weitere Highlights ...
| Hüsker Dü: "Warehouse: Songs & Stories" (Warner, Jan. 1987) |
An den Sound der Band musste ich mich erstmal gewöhnen. Als mir
ein Kollege in paar Jahre zuvor "Metal Circus" vorspielte,
war das für mich mitten in meiner Bluesphase nur unhörbarer
Punkrock. Aber Geschmäcker entwickeln sich weiter - genauso wie
Bands. Mit ihrem zweiten Doppelalbum (nach "Zen
Arcade") haben die beiden Sänger/Songschreiber Grant
Hart (Schlagzeuger) und Bob Mould
(Gitarrist) zusammen mit Greg Norton (Bassist und Schnurbartträger)
meines Erachtens ihr Meisterwerk abgeliefert!
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| Microdisney: "Crooked Mile" (Virgin, Jan. 1987) |
Die Anfang der 80er in Cork/Irland von Sänger Cathal Coughlan
und Gitarrist Sean O'Hagan gegründete Band schaffte es wie
kaum eine andere Popgefühle und Independenthaltung authentisch
zusammenzubringen - und das auch noch in den grauenhaften Untiefen des
übelsten Jahrzehnts der Popmusik (Zeitrechnung seit den 60ern!).
Der große Erfolg blieb aus, auch als die Alben bei einer großen Plattenfirma
herauskamen. Allerdings konnte es mit den beiden nicht lange gut gehen
und sie gingen später getrennte Wege - und waren dabei sogar (etwas)
erfolgreicher: Coughlan mit Fatima Mansions und O'Hagan mit den
High Llamas.
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| The Golden Palominos: "Blast Of Silence" (Celluloid, Feb. 1987) |
Allstar-Projekt des ehemaligen Trommlers der Feelies,
Anton Fier, zusammen mit Bill Laswell. Hab ich mir damals
gekauft, weil Richard Thompson mit dabei ist. Außerdem Henry
Kaiser, Syd Straw, Michael Stipe (R.E.M.),
Johnny Lydon (P.I.L., Sex Pistols), Jack Bruce, Carla
Bley, Arto Lindsey und viele andere.
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| Nick Drake: "Time Of No Reply" (Hannibal, März 1987) |
Vier Lieder spielte Nick Drake noch kurz vor seinem Tod 1974 ein, die erstmalig
1979 auf der 3fach-LP-Box FRUIT TREE als Anhang zum dritten
Album "Pink Moon" zu
hören waren, darunter auch "Voice From The Mountain",
eines meiner Lieblingslieder von ihm, oft auf der Setliste von Waiting
For Louise zu finden. Der Rest, inklusive ein paar interessanter
Outtakes aus den Five Leaves Left-Sessions,
ist hier erstmalig zu hören. Besonders erwähnenswert ist eine
frühe Version von "Fly", echtes "Homerecording"
von 1969, und eine alternative Version von den "Thoughts Of Mary
Jane" mit Richard Thompson an der Gitarre. Also kein echtes
"neues" Album, aber ein Muss für Fans dieses wunderbaren
englischen Sängers, Songschreibers und Gitarristen.
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| Element Of Crime: "Try To Be Mensch" (Polydor, März 1987) |
Das zweite, noch englischsprachige Album der Band um den "Bestsellerautor"
Sven Regener, die später eine der wichtigsten heimischen
Bands mit unpeinlichen deutschen Texte werden sollte. Die Musik (schrammeliger
Gitarrenrock mit Trompeteneinlagen) ist hier allerdings schon voll da.
Produziert immerhin vom legendären John Cale, was damals
durchaus einem "Ritterschlag" für eine deutsche Band
gleichkam!
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| French, Frith, Kaiser, Thompson: "Live, Love, Larf & Loaf" (Rhino, März 1987) |
Eine ziemlich irre Truppe, die sich zu diesem Projekt zusammengefunden hatte:
John French war mal Drummer bei Captain
Beefheart. Fred Frith gilt als einer der wichtigsten englischen
Avantgardegitarristen und spielt hier "nur" den Bass. Henry
Kaiser ist einer der bekanntesten amerikanischen Avantgardegitarristen.
Schließlich und endlich mein Held, Richard Thompson, der
zwar eigentlich aus der Folkrockecke stammt (er spielte auf den wegweisenden
Fairport Convention-Alben Unhalfbricking
und Liege & Lief), aber scheinbar
mühelos über den Tellerrand der Folkies gucken kann. Was für Musik kommt dabei raus? Irgendwie die Quersumme aus allen vieren und nicht der kleinste gemeinsame Nenner, wobei Thompson und French singen und es in diesen Momenten noch am ehesten nach einer Thompson- bzw. Beefheartplatte klingt. Außerdem gibt's ein Lied in der Sprache der japanischen Insel Okinawa (?) und den Beachboys-Klassiker "Surfin' USA" (eigentlich von Chuck Berry, aber egal!). Sehr merkwürdig das Ganze. Und ziemlich gut. |
| Dolly Parton/Linda Ronstadt/Emmylou Harris: "Trio" (Warner, März 1987) |
Das Gipfeltreffen der Firstladies des Countryrocks! Solche Veranstaltungen
können natürlich schief gehen, aber hier stimmen das Songmaterial
(u. a. "Telling Me Lies" von Linda Thompson und "My Dear
Companion" von Jean Ritchie), die instrumentale Begleitung (u.a.
durch David Lindley, Albert Lee, Mark O'Connor
und Ry Cooder) - und natürlich vor allem die Gesangsleistung
des Damentrios.
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| Prince: "Sign 'O' The Times" (Warner/Paisley Park, März 1987) |
Obwohl ich kein Prince-Fan bin, ist das auch für mich ein wichtiges Album.
Danach habe ich aber wieder komplett das Interesse an seiner Musik verloren.
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| World Party: "Private Revolution" (Chrysalis/Ensign, März 1987) |
Das fantastische Debüt des Ex-Waterboys
Karl Wallinger unter dem Pseudonym "World Party" macht
deutlich, dass er als Begleiter für Mike Scott verschenkt
war. Endlich konnte er sich nicht nur als Multi-Instrumentalist, sondern
auch als Songschreiber profilieren.
