album der Band mein allerliebstes
und enthält mit "Mr. Limpit" auch meinen Lieblingssong
der Truppe. Neben vielen anderen guten Kyser-Songs gibt's immer mal wieder
geschmackvolle und gleichzeitig überraschende Coverversionen, die
oft ganze EP's ausfüllen. Auf diesem Album sind das zwei von den
Elektropunks Suicide und Blueslegende Jimmy Reed. Gern wird
aber auch Lee Hazelwood, Can und Hawkwind gecovert. |
| Little Feat: "Let It Roll" (Warner, Juli 1988) |
|
PS: "Thanks I'll Eat It There" von Mr. George mag ich inzwischen doch ganz gerne! |
| Graham Parker: "The Mona Lisa's Sister" (Demon/RCA, Juli 1988) |
Zwischendurch
und völlig unerwartet mal wieder ein schönes Parker-Album. Zwar
gibt's seine alte Band "The Rumour" nicht mehr, zwei der alten
Kollegen mischen aber immer noch bzw. wieder mit (Brinsley
Schwarz and der Gitarre und Andy Bodnar
am Bass). Dazu am Schlagzeug Terry Williams
(ex-Man, Ex-Rockpile,
Ex-Dire Straits), der Steve Goulding
aber gut ersetzt. Goulding trommelt inzwischen bei den Mekons!
Graham Parker als Missing Link zwischen den Dire Straits (buh!) und den
Mekons (yeah!)? Eine gewagte These. Parker wird das scheißegal sein, denn
sein Songs stehen für sich und brauchen keinen Vergleich zu scheuen. |
| Patti Smith: "Dream Of Life" (Arista, Juli 1988) |
Nach
fast 10jähriger Pause (Hochzeit mit Fred Smith, Kinderkriegen, Kindererziehung)
gab es dieses wunderbare Comeback, das von vielen als "zu kommerziell"
abgetan wurde - totaler Blödsinn, denn die Single "People Have
The Power" ist zwar ein Ohrwurm, aber eben kein Hitparadenschund.
Und ein richtiger Hit ist es eh nicht geworden. Federführend am Album
ist neben den alten Mitstreitern aus der Patti Smith Group (Keyboarder
Richard Sohl und Drummer J.D.Daugherty)
Patti's Ehegatte Fred "Sonic" Smith,
ehemaliger MC5-Gitarrist. |
| Ferryboat Bill: "Liquors & Telescopes" (Big Store, Aug. 1988) |
Gab
es in den späten 80ern eine richtig gute Gitarrenband aus deutschen
landen, ja sogar aus den Randzonen des Ruhrgebiets, die locker mit der
amerikanischen Konkurrenz vom Schlage Green On Red
oder Thin White Rope mitghalten konnte? Natürlich
war das diese Band um die singenden und die Gitarren zum Krachen bringenden
Gebrüder Uebelhöde aus Waltrop bei Dortmund. Diese ist
das wunderbare Longplay-Debüt.(02.06.2011) |
| Green On Red: "Here Come The Snakes" (Red Rhino, Aug. 1988) |
In
den frühen 80ern waren sie neben Rain
Parade, den Long Ryders und
Dream Syndicate eine der wichtigsten
Bands des L.A.-Paisley Undergrounds. Bei dieser Platte waren sie auf das
Kernduo Dan Stuart (Gesang) und Chuck
Prophet (Gitarre) geschrumpft und wurden von Musikern aus dem Umfeld
der hier produzierenden Memphis-Legende Jim
Dickinson unterstützt. |
| John Hiatt: "Slow Turning" (A&M, Aug. 1988) |
Nach
dem beeindruckenden "Bring
The Family" vom Vorjahr mit seinen Kumpels Cooder, Lowe und Keltner
hatte ich mir vom Nachfolger eigentlich nicht viel versprochen, den er
mit seiner Liveband "The Goners" eingespielt hat. Doch Slidegitarrist
Sonny Landreth entpuppt sich aber
als wahrer Könner, der Ry Cooder in nix nachsteht und danach ja auch
eine eigene erfolgreiche Karriere startete. Auch Bassist David
Ranson und Drummer Ken Blevins machen
ihre Sache mehr als ordentlich. Produziert hat der Altmeister Glyn
Johns, der auch die Studiogäste geschmackssicher einsetzt:
Bernie Leadon (Ex-Byrd, Ex-Eagle)
an diversen Saiteninstrumenten und James
Hooker (Ex-Amazing Rhythm Aces, Bandleader von Nanci Griffith)
an der Orgel. Dazu als Chorsänger ein alter Bekannter, lange verschollen:
Dennis Loccoriere (ex-Sänger
von Dr.Hook The Medicine Show - nein, nicht der mit der Augenklappe, sondern
der mit der tollen Stimme). Exquisit wie immer ist das Songmaterial, was
sich durch die vielen, inzwischen erschienenen Coverversionen belegen
lässt: "Drive South" (Kelly Willis), "Feels Like Rain"
(Aaron Neville, Buddy Guy) und "Icy Blue Heart" (Emmylou Harris).
