| Interpret |
| Emil Richards & The Microtonal Blues Band |
| Titel |
| Spirit Of 1976 / Live At Donte's |
| Veröffentlichung |
| 1969 |
| Aufnahme |
| 18. -19. März 1969 |
| Label |
| Impulse! |
| Tonträgertyp |
| Album (LP) |
| Instrumentalstil |
| |
| Musikstil |
| |
| Essembleart |
| |
|
| Produzent |
| Ed Michel |
| Mit eigenen Worten ... |
Eine Impulse-Originalpressung aus den USA aus den 60ern - für unter 10 Oiro? Das kann natrürlich nur ein Künstler sein, den nicht soviele auf dem Schirm haben - oder sogar nicht für gut genug für dieses Label befinden. Auch der Verkäufer im Plattenladen in Mülheim sagte mir, dass er zwar selber in das Album reingehört, es aber als "zu kommerziell" empfunden hätte. Dave Pike bei MPS würde ihm besser gefallen.
Ich selber kannte Emil Richards bislang nur dem Namen nach als Vibraphon- und Perkussionspieler auf Studioproduktionen in L.A. in den 60ern in diversen Genres, nicht nur Jazz. Ich war neugierig genug und habe zugegriffen. Und was soll ich sagen? Mir gefällt's wahrscheinlich sogar besser als Dave Pike, obwohl ich das noch mal querhören müsste. Die Platte knistert zwar ein bisschen (sie ist alt!), hat aber einen tollen Sound für ein Livealbum. Vibraphonmusik klingt wohl immer ein bisschen "gefällig", was an der Natur des Instrumentes liegt, aber die Musik ist nicht "kommerziell": die Töne und Akkorde sind vielleicht nicht wirklich schräg und "unkommerziell", aber vor allem die Rhythmen haben es in sich: hochkomplex, mit teilweise wechselnde Taktlängen direkt hintereinander, sodass ich Schwierigkeiten habe zu erkennen, wo immer die "Eins" ist.
Hier noch was für die "Nerds" unter Euch: in der Band von Richards spielten damals so Hochkaräter wie Ray Neapolitano am Bass, den ich von Doors-Platten kenne, und Joe Porcaro am Schlagzeug ("Porcaro ... ? War da nicht was und hatte der nicht einen etwas anderen Vornamen? Wie alt war der denn damals eigentlich?"). Es handelt sich dabei um den Vater von den Toto-Musikern Jeff (Schlagzeug), Steve (Keyboards) und Mike Porcaro (Bass).
Fazit: eine schöne, spannende Platte. Vielleicht nicht so toll und wichtig wie zum Beispiel die Katalognummern davor, Pharoah Sanders mit "Karma", und direkt danach, Charlie Haden und sein "Liberation Music Orchestra", aber trotzdem gut. Und günstig. (2026-07-26) |
|