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| Gene Clark & Carla Olson: "So Rebellious A Lover" (Demon, April 1987) |
Die Karriere von Gene Clark außerhalb der Byrds
war unter kommerziellen Gesichtspunkten ein Desaster, wobei das nie
an seinen musikalischen Qualitäten lag. Nach dem Ausstieg bei den
Byrds nahm er u. a. 2 Duettplatten
mit dem Banjospieler Doug Dillard auf ("The
Fantastic Expeditions Of Dillard & Clark"), war dadurch
einer der Countryrock-Pioniere, ohne dafür große Anerkennung zu
bekommen. Gelegentliche Versuche einer Solokarriere bei großen Plattenfirmen
lieferten zwar meist wunderschöne Alben (vor allem "White
Light", 1971 für A&M, und das Meisterwerk "No
Other", 1974 bei Elektra/Asylum erschienen), ohne ihm aber
den Durchbruch zu verschaffen. Mitte der 80er war er dann mit einer
nach Einschätzung vieler Leute zweitklassiger Band als "Byrds"
auf Tour, zum ärger von McGuinn, Hillman und Crosby.
Anschließend tat er sich mit Carla Olson, der Sängerin der
Textones, zusammen, um dieses schöne Akustikalbum aufzunehmen,
das deutlich besser war als alles, was er nach "No
Other" aufgenommen hatte. Mit dabei u. a. sein alter Byrd-Gefährte
Chris Hillman mit einem schönen Mandolinensolo (offensichtlich
waren die alten Kollegen dann doch nicht ganz so verärgert!) und
Stephen McCarthy von den Byrds beeinflussten "Long
Ryders" (Nomen Est Omen!). Besonders gut gefällt mir neben
den neuen Clark-Kompositionen vor allem die Coverversion von Gram
Parsons "I'm Your Toy" mit wunderschönen Duettgesang.
Traurigerweise beendete Clark seine Plattenkarriere also mit einem Duettalbum,
denn wenige Jahre später (1991?) verstarb er, wie viele Rock'n'Roller,
viel zu jung. |
| Meat Puppets: "Mirage" (SST, April 1987) |
1987 veröffentlichten die Meat Puppets gleich zwei Geniestreiche: zuerst "Mirage" und dann wenige Monate später noch "Huevos". Für mich eines der besten Gitarre-Bass-Drums-Trios aller Zeiten!
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| The Replacements: "Pleased To Meet Me" (Sire, April 1987) |
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"Maybe this record is a little more controlled than some others the band put out, but it rocks, swings and whispers. All of it good. Including a song for the Big Star himself Alex Chilton. Two other standouts are "Nightclub Jitters" and "Skyway". A thoroughly pleasing record from start to finish. Both are soft, almost gentle in nature. Both front and back covers consist of nice graphics and design." (TralFaz-Arcives) |
| The King Of Luxembourg: "Royal Bastard" (él, Mai 1987) |
Diese Platte ist inzwischen ein rares Schätzchen. The King Of Luxembourg
ist eines der vielen Pseudonyme, die von Simon Fisher-Turner
verwendet wurden. Er gründete zu Punkrockzeiten mit Matt Johnson
The The und arbeitet heutzutage vor allem als Filmkomponist.
Auf dem englischen Kultlabel él nahm er mit Unterstützung
vieler Gastmusiker unter diesem Pseudonym zwei Alben auf. Auf "Royal
Bastard" bin ich damals gestoßen, weil fast die kompletten Go-Betweens
mitmischen: Robert Forster, Grant McLennan, Amanda
Brown und Lindy Morrison. Als Songschreiber und Keyboarder
ist der in London beheimate Franzose Louis Philippe dabei, der
ebenfalls bei "èl" Platten veröffentlicht. Die
Musik ist mit den Begriffen POP und EXZENTRIK noch am ehesten zu beschreiben,
manchmal erinnert sie ein wenig an PET
SOUNDS (wirklich!). Brian Wilsons aktuelle Begleitband Wondermints
könnte glatt dabei gewesen sein, wären seitdem nicht bereits
15 Jahre vergangen. Auf jeden Fall ist interessant zu vermerken, dass
sowohl Louis Philippe, der König von Luxemburg, als auch die Wondermints
in Japan am erfolgreichsten sind bzw. waren. Die Platte enthält
übrigens viele geschmackvolle bzw. exzentrische Coverversionen:
"A Picture Of Dorian Gray" (Dan Treacy/T.V.Personalities),
"Poptones" (Johnny Lydon's P.I.L.), "Something For Sophia
Loren" (Henry Mancini) und "Happy Together" (The Turtles).
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| Suzanne Vega: "Solitude Standing" (A&M, Mai 1987) |
Auch mit ihrem zweiten Album ist die Dame wieder sehr erfolgreich. Ebenso
mit der Single "Luka" (die dann später von Evan Dando
und seinen Lemonheads verwurstet wird).
Zu ihrem allergrößten Hit wird dann aber drei Jahre später
"Tom's Diner" in der Remix-Version von einem gewissen D.N.A.,
der unter das unscheinbare á-capella-Lied einfach einen Beat
legt: fertig ist der Hit!
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| And Also The Trees: "Et Aussi Les Arbres" (Reflex, Juni 1987) |
Nicht unbedingt das bekannteste Album einer der bestgehüteten Geheimnisse der 80er - aber eben jenes Album, mit dem ich diese zu Unrecht als "Grufties" verschriene Truppe aus England kennen gelernt habe. Es handelt sich dabei um eine Kompilation mit Single-, EP- und LP-Beiträgen aus den Jahren 1983-85. Eine der frühen Singles, das wunderbare "Shantell", wurde damals vom Cure Drummer/Keyboarder Lol Tolhurst produziert und die Band auch mehrfach in das Vorprogramm von The Cure bugsiert. Die Band setzt zwar ähnlich wie diese oder U2 auf Echo-Gitarre (der Gitarrist nennt das den "Balalaika-Sound"), man kann also durchaus von "düsterem Bombast" sprechen. Aber insgesamt war die Gruppe wohl zu spröde für den Massendurchbruch im Gruftie- oder Popmarkt. Und deshalb vielleicht auch hörbar für jemanden wie mich, der mit den oben genannten Bands ansonsten wenig anfangen kann!
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| The Go-Betweens: "Tallulah" (Beggars Banquet, Juni 1987) |
Mein Einstieg in die Welt der Go-Betweens war ein Fernsehauftritt im Frühjahr 87: Sonntagmorgen in der ARD, die Sendung hieß glaube ich "Kaffee oder Tee" (oder so ähnlich). Die Woche darauf habe ich mir die Maxi "Right Here" gekauft und es war um mich geschehen. Die zweite Maxi "Cut It Out" war dann ein recht merkwürdiges Discostück. Aber dann - endlich - erschien das Album "Tallulah", bis heute eine meiner Lieblingsplatten. In den folgenden Monaten habe ich mir dann alle anderen verfügbaren Platten von Robert Forster, Grant McLennan und Co. besorgt. Erstaunlich, was bis dahin an mir alles vorbeigegangen war! Mein Lieblingslied der Platte: "The Clarke Sisters", in den 90ern gerne auch mit W4L gespielt.