Nur von meinem Lieblingssong auf der Platte "Georgia
Rae" war lange nichts zu finden, bis wir uns selber mit W4L
da herangemacht haben! |
| Sylvia Juncosa: "Nature" (SST, Aug. 1988) |
Ende
der 80er war SST mit Bands wie Hüsker
Dü, den Meat Puppets und
den Minutemen absolut kultig. Der Sound nannte sich "Post
Punk", "Hardcore" und dergleichen. Den meisten dieser Bands
war auf jeden Fall ein harter Gitarrensound, der nichts mit Heavy Metal
zu tun hatte, gemeinsam. Inmitten dieses "Männersports"
gab es ganz vereinzelt mal eine Frau, wie zum Beispiel Sylvia Juncosa.
Sie bringt hier auf ihrem Solodebüt phantastische Gitarrenarbeit,
während der Gesang da nicht ganz mithalten kann, was aber keine Rolle
spielt. Ein Song hat es mir dabei besonders angetan: "Lick My Pussy,
Eddie van Halen" ist genauso gut, wie es der Name verspricht. Bei den Rusty Nails haben Bernd Baumgart und ich mal ein Lied über die Lady verfasst: "Sylvie On The Roller-Coaster" handelt davon, wie Bernd mal Anfang der 90er mit Sylvia Juncosa in Düsseldorf-Oberbilk auf der Kirmes war (Freunde von uns veranstalteten damals Konzerte und veröffentlichten diverse Independent-Platten). Da wäre ich gerne dabei gewesen (was Bernd vielleicht etwas gestört hatte!) |
| Steve Earle: "Copperhead Road" (MCA, Sept. 1988) |
|
|
| The Go-Betweens: "16 Lovers Lane" (Beggars Banquet, Sept. 1988) |
Der
Schwanengesang der Band mit neuem Bassisten John Wilsteed. Nach
einer Welttournee im Vorprogramm von R.E.M. (ich war dabei in der Düsseldorfer
Philipshalle!) beendeten die beiden Sänger/Gitarristen und Songschreiber
Robert Forster und Grant McLennan die Sache, um sich "Solokarrieren"
zu widmen. |
| The Jeremy Days (Polydor, Sept. 1988) |
Englischsprachiger
Rock/Pop aus Deutschland von internationalem Format? Im großen Loch zwischen
NDW und Viva? Geht nicht? Geht natürlich doch. Irgendwie. Hat's aber
schwer. Auch mit englischem Starproduzenten (Clive Langer & Alan Winstanley).
Und einer genialen Hitsingle ("Brand New Toy"). Was hätte
alles passieren können, wenn die Jungs nicht aus Hamburg, sondern
London, Manchester oder L.A. gekommen wären? |
| Talk Talk: "Spirit Of Eden" (EMI, Sept. 1988) |
Diese
Band begann als mehr oder weniger typische 80er-Jahre Synthiepop-Band
und wurden über ihre Hits hinaus (z.B. "Such A Shame")
von mir auch nicht wahrgenommen. Dann plötzlich diese völlig
unkommerzielle Musik, die mehr Kammermusik als Rockmusik war. Neben Sänger
Mark Hollis ist als treibende Kraft
vor allem der Produzent und Keyboarder Tim
Friese-Green zu nennen. |
| Kastrierte Philosophen: "Nerves" (Normal, Okt. 1988) |
Ein
wirklich saublöder Name für eine deutsche Band mit englischen
Texten und starkem amerikanischen bzw. internationalen Einschlag. Das
musikalische und Lebenspaar Matthias Arfmann
und Katrin Achinger produzierte hier
seinen künstlerischen Höhepunkt. Es gibt klasse Gitarrenarbeit
und wirklich gute Songs, z.B. das auch als Maxi veröffentlichte "Toilet
Queen" von Achinger und "She's Allergic" von Arfmann. |
| Keith Richards: "Talk Is Cheap" (Virgin, Okt. 1988) |
Was
soll man zu Keef sagen? Er kann zwar eigentlich nicht singen - und macht
daraus das Beste, indem er einen halbwegs guten Bob Dylan gibt und auch
ein paar schöne Songs hat. Wenn man mich fragt, war das besser als
das, was von den Stones zu dieser Zeit produziert wurde. Wichtigster Mitstreiter
und Co-Autor der meisten Songs auf der Platte ist der Drummer und Produzent
Steve Jordan. |
| Nanci Griffith: "One Fair Summer Evening" (MCA, Okt. 1988) |
Ein
sparsam instrumentiertes Livealbum aus einem kleinen Club in Austin/Texas.
Zu Nancis Stimme und Gitarre kommen nur James Hooker mit seinem
Piano, ein Kontrabassist und zwei Chorsänger. Diese Stripped-Down-Versionen
bekommen den meisten Songs ganz vorzüglich, z.B.: "Once In A
Very Blue Moon" von Pat Alger, "Roseville Fair" von Bill
Staines und Julie Gold's "From A Distance" (viel besser als
Bette Midlers Bombastversion). Am besten ist Nanci natürlich mit
ihren eigenen Liedern, von denen mir besonders "Love At The Five
& Dime" und "Spin On A Red Brick Floor" an's Herz gewachsen
sind. |
| Richard Barone: "Cool Blue Halo" (Line/Passport, Nov. 1988) |
|
"Der New Yorker Barone - ehemals Chef der Rockgruppe Bongos - zeigt hier eine andere Seite. Der Live-Mitschnitt vom Sommer 1987 präsentiert ihn als sensi- blen Interpreten fremder Songs - etwa Cry, Cry, Cry von den Beatles - und als respektablen Schreiber. Dabei bevorzugt er folkähnliche Töne." (Audio) |
| My Bloody Valentine: "Isn't Anything" (Creation, Nov. 1988) |
Dieses
irische Quartett um den Sänger/Gitarristen Kevin Shields war
zwar kommerziell nie erfolgreich, gilt aber als eine der einflussreichsten
Bands aus dem Bereich des geräuschlastigen Schrammel-Gitarrenrocks.
Drummer Colm O'Ciosoig tauchte Jahre später als Begleiter
von Hope Sandoval auf deren Solodebüt "Bavarian
Fruitcake" auf. |
| R.E.M.: "Green" (Warner, Nov. 1988) |
|
| The Waterboys: "Fisherman's Blues" (Chrysalis/Ensign, Nov. 1988) |
Sänger,
Gittarist und Songschreiber Mike Scott und Mandolinenspieler und
Saxofonist Anthony Thistlethwaite hatte es nach Irland verschlagen,
wo dieses wunderbare Folkrockalbum entstand. |
| A R Kane: "69" (Rough Trade, 1988) |
Gefunden in der Grabbelkiste!(02.06.2011) |
| And Also The Trees: "The Millpond Years" (Reflex, 1988) |
|
Diese U2-artigen Gitarren könnten auch der Grund sein, warum ich aktuellen Bands wie Coldplay, Muse und Vega4 irgendwie nix abgewinnen kann. Wären AATT ebenfalls jetzt und nicht vor 15 Jahren aktuell könnten sie kaum eine meiner Lieblingsbands werden. Aber mit ein bisschen Rücksicht auf den Zeitgeist der 80er und dem Vergleich zu viele anderen damaligen Kapellen ... |
| Edie Brickell & The New Bohemians: "Shooting Rubberbands At The Moon" (Geffen, 1988) |
Irgendwie eine Art One-Hit-Wonder. Die Band stürmte mit dem genialen
"What I Am" (mit dem Jerry-Garcia-mässigen Gitarrensolo)
die Charts, brachte aber nur noch ein kaum beachtetes Folgealbum zustande.
Dann gab's noch ein schönes und total geflopptes Soloalbum der Sängerin.
Sie hat dann - so weit ich weiß - Paul Simon (!) geheiratet. |
| Alex Chilton: "High Priest" (New Rose, 1988) |
|
"From his humble beginnings as a Box Top, Alex went on to become a Big Star and well respected cult figure among the independent music press and the fans as well. He's got a nice balance of styles here and the rotating cast of musicians helps to keep the record feeling fresh. And if any of you collect "cover tunes" there's a version of "Volare" here to bring tears to your eyes. And the cover photos, well you just can't find that type of sincerity nowadays." (TralFaz-Archives) |
| Guy Clark: "Old Friends" (Sugar Hill, 1988) |
"If
I had to pick, I'd say this is my second favorite Guy Clark album -- and
it's a damn close call between this one and South Coast of Texas... Like
Better Days, this has some of his weightier songwriting, but he has worked
in a stronger melodic sensibility, so the songs are more accessible and
captivating. Clark seemed to be in a state of grace for this one -- several
tracks are standouts, including the gentle, philosophically rich title
track, along with "Hands," "To Live Is To Fly," and
"Through Throwing Good Love After Bad," all of which share a
gentle, generously wise world view. His take on American ancestry, "Immigrant
Eyes," should send a tingle through anyone with Ellis Island ancestry
-- one of the most striking "confessional" songs ever written.