Zehn wichtige Alben zur "Rettung" der 80er (#5)Prägend für die Kategorie "Absolute Lieblingsbands" ist bei den meisten sicherlich die Teenagerzeit, also bei mir die 70er. Aber auch danach ist mir das noch einmal passiert, und zwar mit dieser australischen Band um das Songwriter Gespann Robert Forster und Grant McLennan. "Tallulah" ist zwar schon das fünfte Album der Band und möglicherweise nicht das allerbeste (das wird wohl "Liberty Belle ..." sein, wie immer damals mit doppeltem "L" im Titel), aber eben mein erstes von ihnen. Entdeckt habe ich die Band im Sonntagsvormittagsfernsehen der ARD, ich glaube die Sendung hiess "Kaffee oder Tee", wo die Band die erste Single vom Album, "Right Here", zum Playback spielte. Verwirrend für mich war damals der kurzzeitig erblondete Robert Forster, der auf den anderen Platten der Band, die ich mir peu á peu besorgte, so ganz anders aussah. Leider scheint es den damaligen Auftritt der Band nicht auf Youtube zu geben, sodass ich mir das alles vielleicht auch nur eingebildet habe.(01.06.2020)
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| Warren Zevon: "Sentimental Hygiene" (Virgin, Juni 1987) |
Mal wieder ein wunderbares Album von L.A.'s bestem singenden Zyniker neben
Randy Newman. Dieses mal sind vor allem die Begleiter erwähnenswert:
Bill Berry, Mike Mills und Peter Buck von R.E.M.,
unterstützt u. a. von Neil Young, Bob Dylan (ein
seltener Gast auf den Platten anderer Leute!) , David Lindley,
Michael Stipe, Jennifer Warnes, Don Henley (Eagles)
und Brian Setzer (Stray Cats). Trotz der ganzen Superstars bleibt
Warren mit seiner Stimme und seinen Songs klar Chef im Ring. Mit den
drei R.E.M.-Musikern spielte er dann 1990 unter dem merkwürdigen
Namen Hindu Love Gods noch eine genauso merkwürdige
Blues(!)-Platte ein. |
| Sonic Youth: "Sister" (Blast First, Juni 1987) |
Der Vorläufer zum genialen Daydream Nation!
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| Dinosaur Jr.: "You're Living All Over Me" (SST, Juli 1987) |
Nach dem schon sehr schönen Debütalbum von 1985 jetzt der Durchbruch von J Mascis und seinen beiden Begleitern - endlich bei SST, dem passenden und angesagtesten Label der Saison!
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| Dumptruck: "For The Country" (Big Time, Juli 1987) |
[Lost & Found!]
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| Marianne Faithful: "Strange Weather" (Island, Juli 1987) |
Welch ein grandioses Comebackalbum! 4 Jahre nach dem etwas untergegangenem
Album "A Child's Adventure" und fast 10 Jahre nach dem beeindruckenden
"Broken English" schafft
diese Frau zusammen mit dem Jazzproduzenten Hal Willner ein neues
Meisterwerk. Dabei spielen drei wichtige Zutaten eine Rolle: als erstes
natürlich die einzigartige Stimme von "der Faithful"
(ja, so spricht man über echte Diven!), dann die musikalische Arbeit
von Hal Willner und seinen Musikern (u. a. Jazzgitarrist Bill Frisell,
Garth Hudson von The Band
am Akkordeon, Bassist Fernando Saunders von der Lou Reed-Band
und Dr. John bzw. Sharon Freeman am Piano), aber zum dritten
auch die sehr geschmackvolle Songauswahl: neben Klassikern aus den 30ern
hören wir alten Folkblues ("Sign Of Judgement" von Kid
Prince Moore mit tollem Dobro von Frisell), "I'll Keep It With
Mine" von Bob Dylan (eigentlich von Dylan für Nico
geschrieben und auf deren Debütalbum "Chelsea
Girl" zu finden) , ein Remake ihres eigenen Hits "As Tears
Go By", den Jagger/Richards für sie geschrieben hatten,
sowie den Titelsong, den Tom Waits extra für dieses Album
geschrieben hat. |
| The Grateful Dead: "In The Dark" (Arista, Juli 1987) |
Da hat mein Herz als alter Deadhead gelacht: nach 7 Jahren Unterbrechung
endlich wieder ein Studioalbum mit neuem Songmaterial - und dann auch
noch wirklich gutes: vor allem "Black
Muddy River", einer meiner absoluter Jerry Garcia/Robert
Hunter-Favouriten, deshalb auch von Waiting For Louise auf "From
6 To 5" gecovert. Dann noch die Hitsingle "Touch Of Grey",
tatsächlich bis auf Platz 9 der US-Singlecharts (das Album kam
sogar bis auf Platz 6!). Zwei gute Bob Weir Songs ("Hell
In A Bucket" und der Livekracher "Throwing Stones").
Nur der Gesangsauftritt des Keyboarders Brent Mydland ("Tons
Of Steel") ist stimmlich gewöhnungsbedürftig und vom
Sound zu sehr Mainstream.
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| Charlie Haden: "Quartet West" (Verve, Juli 1987) |
Eigentlich sind die 80er nach meiner Meinung nicht die beste Zeit für
guten, akustischen, also "klassischen" Jazz in Quartettbesetzung.
Es hat auch 10 Jahre gedauert, bis ich diese CD entdeckt und zu schätzen
gelernt habe...
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| Emmylou Harris: "Angel Band" (Warner, Juli 1987) |
Wie bei vielen meiner langjährigen Lieblingskünstler sind
die 80er qualitativ eher durchwachsen, aber mit "Angel Band"
gelingt Emmylou wieder mal ein Klassealbum. Die Begleitband (Emory
Gordy am Bass, Vince Gill an Gitarre und Mandoline, Carl
Jackson meist am Banjo) spielt fast puren Bluegrass, gelegentlich
von Gaststars wie Multiinstrumentalist Mark O'Connor und den
Dobrospielern Mike Auldridge und Jerry Douglas unterstützt.
Das Songmaterial ist meist alt: Folksongs, Gospel und Stücke der
Stanley-Brothers und anderer Altvorderen. Alles in allem sehr gelungen. |
| The Dukes Of Stratosphear: "Psonic Psunspot" (Virgin, Aug. 1987) |
[Skylarking (XTC, 1986)]
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| Spacemen 3: "The Perfect Prescription" (Glass, Aug. 1987) |
"Taking drugs to make music to take drugs to" - so nennen Spacemen 3 ihre eigene Arbeitsweise - aber vergnüglich hören kann man das Ganze auch völlig nüchtern: so ging's mir auch schon immer bei Hawkwind!
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| R.E.M.: "Document" (I.R.S., Sept. 1987) |
Der Durchbruch von Michael Stipe, Peter Buck, Mike Mills
und Bill Berry mit dem Top-Ten-Hit "The One I Love".
Weitere Smashhits: "Finest Worksong" und "It's The End
Of The World As We Know It (And I Feel Fine)". Danach ging es weg
von I.R.S. hin zu Warner und die Weltkarriere begann. |
| Miracle Legion: "Surprise Surprise Surprise" (Rough Trade, Sept. 1987) |
Eine wunderbare Band aus Neuengland, die damals oft mit R.E.M. verglichen
wurde und vielleicht auch deren Potential hatte. Sänger Mark
Mulcahy und Gitarrist Ray Neal arbeiteten im Duo und mit
wechselnden Rhythmusgruppen, durften 1992 sogar ein Album beim Major
Polydor veröffentlichen, schafften aber nie den großen Durchbruch.
"Surprise" erschien beim damals hippen Label "Rough Trade"
und war meine erste Begegnung mit der Band. Ich erinnere mich noch an
einen genialen Duoauftritt der beiden Hauptprotagonisten ca. 1990 im
Vorprogramm der ebenfalls genialen Pere
Ubu in der Bochumer Zeche! Nach meinem Wissensstand sind sie in
ihrer Heimatbasis Neuengland auch heute noch (oder wieder?) aktiv.
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| Comebuckley (BOY, Okt. 1987) |
Rares Teil - und soweit ich weiß immer noch nicht auf CD wiederveröffentlichte
EP (so nannte man damals Vinylplatten die länger als Maxisingles,
aber kürzer als LPs sind) dieser Schweizer Band, die sich der Musik
von Tim Buckley verschrieben hat. In einer jazzigen Besetzung
mit mir durchweg unbekannten Musikern (Schlagzeuger, 2 E/A-Bassisten,
Keyboarder, Saxofonist, Sänger/Gitarrist und Sologitarrist) werden
6 Buckley-Kompositionen interpretiert:
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| The Gun Club: "Mother Juno" (Red Rhino, Okt. 1987) |
Ganz klar ein Comeback der besseren Art!
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| Meat Puppets: "Huevos" (SST, Okt. 1987) |
Ein Zufallsentdeckung wegen des schönen Covers. Bald danach meine
Lieblings-SST-Band. Vielleicht sogar mein Lieblings-Gitarrentrio überhaupt.
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| Pixies: "Come On Pilgrim" (4AD, Okt. 1987) |
Herbst '87 betrat ich völlig unvorbereitet Lothar Kochs Plattenladen in
Wesel (den es immer noch gibt!), als dort diese EP lief: einen solchen
Sound hatte ich noch nie gehört! Die Band um den Sänger, Gitarristen
und Songschreiber Black Francis (der sich später Frank
Black nannte und in Wahrheit noch ganz anders heißt) und die Bassistin
Kim Deal (später mit den Breeders erfolgreich) brachte
auf geniale Art Krach und Melodie zusammen. Angeblich waren sie das
große Vorbild von Kurt Cobain, sodass es Nirvana ohne die Pixies
vielleicht nie gegeben hätte. Herrn Black ist das soweit ich weiß
scheißegal, obwohl er sicherlich zu einer Karriere à la Nirvana
nicht nein gesagt hätte.(ca. 2001) |
| Robbie Robertson (Geffen, Okt. 1987) |
Ich kann mich noch gut erinnern, wie Alan Bangs damals im Niteflight
fast die ganze Platte gespielt hat: ich war total begeistert. Leider
kam danach nicht mehr viel (nur noch das Album "Storeyville").
Damals dachte ich: "Meisterwerk", aber irgendwie hat sich
meine Einschätzung allgemein nicht durchgesetzt!
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| David Sylvian: "Secret Of The Beehive" (Virgin, Okt. 1987) |
Eine meiner ersten CDs, keine Ahnung mehr, wie ich damals auf diese
Platte kam, da ich nie ein Fan der Band Japan
war (und sie quasi erst nach diesem Album für mich entdeckt habe!).
Vielleicht wegen des schönen Covers? Egal, denn letztendlich zählt
die Musik - und die ist hier mit dem Wort "schön" nur
völlig unzureichend beschrieben. Irgendwo liegt das Ganze zwischen
dem Sound seiner alten Band, Jazz, Folk und wer-weiß-was-noch. Sylvian
selber versucht sich als Gitarrist und Keyboarder und wird unterstützt
vom japanischen Soundtüftler Ryuichi Sakamoto, Englands
Basslegende Danny Thompson, Gitarrist Phil Palmer und
seinem Bruder und Ex-Japan-Mitstreiter Steve Jansen am Schlagzeug.
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| Wedding Present: "George Best" (Reception, Okt. 1987) |
Es war natürlich extrem clever und werbewirksam, Nordirlands Fußball-Legende
hier in Bild und Titel zu huldigen. Man konnte sich dieser Platte zumindest
im Alternative-Marktsegment damals kaum entziehen. Aber schließlich
hat die Platte dann all ihre Aufmerksamkeit auch gerechtfertigt: Sänger,
Gitarrist und Songschreiber David Gedge lieferte mit seiner Band
Schrammelpop in Perfektion ab, meist in einem hohen Tempo mit reichlich
Punkgefühl.
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| Ry Cooder: "Get Rhythm" (Warner, Nov. 1987) |
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Klasse Songs, z.B. "Get Rhythm" von Johnny Cash und das eigene "Across The Borderline" (Cooder/Hiatt/Dickinson), das schon für den Soundtrack zu "Borderline" von Freddy Fender gesungen wurde, hier jetzt von Cooder selber in Englisch und Schauspieler Harry Dean Stanton in Spanisch vorgetragen! Klasse Band: Bassist Jorge Calderon, Drummer Jim Keltner, Pianist Van Dyke Parks, Akkordeonspieler Flaco Jimenez und ein toller Chor: Terry Evans, Bobby King, Arnold McCuller und Willie Green.
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| The Triffids: "Calenture" (Island, Nov. 1987) |
Die australische Truppe um den Sänger, Gitarristen und Songschreiber
David McComb unterschrieb nach mehreren Independent-Achtungserfolgen
beim englischen Island-Label und zog auch auf die Insel. Leider
blieb der große Erfolg genauso wie bei den Go-Betweens
aus und nach dem nächsten Album "The
Black Swan" war schon wieder alles vorbei. Dabei ist zumindest
"Calenture" ein wunderbares Album geworden. Besonders schön
ist die Singleauskopplung "Bury Me Deep In Love", mit der
die Band damals sogar in der ZDF-Drehscheibe zum Playback auftrat.