Other highlights include "Heavy Metal," a tribute to John Deere
farm equipment and "Doctor, Good Doctor", about the foibles
of psychoanalysis. As far as the hit-to-miss ratio goes, this is probably
his best overall album -- HIGHLY recommended, and a must-purchase album,
since it's the only album on Sugar Hill, and none of these tracks make
it onto any of the current best-of retrospectives" |
| The Cleaners From Venus: "Town & Country" (RCA, 1988) |
Die
Cleaners sind eigentlich das Homerecording-Projekt des englischen Singer/Songwriters
Martin Newell, eingespielt mit wechselnden Partnern (auf dieser
Produktion Keyboarder Giles Smith). Vorherige Alben gab es nur
als Kassette oder Vinyl im Selbstvertrieb, so dass dieses Album beim Majorlabel
RCA doch sehr überraschte. Bei etwas größerem Budget konnte
mit Ichiro Tatsuhara (dr) und Peter Nice (bg) auch endlich
mal eine echte Rhythmusgruppe bezahlt werden! |
| Cliff Barnes & The Fear Of Winning: "The Record That Took 300 Million Years To Make" (Happy Valley, 1988) |
Kaum
zu glauben, aber wahr: authentischer Kiffer-Country-Rock'n'Roll aus dem
tiefsten Westfalen (Osnabrück. soweit ich weiß!). Hinter CBATFOW
verbargen sich der Sänger "Bobby Tijuana" und der
Gitarrist "Henry Rebellius" mit diversen Begleitern,
u. a. "Dr. Marvin Wah-Wah" an der Orgel. Ende der 80er
strahlte für kurze Zeit (genau 2 Alben) der Stern dieser Band am
deutschen und umgebenden Himmel (so weit ich weiß, traten die Junx auch
in Texas auf!), was an den klasse Liveshows (ich hab sie damals nachmittags
in praller Hitze in Haldern gesehen!), aber auch an den guten und
überhaupt nicht provinziellen Songs lag: Eigenes wie "Crazy
'Bout Kinski" oder "No One's Got An Asshole Like a Cowboy",
aber auch gelungene Adaptionen, wie "Down Drinking At The Bar"
von Loudon Wainwright III.Übrigens haben sich die Burschen wieder zu neuen Schandtaten zusammengetan, auch mit neuer Platte, die ich aber leider noch nicht gehört habe. |
| Crime & The City Solution: "Shine" (Mute, 1988) |
Auf
dem dritten Album hatte der australische Sänger mal wieder eine neue Truppe
um sich geschart: aus der alten Nick
Cave/Birthday Party-Umfeld geblieben war Mick Harvey, der jetzt
von der Gitarre an das Schlagzeug wechselte, neu kamen die Geigerin Bronwyn
Adams (seine Freundin bzw. Ehefrau) und drei Musiker aus der neuen
Berliner Heimat: Gitarrist Alex Hacke von den Einstürzenden
Neubauten, Bassist Thomas Stern (so weit ich weiß, Livemixer
der Neubauten) und Keyboarder Chrislo Haas. Auch dies war eine
beeindruckende Truppe, wie jeder im Film "Der Himmel Über Berlin"
von Wim Wenders sehen kann. Oder er war einer der glücklichen Anwesenden
bei einem der wenigen Konzerte damals: einmal habe ich sie im Dortmunder
FZW gesehen: eines der beeindruckendsten Konzerte, auf dem ich je
war. Alex Hacke ist ein Gitarrengott.(07.02.2009) |
| Chris D. & Divine Horsemen: "Snake Handler" (New Rose, 1988) |
Letztes
Album der Band um den Ex-Flesheaters-Sänger Chris Desjardins
und seine ebenfalls singende Gattin Julie Christensen. Kräftiger,
traditioneller Gitarrenrock mit Wurzeln in Punk, Blues und Folk, nahe
dran an den Rolling Stones, mit der Doppelgesangsspitze ( männliche, kratzige
Nicht-Stimme, kombiniert mit weiblichem Elfengesang) als Markenzeichen.
Heutzutage würde man so was wohl "Americana" nennen und wohl
auch besser verkaufen können. Chris und Julies Ehe wurde dann geschieden
- und aus war es mit der Band. Oder umgekehrt. Chris schrieb anschließend
Bücher über japanische Gangsterfilme (kann man von so was leben?). Julie
wurde Chorsängerin für Leonard Cohen (auch eine "Nicht-Stimme",
aber finanziell sicherlich zufrieden stellender!). Ein Highlight des französischen
New Rose-Labels und auch eine meiner ersten CDs. |
| Eleventh Dream Day: "Prairie School Freakout" (New Rose/Amoeba, 1988) |
|
|
| The Feelies: "Only Life" (A&M/Coyote, 1988) |
|
Das mit der Abneigung gegen Livekonzerte mag stimmen (für mich als Musiker unbegreiflich) - vielleicht waren die Musiker aber auch einfach nur schüchtern? Ich hatte auf jeden Fall das Glück, sie auf der damaligen (einzigen?) Europatournee in der Dortmunder Livestation sehen & hören zu können. Ich fand's sehr beeindruckend: es gab zwar keine "Show" - aber genial-hypnotische Musik, irgendwo zwischen den Velvet Underground und Neil Young. Und zwischen den Stücken wurden im Grateful Dead-Stil minutenlang die Gitarren mit dem Rücken zum Publikum gestimmt. Vielleicht rührt daher ja das Gerücht, die Band wäre keine "Live-Band" gewesen? |
| Michael Hurley: "Watertower" (Fundamental, 1988) |
Ein recht unbekanntes Album des kauzigen Folksängers, erscheinen auf
Eugene Chadbournes Label Fundamental.(02.12.2008) |
| M. Walking On The Water: "M. Walking On The Water" (Fuego, 1988) |
Das
Debütalbum einer der besten deutschen Bands der 80er - und sogar
echte Niederrheiner aus Krefeld! Gitarrist Markus Maria Jansen
und Akkordeonspieler Mike Pelzer hatten so etwas wie "Trashpolka"
erfunden. |
| Mary Margaret O'Hara: "Miss America" (Virgin, 1988) |
Eine ganz merkwürdige Geschichte: M.M. O'Hara gilt gemeinhin
als eine der bedeutendsten kanadischen Singer/Songwriterinnen. Dabei gibt
es nur dieses eine, wenn auch geniale Album von ihr. Die Frau soll wohl
etwas "schwierig" sein. Egal - die Musik stimmt (umgesetzt vom
kanadischen Wundergitarristen Michael Brook), ebenso die Songs.
Ein paar davon sind inzwischen auch in "amtlichen" Coverversionen
vorliegend: "Dear Darling" gibt's von den Walkabouts
auf "Satisfied Mind"
und von Sue Garner, "Help Me Lift You Up" wurde von This
Mortal Coil auf "Blood"
in noch weiter entfernte Sphären geschickt, "You Will Be Loved Again"
haben ihre kanadischen Landsleute von den Cowboy Junkies auf "Caution
Horses" zelebriert. |
| Michelle Shocked: "Short, Sharp, Shocked" (Mercury, 1988) |
Nach
ihrem überraschend erfolgreichen Debüt "Texas Campfire
Tapes", solo und live, liegt hier die erste Studioproduktion vor.
Produziert von Dwight Yokams Leadgitarristen Pete Anderson
und begleitet von der Yoakam-Mannschaft (neben Anderson sind das u. a.
Drummer Jeff Donovan und Keyboarder Skip Edwards), nebst
zahlreichen Gästen (z.B. Geiger Byron Berline auf dem bekannten
Titel "Anchorage" und Dobrospieler Al Perkins auf "The
L&N Don't Stop Here Anymore"). |
| Sister Double Happiness (SST, 1988) |
Gibt
es intelligenten Hardrock? Ja. Aber eher selten. |
| The Sugarcubes: "Life's Too Good" (One Little Indian, 1988) |
Diese
isländische Band war damals ein richtiges Ereignis, vielleicht nicht
so gewaltig wie Nirvana oder zumindest die Pixies,
doch immerhin so groß, dass ich in der Zeche Bochum damals fast zerquetscht
wurde (voller war's dort eben nur bei den Pixies).
Heute erinnert man sich eigentlich nur noch deswegen an die Band, weil
sie das Sprungbrett zur Weltkarriere für Björk war -
das konnte man damals kaum vorhersehen. Den zweiten "Sänger"
und gelegentlichen Trompeter in der Band (Einar Irgendwas) finde ich im
Nachhinein eigentlich ganz furchtbar. |
| Sally Timms: "Somebody's Rockin' My Dreamboat" (T.I.M., 1988) |
Ein wunderschönes "Countryrock"(???)-Album der Mekons-Sängerin,
entstanden zusammen mit ihrem Bandkollegen Jon Langford. |
| Womack & Womack: "Conscience" (Island, 1988) |
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|
| << 1987 | Oben | 1989 >> |
| Erstellt: 08.09.2002 | Letzte Aktualisierung: 09.06.2011 22:31 | 12673 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Mit
ihrem zweiten Album gelang dem kanadischen Quartett um die Geschwister
Margo (v), Michael (g) und Peter Timmins (dr) und
dem Bassisten Alan Anton völlig überraschend der Durchbruch.
Live in einer Kirche mitgeschnitten werden extrem langsame Songs gespielt,
meist aus der Feder des Gitarristen Michael Timmins. Auch Fremdkompositionen
wie Lou Reeds "
Das
Album und vor allem die Single "Don't Go" brachten frischen
Wind aus Irland in das Jahr 1988. Die Band habe ich auf einer "After
School Party" in Oberhausen entdeckt - soweit ich mich da richtig
erinnern kann.
Eine
rare 12"-EP von der Band, bei der Tim Gane vor
Auch
mit dem dritten regulären Album (wenn man die Kompilation "
Die
australische Band um den Sänger, Bassisten und Songschreiber Steve
Kilbey auf ihren künstlerischen und kommerziellen Höhepunkt.