Auf jener Deutschlandtournee spielte die Band auch bei uns (das war
entweder in der Zeche Bochum oder Zeche Carl in Essen)
und ich konnte zum ersten mal in meinem Leben live einem Pedalsteelgitarristen
bei der Arbeit zusehen und zuhören: geil!
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| Townes van Zandt: "At My Window" (Heartland, Nov. 1987) |
Nach fast 1ojähriger Pause gab es 1987 endlich wieder Lebenszeichen
des Ausnahme-Songschreibers: zuerst Liveaufnahmen von 1985 ("Live
& Obscure") und dann zur großen überraschung ein
Studioalbum mit neuen Songs, dieses mal von den Nashville-Legenden Jack
Clement und Jim Rooney produziert. Zu den neuen Liedern gehören
das wunderschöne "Snowin' On Raton" (das erste Lied,
was ich je von TVZ hörte, nachts bei Alan Bangs im Night
Flight!) und "Buckskin Stallion Blues". Von "For The
Sake Of The Song" ist es bereits die dritte Studioversion nach
1968 und 1970. Vor "No Deeper Blue" von 1994 war das die letzte
Platte von TVZ mit neuem Material.
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| fIREHOSE: "if'n" (SST, Dez. 1987) |
Zweites Album der ehemaligen Rhythmusgruppe der Punklegende Minutemen (Mike Watt am Bass und George Hurley am Schlagzeug) mit dem Gitarristen Ed Crawford, als Nachfolger des verstorbenen Minutemen-Gitarristen D. Boon. Ich kann gar nicht so genau sagen, was das hier für eine Musik ist. Irgendwie natürlich Rockmusik von einem "normalen" Gitarre/Bass/Drums-Trio, aber andererseits haben wir hier eine Art von Zusammenspiel der Musiker, das eher an Jazztrios erinnert. Es ist natürlich kein richtiger Jazz, der hier von den Jungs geboten wird - aber eben auch kein korrekter Rock. Einzigartig, kraftvoll und gleichzeitig ziemlich frickelig. Live ein absolutes Erlebnis (Zeche Bochum ca. 1987/88). Außerdem muss ich mich hier als Softie outen: für die "richtig harten Fans" sind fIREHOSE den legendären Minutemen gegenüber natürlich nur zweite Wahl - für mich aber wesentlich angenehmer zu hören. Es gibt mit "In Memory Of Elizabeth Cotton" sogar einen richtig schönen Folksong von Ed.
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| American Music Club: "Engine" (Frontier, 1987) |
![]() |
| The Bats: "Daddy's Highway" (Flying Nun, 1987) |
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| Die Brüder: "Trying To Remember To Forget" (One Million, 1987) |
Mal was richtig exotisches: Englischsprachiger Gitarrenpop der Oberklasse
aus österreich. Kein Scherz! Gibt's nicht? Gibt's doch! Die Brüder
Boris Wörrister (Gitarre) und Marc Punc (Gesang)
samt Mitstreitern an Bass, Schlagzeug und Orgel, ließen mit diesem Debütalbum
für kurze Zeit die Popwelt aufhorchen (nun ja - vielleicht einige
DJ's, Radiomoderatoren und eine handvoll Fans). Der Nachfolger von 1990
kam dann sogar beim Multi PolyGram heraus und versank trotzdem sang-
und klanglos. Höre ich da vielleicht wieder ein paar böse
Kommentare von wegen "große Plattenfirma schnappt sich Achtungserfolg,
versucht schnelle Kohle zu machen und hat keine Geduld mit dem Aufbau
der Künstler"?
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| Alex Chilton: "High Priest" (New Rose, 1987) |
Ein kleines Comeback des ehemaligen Boxtop ("Give me a ticket for an aeroplane...")- und Big Star-Sängers, aber (natürlich) ohne deren kommerziellen Erfolg. Trotzdem eine schöne Platte mit viel Beatles, Trash, Blues & Memphis. Und die Coverversion von "Volare" ist natürlich genial. Und war Chiltons größter Erfolg in seiner Zeit als Straßenmusiker im großen Loch zwischen Big Star und diesem Comeback.
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| The Doctors Children: "King Buffalo" (Line/Upright, 1987) |
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| Tav Falco's Panther Burns: "The World We Knew" (New Rose, 1987) |
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| Penelope Houston: "Birdboys" (Subterranean, 1987) |
Fantastisches Solo-Debüt der Ex-Sängerin von San Franciscos Punk-Legende Avengers als "Queen Of New Folk", das ich aber erst über das Nachfolgealbum "The Whole World" von 1993 kennen gelernt habe. Eine klasse Band (Pat Johnson-Gitarre, Steven Strauß-Kontrabass, Kevin Donahue-Piano und Mel Peppas-Mandoline). Soweit ich weiß, war das die letzte Produktion vom englischen Gitarristen und Teilzeit-Residents-Mitstreiter Phillip Lithman, besser bekannt als Snakefinger, der im Jahr 1987 verstarb.
Das Songmaterial stammt meist von Penelope alleine oder zusammen mit einem ihrer Musiker, aber am besten gefallen mir neben "Harry Dean" (von Penelope zusammen mit Avengers-Gitarrist Greg Ingraham verfasst) zwei Lieder, die Pat Johnson alleine schrieb: "Waiting Room" und "Putting Me On The Ground". Wie schön: im Dortmunder "Black Plastic" habe ich eine wirklich billige Vinylausgabe von Penelopes Debütalbum gefunden! Und seit langer Zeit mal wieder aufgelegt und durchgehört. Ich liebe ihre Stimme, die mich quasi seit den Anfangstagen von W4L, also frühe 90er, begleitet. (02.10.2026)
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| Hurrah! "Tell God I'm Here" (Arista/Kitchenware, 1987) |
Diese Band aus Newcastle vom Kitchenware-Label, dem wir auch
Prefab Sprout, die Kane Gang,
Martin Stepheson & The Daintees und die Fatima Mansions
zu verdanken haben, ist leider schnell wieder in der Versenkung verschwunden,
obwohl wunderbarer Gitarrenpop geboten wird. Die Band spielte damals
übrigens als Headliner auf dem Meidericher "Rock Im Park"-Festival,
obwohl sie dort wahrscheinlich außer mir und dem Veranstalter kein Schwein
kannte. Neben dieser Major-Veröffentlichung gab's im selben Jahr
noch ein Livealbum mit Aufnahmen von 1985 - und das war's dann.
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| Lyle Lovett: "Pontiac" (Curb, 1987) |
Das zweite Album hält mühelos den Standard des Debütalbums vom letzten Jahr!