"
Meine
erste Affäre mit Nanci. Hier hat MCA zwar versucht, sie als neuen Star
für die breite Masse aufzubauen - und die Musik doch nicht kaputt
gekriegt. Neben den vorzüglichen eigenen Songs, etwa "Anyone
Can Be Somebody's Fool" oder die Kooperation mit Tom Russell
"Outbound Plane" finde ich besonders das Duett mit John Stewart
bei dessen Song "Sweet Dreams Will Come" gelungen. Auch die
Liste der Gäste ist erlesen: zwar irgendwie eine Art "Nashville-Mafia"
- aber sie sind halt die besten: Mark O'Connor (vio), Sam Bush
(mand), Bela Fleck (bj), Roy Huskey (bass) und Lloyd
Green (pedal steel). Nur Jerry Douglas war wohl verhindert...
Der
Schwanengesang einer der besten und unbekanntesten britischen Popgruppen.
Sänger Cathal Coughlan gründete danach die bizarren Fatama
Mansions, Gitarrist Sean O'Hagen wandelte mit den
Wenige
Monate nach der Debüt-EP "
Eine
gewaltige Platte, irgendwo zwischen Punk und R&B. Der Sänger
Peter Coyne, sein Bruder Chris Coyne am Bass und ihre drei
Mitstreiter brachten im Titelsong mit 2 Akkorden und 4 Worten alles über
das Leben eines Menschen auf den Punkt: "Birth, School, Work, Death".
Brillant.
Das
Comeback nach mehrjähriger Pause wirkt auf den ersten Blick wie ein Konzeptwerk
bzw. eine reine Kopfgeburt: alle Songs sind von dem genialen Songschmied
Jules Shear, gesungen von Matthews mit seiner Ausnahmestimme, begleitet
von wechselnden Duettpartnern, fast durchweg Keyboarder (z.B.: Patrick
O'Hearn, Van Dyke Parks und Mark Hallman). Und dann
noch bei dem eher esoterisch angehauchten und auf Instrumentalmusik spezialisierten
Label Windham Hill (Alex DeGrassi, William Ackerman, George Winston)!
Das hätte alles furchtbar in die Hose gehen können, tat es aber
nicht. Dank Ians Stimme und Jules' Songs.
Meine
erste Bekanntschaft mit dieser fantastischen Band aus Leeds, die es bereits
seit Ende der 70er gibt und auch im Jahre 2004 als (loses) Kollektiv mit
Wahlheimat Chicago noch existiert. Angeblich ein schwächeres Album (so
manche Kritiken), aber eines meiner liebsten, das mit "Ghost Of American
Astronauts" eines meiner Lieblingslieder enthält, damals von
mir gerne auf Mixkassetten gepackt.
Für
fast 10 Jahre war Neil Young mit seiner Musik (zu Recht) aus meinem
Aufmerksamkeitsbereich entschwunden: "Hawks & Doves" von
1980 war einfach nur blass, "Re*Ac*Tor" von 1981 (zumindest
damals) unhörbar, auf "Trans" (1983) sang er von der
Band Kraftwerk inspiriert durch einen Vocoder (igitt), "Everybody's
Rockin'" (1983), die Premiere beim Geffen-Label war (Gott sei Dank
nur 25 Minuten langer) "authentischer" Rockabilly, "Old
Ways" von 1985 dann ebenfalls "authentischer" Country,
"Landing On Water" von 1986 "Stadionrock" voller
Keyboards aber ohne Bassisten. "Life" von 1987 brachte ihn
zwar wieder mit "Crazy Horse" zusammen, lief aber wie alle
Alben seit "Re*Ac*tor" komplett an mir vorbei.
Anfang
1979 hatte sich die Band eigentlich aufgelöst. Im April erschien
das Solodebüt von
Zwischendurch
und völlig unerwartet mal wieder ein schönes Parker-Album. Zwar
gibt's seine alte Band "The Rumour" nicht mehr, zwei der alten
Kollegen mischen aber immer noch bzw. wieder mit (
Nach
fast 10jähriger Pause (Hochzeit mit Fred Smith, Kinderkriegen, Kindererziehung)
gab es dieses wunderbare Comeback, das von vielen als "zu kommerziell"
abgetan wurde - totaler Blödsinn, denn die Single "People Have
The Power" ist zwar ein Ohrwurm, aber eben kein Hitparadenschund.