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| Opal: "Happy Nightmare Baby" (Rough Trade/SST, 1987) |
Nach seinem Ausstieg bei Rain Parade, deren Debüt "Emergency Third Rail Power Trip" er maßgeblich beeinflusst hatte, und dem von ihm initiierten Sessionprojekt Rainy Day konzentrierte sich David Roback auf das Konzept "Instrumentalist mit Sängerin im Duo", zuerst mit Kendra Smith (Ex-Dream Syndicate) unter dem Namen Opal, ab 1990 mit Hope Sandoval unter dem Namen Mazzy Star, was mit "Fade Into You" 1994 sogar einen Top-50-Hit abwarf. Gott sei Dank klingt das Ganze aber nicht wie viele andere derartige Duos (z.B. Eurythmics oder Roxette).
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| Shiny Gnomes: "Some Funny Nightmares" (Pastell, 1987 * Polydor, Mai 1988) |
Ein Lichtblick deutscher Rockmusik in den 80ern mit dem zweiten Album,
in das sogar die große Plattenfirma Polydor so große
Hoffnung gesetzt hatte, dass es bereits wenige Monate nach der Erstveröffentlichung
bei der kleinen Firma Pastell aus Hagen eine Wiederveröffentlichung gab!(07.06.2010)
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| The Silos: "Cuba" (Record Collect, 1987) |
Ich hatte die Band um die beiden Sänger/Gitarristen Walter Salas-Humara
und Bob Rupe zwar erst mit dem unbetitelten Reunion-Album von
1990 kennen gelernt, stellte aber
schnell fest, dass sie mit "Cuba" bereits ein kleines, wenn
auch kaum beachtetes Meisterwerk abgeliefert hatten. |
| Sneaky Feelings: "Waiting For Touchdown" (Normal/Flying Nun, 1987) |
"Musik aus Neuseeland" klebt als Sticker vorne auf meinem Exemplar der
Platte. Das war damals eine kleine Welle bei uns, für die das Bonner
Label Normal als europäische Vertretung und das neuseeländische
Label Flying Nun wichtig waren. Damals konnte man von Flying
Nun ungehört (fast) alles kaufen. Bei "Waiting For Touchdown"
handelt es sich um eine Kompilation für den europäischen Markt
mit Liedern vom 84er Debütalbum "Send You" und von den
7"-EP's "Husband House" (1985) und "Better Than
Before" (1986). Wie bei den Labelkollegen The
Verlaines, The Chills und The
Clean handelt es sich um Gitarrenrock, allerdings waren die Sneaky
Feelings immer etwas "normaler" bzw. poppiger als ihre
Kollegen und haben deswegen vielleicht nicht den gleichen Kultstatus.
Auf jeden Fall hatten sie tolle Songs, geschrieben von allen vier Musikern
- also auch vom Trommler und vom Bassisten!(07.03.2008)
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| Louis Tillett: "Ego Tripping At The Gates of Hell" (Citadel, 1987) |
Nachts bei Alan Bangs habe ich den australischen Pianisten Louis
Tillett zum ersten mal mit seiner damaligen Band Wet Taxis gehört.
Als er dann auch was von diesem Solodebüt spielte war ich total
begeistert und habe mir die Platte als teuren Import schleunigst besorgt.
Wir hören traurig schöne Balladen und Midtemposongs, irgendwo
zwischen Rock, Jazz und Blues.
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| The Verlaines: "Bird Dog" (Homestead/Flying Nun, 1987) |
Das zweite Album dieser unterschätzen Band aus Neuseeland. Zwar bleibt
"Hallelujah, All The Way Home"
vom vergangenen Jahr als meine "Initialzündung" immer die
Nummer 1 für mich - aber eigentlich ist "Bird Dog" noch besser,
wenn man genauer hinhört!
Neulich hat mir ein Freund erzählt, welche "Unsitten" beim Biertrinken in Neuseeland herrschen. Da wird Bier in Eimer geschüttet und daraus dann mit Suppenlöffeln in Gläser gefüllt. Noch schlimmer also als in England. So erklärt sich auch der überschwänglich gesungene Refrain vom Titelsong: "I love that imported German beer,
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| Tom Waits: "Frank's Wild Years" (Island, 1987) |
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| Yo La Tengo: "New Wave Hot Dog" (Twin/Tone/Coyote, 1987) |
Mein Einstieg in den Yo La Tengo-Cosmos: dies ist das relativ
unbekannte zweite Album aus der Frühphase der Band. Damals wechselte
das Ehepaar Ira Kaplan (Gitarre) und Georgia Hubley (Schlagzeug)
gelegentlich ihre Bassisten (oder wurden von denen verlassen?). Auf
"New Wave Hot Dog" ist der - so weit ich weiß - Deutsche Stephan
Wichnewski zu hören. Aufgefallen ist mir die Platte damals (1988!)
ganz normal in einem Bocholter Plattenladen durch das schöne Cover,
während ich die Band zwar vom Namen her kannte, aber noch nichts von
ihnen gehört hatte. Auf dem Album ist die typische Mischung aus Krach
(z.B. "House Fall Down") und schönen Melodien (z.B. "No
Water" oder das Folkinstrumental "Lost In Bessemer")
bereits voll ausgebildet. Mit Lou Reeds "It's Alright (The
Way That You Live)" ein obskures Lied von 1966, das es nie auf
ein offizielles Velvet Underground-Album geschafft hat, gibt
es auch eine schöne Coverversion.(19.05.2009)
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| "The Sound & The Fury" (Big Store, 1987) |
Viele meine damaligen deutschen Lieblingsgitarrenbands auf einer Platte: die Flowerpornoes
aus Dusburg, Well Well Well und Ferryboat Bill aus Waltrop,
The Strangemen aus Berlin, die Nürnberger Truffauts und noch einige mehr!(25.12.2018) |
Das Album des Jahres
Hiatts Meisterwerk, in wenigen Tagen zusammen mit Ry Cooder, Nick Lowe und Jim Keltner eingespielt.
Absolut sparsam instrumentiert (Hiatts Stimme, Akustikgitarre und Piano, Cooders Slide, Lowes allertiefster Bass,
Keltners geniales Schlagwerk), lässt es Hiatts Lieder leuchten: "Memphis In The Meantime",
"Lipstick Sunset", "Tip Of My Tongue", "Have A Little Faith In Me" u.a.
An den Sound der Band musste ich mich erstmal gewöhnen. Als mir
ein Kollege in paar Jahre zuvor "Metal Circus" vorspielte,
war das für mich mitten in meiner Bluesphase nur unhörbarer
Punkrock. Aber Geschmäcker entwickeln sich weiter - genauso wie
Bands. Mit ihrem zweiten Doppelalbum (nach
Die Anfang der 80er in Cork/Irland von Sänger Cathal Coughlan
und Gitarrist Sean O'Hagan gegründete Band schaffte es wie
kaum eine andere Popgefühle und Independenthaltung authentisch
zusammenzubringen - und das auch noch in den grauenhaften Untiefen des
übelsten Jahrzehnts der Popmusik (Zeitrechnung seit den 60ern!).
Der große Erfolg blieb aus, auch als die Alben bei einer großen Plattenfirma
herauskamen. Allerdings konnte es mit den beiden nicht lange gut gehen
und sie gingen später getrennte Wege - und waren dabei sogar (etwas)
erfolgreicher: Coughlan mit Fatima Mansions und O'Hagan mit den
Allstar-Projekt des ehemaligen Trommlers der
Vier Lieder spielte Nick Drake noch kurz vor seinem Tod 1974 ein, die erstmalig
1979 auf der 3fach-LP-Box FRUIT TREE als Anhang zum dritten
Album "
Das zweite, noch englischsprachige Album der Band um den "Bestsellerautor"
Sven Regener, die später eine der wichtigsten heimischen
Bands mit unpeinlichen deutschen Texte werden sollte. Die Musik (schrammeliger
Gitarrenrock mit Trompeteneinlagen) ist hier allerdings schon voll da.
Produziert immerhin vom legendären John Cale, was damals
durchaus einem "Ritterschlag" für eine deutsche Band
gleichkam!
Eine ziemlich irre Truppe, die sich zu diesem Projekt zusammengefunden hatte:
John French war mal Drummer bei
Das Gipfeltreffen der Firstladies des Countryrocks! Solche Veranstaltungen
können natürlich schief gehen, aber hier stimmen das Songmaterial
(u. a. "Telling Me Lies" von Linda Thompson und "My Dear
Companion" von Jean Ritchie), die instrumentale Begleitung (u.a.
durch David Lindley, Albert Lee, Mark O'Connor
und Ry Cooder) - und natürlich vor allem die Gesangsleistung
des Damentrios.
Obwohl ich kein Prince-Fan bin, ist das auch für mich ein wichtiges Album.
Danach habe ich aber wieder komplett das Interesse an seiner Musik verloren.
Das fantastische Debüt des Ex-
Die Karriere von Gene Clark außerhalb der
Meine erste Begegnung mit einer der besten Bands der 80er. Nicht mehr ganz
so punkig wie in ihren Anfangstagen, aber stattdessen GROSSER POP!
Diese Platte ist inzwischen ein rares Schätzchen. The King Of Luxembourg
ist eines der vielen Pseudonyme, die von Simon Fisher-Turner
verwendet wurden. Er gründete zu Punkrockzeiten mit Matt Johnson
The The und arbeitet heutzutage vor allem als Filmkomponist.
Auf dem englischen Kultlabel él nahm er mit Unterstützung
vieler Gastmusiker unter diesem Pseudonym zwei Alben auf. Auf "Royal
Bastard" bin ich damals gestoßen, weil fast die kompletten
Auch mit ihrem zweiten Album ist die Dame wieder sehr erfolgreich. Ebenso
mit der Single "Luka" (die dann später von Evan Dando
und seinen
Mal wieder ein wunderbares Album von L.A.'s bestem singenden Zyniker neben
Randy Newman. Dieses mal sind vor allem die Begleiter erwähnenswert:
Bill Berry, Mike Mills und Peter Buck von
Der Vorläufer zum genialen
[
Welch ein grandioses Comebackalbum! 4 Jahre nach dem etwas untergegangenem
Album "A Child's Adventure" und fast 10 Jahre nach dem beeindruckenden
"
Da hat mein Herz als alter Deadhead gelacht: nach 7 Jahren Unterbrechung
endlich wieder ein Studioalbum mit neuem Songmaterial - und dann auch
noch wirklich gutes: vor allem "
Eigentlich sind die 80er nach meiner Meinung nicht die beste Zeit für
guten, akustischen, also "klassischen" Jazz in Quartettbesetzung.
Es hat auch 10 Jahre gedauert, bis ich diese CD entdeckt und zu schätzen
gelernt habe...
Wie bei vielen meiner langjährigen Lieblingskünstler sind
die 80er qualitativ eher durchwachsen, aber mit "Angel Band"
gelingt Emmylou wieder mal ein Klassealbum. Die Begleitband (Emory
Gordy am Bass, Vince Gill an Gitarre und Mandoline, Carl
Jackson meist am Banjo) spielt fast puren Bluegrass, gelegentlich
von Gaststars wie Multiinstrumentalist Mark O'Connor und den
Dobrospielern Mike Auldridge und Jerry Douglas unterstützt.
Das Songmaterial ist meist alt: Folksongs, Gospel und Stücke der
Stanley-Brothers und anderer Altvorderen. Alles in allem sehr gelungen.
[
Der Durchbruch von Michael Stipe, Peter Buck, Mike Mills
und Bill Berry mit dem Top-Ten-Hit "The One I Love".
Weitere Smashhits: "Finest Worksong" und "It's The End
Of The World As We Know It (And I Feel Fine)". Danach ging es weg
von I.R.S. hin zu Warner und die Weltkarriere begann.
Eine wunderbare Band aus Neuengland, die damals oft mit R.E.M. verglichen
wurde und vielleicht auch deren Potential hatte. Sänger Mark
Mulcahy und Gitarrist Ray Neal arbeiteten im Duo und mit
wechselnden Rhythmusgruppen, durften 1992 sogar ein Album beim Major
Polydor veröffentlichen, schafften aber nie den großen Durchbruch.
"Surprise" erschien beim damals hippen Label "Rough Trade"
und war meine erste Begegnung mit der Band. Ich erinnere mich noch an
einen genialen Duoauftritt der beiden Hauptprotagonisten ca. 1990 im
Vorprogramm der ebenfalls genialen
Rares Teil - und soweit ich weiß immer noch nicht auf CD wiederveröffentlichte
EP (so nannte man damals Vinylplatten die länger als Maxisingles,
aber kürzer als LPs sind) dieser Schweizer Band, die sich der Musik
von Tim Buckley verschrieben hat. In einer jazzigen Besetzung
mit mir durchweg unbekannten Musikern (Schlagzeuger, 2 E/A-Bassisten,
Keyboarder, Saxofonist, Sänger/Gitarrist und Sologitarrist) werden
6 Buckley-Kompositionen interpretiert:
Ganz klar ein Comeback der besseren Art!
Ein Zufallsentdeckung wegen des schönen Covers. Bald danach meine
Lieblings-SST-Band. Vielleicht sogar mein Lieblings-Gitarrentrio überhaupt.