Und ein richtiger Hit ist es eh nicht geworden. Federführend am Album
ist neben den alten Mitstreitern aus der Patti Smith Group (Keyboarder
Gab
es in den späten 80ern eine richtig gute Gitarrenband aus deutschen
landen, ja sogar aus den Randzonen des Ruhrgebiets, die locker mit der
amerikanischen Konkurrenz vom Schlage
In
den frühen 80ern waren sie neben
Nach
dem beeindruckenden "
Ende
der 80er war SST mit Bands wie
"Steve
Earle always played hard country music with the swagger of a rock &
roll star, so it made sense that he would take a detour out of Nashville,
both literally and figuratively. On Copperhead Road, Earle opted to
record in Memphis and veered away from mainstream country in several
directions at once -- into potent hard rock (most notably on the superb
title song, which became his first rock radio hit), as well as Irish
folk (with The Pogues backing Earle on "Johnny Come Lately"),
and even bluegrass (virtuoso acoustic pickers Sam Bush and Jerry Douglas
sit in on "Nothing But a Child"). If Copperhead Road lacked
a bit of the tight focus of his acclaimed debut
Der
Schwanengesang der Band mit neuem Bassisten John Wilsteed. Nach
einer Welttournee im Vorprogramm von R.E.M. (ich war dabei in der Düsseldorfer
Philipshalle!) beendeten die beiden Sänger/Gitarristen und Songschreiber
Robert Forster und Grant McLennan die Sache, um sich "Solokarrieren"
zu widmen.
Englischsprachiger
Rock/Pop aus Deutschland von internationalem Format? Im großen Loch zwischen
NDW und Viva? Geht nicht? Geht natürlich doch. Irgendwie. Hat's aber
schwer. Auch mit englischem Starproduzenten (Clive Langer & Alan Winstanley).
Und einer genialen Hitsingle ("Brand New Toy"). Was hätte
alles passieren können, wenn die Jungs nicht aus Hamburg, sondern
London, Manchester oder L.A. gekommen wären?
Diese
Band begann als mehr oder weniger typische 80er-Jahre Synthiepop-Band
und wurden über ihre Hits hinaus (z.B. "Such A Shame")
von mir auch nicht wahrgenommen. Dann plötzlich diese völlig
unkommerzielle Musik, die mehr Kammermusik als Rockmusik war. Neben Sänger
Ein
wirklich saublöder Name für eine deutsche Band mit englischen
Texten und starkem amerikanischen bzw. internationalen Einschlag. Das
musikalische und Lebenspaar
Was
soll man zu Keef sagen? Er kann zwar eigentlich nicht singen - und macht
daraus das Beste, indem er einen halbwegs guten Bob Dylan gibt und auch
ein paar schöne Songs hat. Wenn man mich fragt, war das besser als
das, was von den Stones zu dieser Zeit produziert wurde. Wichtigster Mitstreiter
und Co-Autor der meisten Songs auf der Platte ist der Drummer und Produzent
Ein
sparsam instrumentiertes Livealbum aus einem kleinen Club in Austin/Texas.
Zu Nancis Stimme und Gitarre kommen nur James Hooker mit seinem
Piano, ein Kontrabassist und zwei Chorsänger. Diese Stripped-Down-Versionen
bekommen den meisten Songs ganz vorzüglich, z.B.: "Once In A
Very Blue Moon" von Pat Alger, "Roseville Fair" von Bill
Staines und Julie Gold's "From A Distance" (viel besser als
Bette Midlers Bombastversion). Am besten ist Nanci natürlich mit
ihren eigenen Liedern, von denen mir besonders "Love At The Five
& Dime" und "Spin On A Red Brick Floor" an's Herz gewachsen
sind.
Die
Bongos (blöder Bandname!) habe ich nie gehört, deshalb war
Richard Barone damals ein neuer Name für mich. Interessant ist,
dass er für sein Solodebüt ein Livealbum machte, nur mit Gitarren,
Perkussion und einem Cello als Soloinstrument eingespielt. Hier taucht
in meiner Plattensammlung zum ersten Mal der Name von Jane Scarpantoni
auf, die danach zu einer der profiliertesten Cellistinnen der New Yorker
Szene wurde: z.B. "
Dieses
irische Quartett um den Sänger/Gitarristen Kevin Shields war
zwar kommerziell nie erfolgreich, gilt aber als eine der einflussreichsten
Bands aus dem Bereich des geräuschlastigen Schrammel-Gitarrenrocks.
Drummer Colm O'Ciosoig tauchte Jahre später als Begleiter
von Hope Sandoval auf deren Solodebüt "
Sänger,
Gittarist und Songschreiber Mike Scott und Mandolinenspieler und
Saxofonist Anthony Thistlethwaite hatte es nach Irland verschlagen,
wo dieses wunderbare Folkrockalbum entstand.
Normalerweise
bekomme ich bei Gitarren, die durch Digitalechos bombastisch aufbereitet
werden, extrem z.B. bei U2 und Cure in den 80ern, leider
auch bei manchen Bands des neuen Jahrtausend, ja eigentlich nur Pickel,
aber And Also The Trees aus Mittelengland bilden da irgendwie
eine Ausnahme. Liegt vielleicht daran, dass ihr Bombastsound eher nach
mutierten Balalaikas klingt und kaum nach den Charts schielt.