Herbst '87 betrat ich völlig unvorbereitet Lothar Kochs Plattenladen in
Wesel (den es immer noch gibt!), als dort diese EP lief: einen solchen
Sound hatte ich noch nie gehört! Die Band um den Sänger, Gitarristen
und Songschreiber Black Francis (der sich später Frank
Black nannte und in Wahrheit noch ganz anders heißt) und die Bassistin
Kim Deal (später mit den Breeders erfolgreich) brachte
auf geniale Art Krach und Melodie zusammen. Angeblich waren sie das
große Vorbild von Kurt Cobain, sodass es Nirvana ohne die Pixies
vielleicht nie gegeben hätte. Herrn Black ist das soweit ich weiß
scheißegal, obwohl er sicherlich zu einer Karriere à la Nirvana
nicht nein gesagt hätte.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie Alan Bangs damals im Niteflight
fast die ganze Platte gespielt hat: ich war total begeistert. Leider
kam danach nicht mehr viel (nur noch das Album "Storeyville").
Damals dachte ich: "Meisterwerk", aber irgendwie hat sich
meine Einschätzung allgemein nicht durchgesetzt!
Eine meiner ersten CDs, keine Ahnung mehr, wie ich damals auf diese
Platte kam, da ich nie ein Fan der Band
Es war natürlich extrem clever und werbewirksam, Nordirlands Fußball-Legende
hier in Bild und Titel zu huldigen. Man konnte sich dieser Platte zumindest
im Alternative-Marktsegment damals kaum entziehen. Aber schließlich
hat die Platte dann all ihre Aufmerksamkeit auch gerechtfertigt: Sänger,
Gitarrist und Songschreiber David Gedge lieferte mit seiner Band
Schrammelpop in Perfektion ab, meist in einem hohen Tempo mit reichlich
Punkgefühl.
Das bislang letzte Soloalbum des Meisters der Slidegitarre, das kein
Filmsoundtrack ist und in dem es um SONGS geht! Wie unser neuer Gitarrist
Die australische Truppe um den Sänger, Gitarristen und Songschreiber
David McComb unterschrieb nach mehreren Independent-Achtungserfolgen
beim englischen Island-Label und zog auch auf die Insel. Leider
blieb der große Erfolg genauso wie bei den
Nach fast 1ojähriger Pause gab es 1987 endlich wieder Lebenszeichen
des Ausnahme-Songschreibers: zuerst Liveaufnahmen von 1985 ("Live
& Obscure") und dann zur großen überraschung ein
Studioalbum mit neuen Songs, dieses mal von den Nashville-Legenden Jack
Clement und Jim Rooney produziert. Zu den neuen Liedern gehören
das wunderschöne "Snowin' On Raton" (das erste Lied,
was ich je von TVZ hörte, nachts bei Alan Bangs im Night
Flight!) und "Buckskin Stallion Blues". Von "For The
Sake Of The Song" ist es bereits die dritte Studioversion nach
1968 und 1970. Vor "No Deeper Blue" von 1994 war das die letzte
Platte von TVZ mit neuem Material.

Mal was richtig exotisches: Englischsprachiger Gitarrenpop der Oberklasse
aus österreich. Kein Scherz! Gibt's nicht? Gibt's doch! Die Brüder
Boris Wörrister (Gitarre) und Marc Punc (Gesang)
samt Mitstreitern an Bass, Schlagzeug und Orgel, ließen mit diesem Debütalbum
für kurze Zeit die Popwelt aufhorchen (nun ja - vielleicht einige
DJ's, Radiomoderatoren und eine handvoll Fans). Der Nachfolger von 1990
kam dann sogar beim Multi PolyGram heraus und versank trotzdem sang-
und klanglos. Höre ich da vielleicht wieder ein paar böse
Kommentare von wegen "große Plattenfirma schnappt sich Achtungserfolg,
versucht schnelle Kohle zu machen und hat keine Geduld mit dem Aufbau
der Künstler"?

Diese Band aus Newcastle vom Kitchenware-Label, dem wir auch
Das zweite Album hält mühelos den Standard des
Ein Lichtblick deutscher Rockmusik in den 80ern mit dem zweiten Album,
in das sogar die große Plattenfirma Polydor so große
Hoffnung gesetzt hatte, dass es bereits wenige Monate nach der Erstveröffentlichung
bei der kleinen Firma Pastell aus Hagen eine Wiederveröffentlichung gab!
Ich hatte die Band um die beiden Sänger/Gitarristen Walter Salas-Humara
und Bob Rupe zwar erst mit dem unbetitelten Reunion-Album von
"Musik aus Neuseeland" klebt als Sticker vorne auf meinem Exemplar der
Platte. Das war damals eine kleine Welle bei uns, für die das Bonner
Label Normal als europäische Vertretung und das neuseeländische
Label Flying Nun wichtig waren. Damals konnte man von Flying
Nun ungehört (fast) alles kaufen. Bei "Waiting For Touchdown"
handelt es sich um eine Kompilation für den europäischen Markt
mit Liedern vom 84er Debütalbum "Send You" und von den
7"-EP's "Husband House" (1985) und "Better Than
Before" (1986). Wie bei den Labelkollegen
Nachts bei Alan Bangs habe ich den australischen Pianisten Louis
Tillett zum ersten mal mit seiner damaligen Band Wet Taxis gehört.
Als er dann auch was von diesem Solodebüt spielte war ich total
begeistert und habe mir die Platte als teuren Import schleunigst besorgt.
Wir hören traurig schöne Balladen und Midtemposongs, irgendwo
zwischen Rock, Jazz und Blues.
Das zweite Album dieser unterschätzen Band aus Neuseeland. Zwar bleibt
"
Mein Einstieg in den Yo La Tengo-Cosmos: dies ist das relativ
unbekannte zweite Album aus der Frühphase der Band. Damals wechselte
das Ehepaar Ira Kaplan (Gitarre) und Georgia Hubley (Schlagzeug)
gelegentlich ihre Bassisten (oder wurden von denen verlassen?). Auf
"New Wave Hot Dog" ist der - so weit ich weiß - Deutsche Stephan
Wichnewski zu hören. Aufgefallen ist mir die Platte damals (1988!)
ganz normal in einem Bocholter Plattenladen durch das schöne Cover,
während ich die Band zwar vom Namen her kannte, aber noch nichts von
ihnen gehört hatte. Auf dem Album ist die typische Mischung aus Krach
(z.B. "House Fall Down") und schönen Melodien (z.B. "No
Water" oder das Folkinstrumental "Lost In Bessemer")
bereits voll ausgebildet. Mit Lou Reeds "It's Alright (The
Way That You Live)" ein obskures Lied von 1966, das es nie auf
ein offizielles Velvet Underground-Album geschafft hat, gibt
es auch eine schöne Coverversion.
Viele meine damaligen deutschen Lieblingsgitarrenbands auf einer Platte: die Flowerpornoes
aus Dusburg, Well Well Well und