Ein
kleines Comeback des ehemaligen Boxtop- ("Give me a ticket
for an aeroplane...") und
"If
I had to pick, I'd say this is my second favorite Guy Clark album -- and
it's a damn close call between this one and South Coast of Texas... Like
Better Days, this has some of his weightier songwriting, but he has worked
in a stronger melodic sensibility, so the songs are more accessible and
captivating. Clark seemed to be in a state of grace for this one -- several
tracks are standouts, including the gentle, philosophically rich title
track, along with "Hands," "To Live Is To Fly," and
"Through Throwing Good Love After Bad," all of which share a
gentle, generously wise world view. His take on American ancestry, "Immigrant
Eyes," should send a tingle through anyone with Ellis Island ancestry
-- one of the most striking "confessional" songs ever written.
Other highlights include "Heavy Metal," a tribute to John Deere
farm equipment and "Doctor, Good Doctor", about the foibles
of psychoanalysis. As far as the hit-to-miss ratio goes, this is probably
his best overall album -- HIGHLY recommended, and a must-purchase album,
since it's the only album on Sugar Hill, and none of these tracks make
it onto any of the current best-of retrospectives"
Die
Cleaners sind eigentlich das Homerecording-Projekt des englischen Singer/Songwriters
Martin Newell, eingespielt mit wechselnden Partnern (auf dieser
Produktion Keyboarder Giles Smith). Vorherige Alben gab es nur
als Kassette oder Vinyl im Selbstvertrieb, so dass dieses Album beim Majorlabel
RCA doch sehr überraschte. Bei etwas größerem Budget konnte
mit Ichiro Tatsuhara (dr) und Peter Nice (bg) auch endlich
mal eine echte Rhythmusgruppe bezahlt werden!
Kaum
zu glauben, aber wahr: authentischer Kiffer-Country-Rock'n'Roll aus dem
tiefsten Westfalen (Osnabrück. soweit ich weiß!). Hinter CBATFOW
verbargen sich der Sänger "Bobby Tijuana" und der
Gitarrist "Henry Rebellius" mit diversen Begleitern,
u. a. "Dr. Marvin Wah-Wah" an der Orgel. Ende der 80er
strahlte für kurze Zeit (genau 2 Alben) der Stern dieser Band am
deutschen und umgebenden Himmel (so weit ich weiß, traten die Junx auch
in Texas auf!), was an den klasse Liveshows (ich hab sie damals nachmittags
in praller Hitze in Haldern gesehen!), aber auch an den guten und
überhaupt nicht provinziellen Songs lag: Eigenes wie "Crazy
'Bout Kinski" oder "No One's Got An Asshole Like a Cowboy",
aber auch gelungene Adaptionen, wie "Down Drinking At The Bar"
von Loudon Wainwright III.
Auf
dem dritten Album hatte der australische Sänger mal wieder eine neue Truppe
um sich geschart: aus der alten
Letztes
Album der Band um den Ex-Flesheaters-Sänger Chris Desjardins
und seine ebenfalls singende Gattin Julie Christensen. Kräftiger,
traditioneller Gitarrenrock mit Wurzeln in Punk, Blues und Folk, nahe
dran an den Rolling Stones, mit der Doppelgesangsspitze ( männliche, kratzige
Nicht-Stimme, kombiniert mit weiblichem Elfengesang) als Markenzeichen.
Heutzutage würde man so was wohl "Americana" nennen und wohl
auch besser verkaufen können. Chris und Julies Ehe wurde dann geschieden
- und aus war es mit der Band. Oder umgekehrt. Chris schrieb anschließend
Bücher über japanische Gangsterfilme (kann man von so was leben?). Julie
wurde Chorsängerin für Leonard Cohen (auch eine "Nicht-Stimme",
aber finanziell sicherlich zufrieden stellender!). Ein Highlight des französischen
New Rose-Labels und auch eine meiner ersten CDs.
Das
Debütalbum einer der besten deutschen Bands der 80er - und sogar
echte Niederrheiner aus Krefeld! Gitarrist Markus Maria Jansen
und Akkordeonspieler Mike Pelzer hatten so etwas wie "Trashpolka"
erfunden.
Nach
ihrem überraschend erfolgreichen Debüt "Texas Campfire
Tapes", solo und live, liegt hier die erste Studioproduktion vor.
Produziert von Dwight Yokams Leadgitarristen Pete Anderson
und begleitet von der Yoakam-Mannschaft (neben Anderson sind das u. a.
Drummer Jeff Donovan und Keyboarder Skip Edwards), nebst
zahlreichen Gästen (z.B. Geiger Byron Berline auf dem bekannten
Titel "Anchorage" und Dobrospieler Al Perkins auf "The
L&N Don't Stop Here Anymore").
Gibt
es intelligenten Hardrock? Ja. Aber eher selten.
Diese
isländische Band war damals ein richtiges Ereignis, vielleicht nicht
so gewaltig wie Nirvana oder zumindest die